Ein Blick zurück…
Als Kind der 80er Jahre, wuchs ich mit relativ bizarren Heldenbildern auf. Stallone, Schwarzenegger, Van Damme, Dudikoff, Ferrigno und viele andere “Schauspieler” dieser oder ähnlicher Qualität, galten bei mir und meinen Freunden als das “non plus ultra“ der männlichen Filmunterhaltung. Ihre Charaktere, so eindimensional sie auch waren, entsprachen unserer Idealvorstellung eines perfekten Mannes. Die Filme, da häufig erst ab 18 freigegeben, wurden wie Gold gehandelt und man lud lieber seine Freunde alle zu einem VHS Nachmittag ein, als sie auch nur für einen einzigen Tag zu verleihen und sich dem Risiko eines Verlustes auszusetzen. An fernsehfreien Nachmittagen spielten wir gerne die Filme nach und dann war einer halt ein imaginäres Ebenbild zu “Rambo”, ein anderer der “Terminator” in klein und ein dritter eventuell “der Hulk”, nur ohne Muskeln, 10 Jahre alt und nicht grün.
Die riesigen, steroidgefütterten Muskeln beeindruckten uns weit mehr als die eher alltäglichen Figuren unserer Väter und somit stand ein “Terminator” oder “Universal Soldier” uns oftmals weit näher als unsere eigentlichen Erzeuger.
Schaut man heute auf viele der Filme, die man damals gesehen hat zurück, bleibt immer noch ein wohliges “hier bin ich zu Hause” Gefühl aber mit steigendem Alter stieg auch der Grad dessen, was ich hier gerne den “Fluch der Erkenntnis” nennen will.
Die Erkenntnis, dass nur die Naivität eines Kindes es ermöglichen konnte, diese Filme und diese Schauspieler in den Olymp der TV-Unterhaltung zu erheben. Schmerzhaft und bitter bleibt die Erkenntnis und unter Tränen lösten sich meine Kindheitsidole auf, als ich feststellte, dass meine Götzen nichts anderes als drittklassige möchtegern Schauspieler sind und die Filme, in denen sie ihre ach so wundervollen Rollen spielten, einfach nur ausgemachter Schwachsinn sind.
Die schlimmsten und billigsten dieser Meisterwerke möchte ich nun hier Am Rand des Wahnsinns in den kommenden Tagen und Wochen noch einmal genauer unter die Lupe nehmen und einen finalen Schlussstrich unter die schöne Zeit setzen, die wir Kindheit nennen.
Es ist Zeit erwachsen zu werden und deshalb, gehen wir es an!
Muskelfilme:
Die Barbaren
Herkules in New York
Masters of the Universe
Sindbad – Herr der sieben Meere

