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Eigentlich reviewe ich ja nur Filme.

Eigentlich habe ich mit diesem Prinzip schon vor Monaten zum ersten Mal gebrochen, als ich drei Computerspiele reviewed habe.

Eigentlich würde ich gerne wieder mit diesem Prinzip brechen, um hier ein B-Videospiel durch den Kakao zu ziehen.

Das Problem ist nur, „Onechanbara – Bikini Zombie Slayers“ ist eins der abgefahrensten Stücke Software, das mir je in die Finger gekommen ist. Leider kann ich dieses Spiel nicht wirklich durch den Kakao ziehen und aus diesem Grund schreibe ich eben keine Review über dieses Spiel.

Somit wird der Leser nie erfahren, dass das Spiel 2009 für die Wii erschienen ist und sich im wesentlichen darauf beschränkt, dem Spieler, der eine knapp bekleidete, bis an die Zähne mit Schwertern bewaffnete Frau steuert, Welle um Welle von Zombies entgegen zu schleudern. Am Rand des Wahnsinns wird man demnach nicht lesen können, dass diese Zombies auf splattastischste Art und Weise zerkleinert, filetiert und zergulascht werden, dass das Blut der Zombies teilweise bis zu 60% des Bildschirms verschmiert, dass man in bester „Samurai Avenger“ Manier das Schwert reinigen muss, um zu verhindern, dass man in den Zombies stecken bleibt und dass letztlich die knapp bekleidete Manga-Maus in einen “Rampage Modus“ verfällt, sobald sie von oben bis unten mit Blut besudelt vor sich hin tropft. Die Wiisteuerung ist aber dass, was diese Metzelorgie so großartig macht. Nie zuvor hat ein Spiel besser das Gefühl vermittelt, sich durch Zombiehorden zu hacken, als dieses. Man sitzt buchstäblich in der Luft stochernd, schwingend und hackend auf der Couch während einem die virtuellen Zombiebrocken um die Ohren fliegen und der TV Bildschirm sich immer weiter ins Rötliche verfärbt. Würde ich eine Review schreiben, müsste ich natürlich bemängeln, dass das Spiel soviel Tiefgang wie das Matterhorn hat, aber das ist eigentlich auch völlig egal. Es gibt wohl sogar eine Story, die auf japanisch erzählt wird, während man sie auf Englisch lesen könnte, aber zum Glück lässt sich dieser Screen vorbildlich schnell überspringen.
Im Großen und Ganzem reduziert sich das Spiel ohnehin darauf, mit den vorhandenen Charakteren alle Level zu meistern, um so die verborgenen Charaktere frei zu schalten und dann im „Free–Play“ Modus zu versuchen weitere, scharfe Outfits für die Damen frei zu spielen.

Zu Beginn des Spiels kann man lediglich zwischen den Schwierigkeitsgraden „easy“ und „normal“, sowie zwei verschiedenen Manga/Anime-Mädels wählen. Meines Wissens nach kann man nun zwei weitere Mädchen, sowie zwei weitere, schwerere, Schwierigkeitsgrade frei spielen. In mühevoller Schnetzelarbeit muss man nun seine beiden Göttinnen trainieren und in den Fähigkeiten „Vita“,“Skill“,“Power“, und „Reach“ aufwerten. Im Gegensatz zu anderen hier erwähnten Games, bringt das aufwerten in diesem Spiel auch etwas. Durch Erhöhen der „Skill“, ist man in de Lage immer längere „Combomoves“ durch Schwingen, Hacken und Stoßen der Wiimote im richtigen Moment auszulösen. „Reach“ erweitert die Reichweite, Power natürlich die Stärke der „Hits“ und „Vita“ verlängert letztlich den Lebensenergiebalken.

Die Grafik des Spiels ist natürlich wiibedingter Weise etwas altbacken und von HD ist weit und breit keine Spur zu sehen, aber man kann alles gut erkennen, die Texturen sind ok und der Spielspaß wiegt die angestaubte Optik eigentlich ganz gut auf.

Die Menüführungen könnten etwas übersichtlicher gestaltet sein, denn man braucht schon eine Weile bis man überhaupt bemerkt, dass man Schwierigkeitsgrade auswählen kann und das Questsystem, durch welches man Outfits freischaltet, artet schnell in ein wildes „Menü-Geswitche“ aus, um den Überblick zu behalten.

Würde ich das Game hier reviewen könnte ich mich sicher noch über die wenigen Level aufregen, aber da die Zombieauftritte in den einzelnen Leveln variieren und man sie je nach Charakter auch mal rückwärts absolvieren muss, hält sich die Tristesse eigentlich im Rahmen und ist somit keinen wirklichen Aufreger wert. Wenn man dazu bedenkt, dass das Spiel für unglaubliche 10 Euro seinen Weg zu mir gefunden hat, liegt der Levelpreis ohnehin gerade mal bei ca. 50 Cent und ist somit absolut angemessen.

Was bleibt zu sagen über „Onechanbara – Bikini Zombie Slayers“?

Eigentlich ist es schade, dass ich das Spiel hier nicht präsentieren kann, denn jeder Freund eines guten gepflegten Zombie-Metzel-B-Movies kann mit diesem Spiel einfach nur seine helle Freude haben. Ich für meinen Teil wollte das Game in meiner Spielesammlung nicht mehr missen.

Ist „Onechanbara – Bikini Zombie Slayers“ ein schlechtes Spiel?

Nein, denn dann hätte ich es ja reviewed, oder nicht?

Werde ich es nochmal spielen?

Die Wii war, wärend ich diese Review nicht geschrieben habe, nur pausiert.

Zu B-Videogames Part I – Alien Shooter 2
Zu B-Videogames Part II – Plants vs. Zombies
Zu B-Videogames Part III – Zombie Driver!