Sendepause

Hallo liebe Freunde der B-Kunst,

leider bin ich auf eine wichtige Mission nach Tromaville gerufen worden und werde in den nächsten Wochen keine Zeit haben weitere B-Movies, Spiele oder was auch immer zu reviewen. Toxi braucht meine Hilfe! Die Zombiehühner bedrohen den Frieden Tromavilles und haben das radioaktive Rieseneichhörnchen und Lloyd Kaufman gekidnaped. Natürlich kann ich Toxi meine Hilfe bei dieser hochgefährlichen Befreiungsmission nicht verweigern.

Keine Sorge, nach meiner Rückkehr wird es wie gewohnt auf dieser Page weitergehen!

Ich wünsche euch eine gute Zeit und hoffe, dass wir uns bald wieder in diesem Theater sehen.

Grüße

Oli

“Greetings, my friends! We are all interested in the future, for that is where you and I are going to spend the rest of our lives. And remember my friends; future events such as these will affect you in the future. You are interested in the unknown, the mysterious, the unexplainable; that is why you are here. And now for the first time we are bringing to you the full story of what happened on that faithful day. We are giving you all the evidence, based only on the secret testimonies of the miserable souls who survived this terrifying ordeal. The incidents, the places, my friends, we can not keep this a secret any longer; let us punish the guilty, let us reward the innocent. My friends, can your heart stand the shocking facts about the grave robbers from outer space?”

admin on März 12th, 2010 | File Under Allgemein | No Comments -

Barbarella (1968, Dino de Laurentiis Cinematografica, Roger Vadim)

Heute möchte ich mir die Zeit nehmen und einen großartigen Klassiker des B-Genre präsentieren. Einen Film, den man sich durchaus ansehen kann ohne sich 70 – 90 Minuten lang zu wünschen, es wäre bereits 70-90 Minuten später. Ich habe in der Vergangenheit mein Augenmerk eher auf neuere Filme geworfen, auf moderne B-Movies oder B-Movies der 80er Jahre. Ich denke, der Blog ist jetzt reif genug auch endlich mal einige Klassiker dieser wundervollen Stilrichtung vorzustellen. Also meine Freunde des Absurden, macht euch bereit für Jane Fondas 90minütige Strip- und Modenschau, die sich “Barbarella” nennt. Ich möchte vorweg schicken, dass ich den Film mit zwei weiteren Personen geschaut habe, wovon eine weiblich und eine männlich war. Es war interessant zu sehen, wie das Geschlecht der Zuschauer die Wahrnehmung des Films veränderte. Konnte die Zuschauerin der Handlung gut folgen und die Zusammenhänge des Films leicht erfassen, war es für uns Männer eher schwierig, dies zu bewerkstelligen. Allerdings konnten wir nach dem Film jedes Outfit von Jane Fonda im Detail beschreiben.

Da der Film weitestgehend bekannt sein dürfte, werde ich mich in der Zusammenfassung auf das Nötigste beschränken und anschließend einige Details des Films fokussieren.

Ich, für meinen Teil, denke, dass die Handlung “Barbarellas” gar nicht so übel ist. “Barbarella” erscheint als die beste Astronautin der Erde und wird von der Regierung gebeten, den verschollenen Wissenschaftler “Durand Durand” zu finden, da dieser plant eine Positronenkanone zu bauen. Mit dieser will er dann, wie soll es auch anders sein, die Herrschaft über das ganze Weltall an sich reißen. “Barbarella” macht sich also auf den Weg zu dem Planeten, auf dem “Durand Durand” vermutet wird, gerät dann allerdings in dessen elektrischen Strudel, der elegant mit einer Wunderkerze und einer grünen Folie vor der Kamera in Szene gesetzt wird, und stürzt ab. Sie wird von ausgesetzten Kindern gefangen genommen und einer ganzen Reihe “Chucky – Mörderpuppen” zum Fraß vorgesetzt. Natürlich wird sie von einem sehr stark behaarten Mann gerettet, dem sie sich zur Belohnung hingibt. (Na, diese Frau weiß sich noch ordentlich zu bedanken!) Der haarige Mann repariert ihr Raumschiff und empfiehlt “Barbarella” “Durand Durand” in “Soho”, der Hauptstadt des Planeten, zu suchen.

Dummerweise hat er den Antrieb des Raumschiffs “umgekehrt repariert” (O-Ton!!) und das Schiff bohrt sich nun durch den Planeten und erscheint in einem Labyrinth außerhalb “Sohos” auf der anderen Seite des Planeten. Hier trifft “Barbarella” einen blinden Engel namens “Pygar” und erfährt, dass im Labyrinth nur Ausgestoßene “Sohos” leben. Offenbar regiert “der große Tyrann” den Planeten und dieser duldet keine guten Wesen in der Stadt. Der Engel wurde geblendet und in das Labyrinth verbannt. Mittlerweile hat er sogar vergessen, wie man fliegt. Nun, wer hätte gedacht, dass die Heilung der Flugunfähigkeit ganz einfach zwischen Jane Fondas Schenkeln liegt. Nachdem sich “Barbarella”, mal wieder aus Dankbarkeit, auch dem Engel, in dessen Nest, (Jawohl Nest, Engel bauen Nester!) hingegeben hat, kann er wieder fliegen. (Großartig!) Als Erklärung, wieso in “Soho” nur böse Wesen erlaubt sind, wird der “Mathmos” angeführt. Der “Mathmos” scheint der Kern des Planeten zu sein, der aus komprimierter positiver elektrischer Energie besteht. (In Szene gesetzt durch graues Wasser) Der “Mathmos” ernährt sich von negativer Energie, die er wohl in “Soho” somit in Massen findet.

“Barbarella” wird letztlich von “Pygar” dem Engel nach “Soho” geflogen und dort ziemlich zügig gefangen genommen, weil sie es nicht mit dem “großen Tyrannen” treiben will. Dieser ist im Übrigen eine Frau mit einem Horn auf der Stirn, die sich “Barbarella” in Gestalt einer Bordsteinschwalbe anbietet. “Barbarella” wird also einem Haufen Wellensittiche als Vogelfutter vorgeworfen, kann aber mit Hilfe der Rebellen entkommen. Als Dank schläft sie mit dem Anführer und will bei der Rückeroberung “Sohos” helfen.

Wieder auf freiem Fuß, wird sie aber sofort vom bösen Adjutanten des Tyrannen gefangen genommen. Dieser will “Barbarella” mit seiner Superwaffe, genannt die “Lustorgel”, durch sexuelle Übererregung töten. Natürlich ist Jane Fonda aber so heiß, dass am Ende die “Lustorgel” Feuer fängt und den Geist aufgibt. (Wow!)

Es stellt sich heraus, dass dieser Adjutant “Durand Durand” ist, und “Barbarella” wird zusammen mit dem “großen Tyrannen” in eine Kammer mit unsichtbaren Wänden eingesperrt. Dummerweise wusste “Durand Durand” nicht, dass in dieser Kammer quasi auch ein Selbstzerstörungsknopf für den “Mathmos” installiert ist. (Ist klar! Ausgerechnet, so ein Zufall….Unfassbar) Alles wird zerstört und “Pygar” fliegt mit “Barbarella” und dem “großen Tyrannen” im Arm, mehr als zufrieden grinsend, (wie könnte man es ihm verdenken?) durchs All.
Der Film endet.

“Barbarella” ist ein witziger Film mit zwar billigen aber hübschen Effekten und Sets. Sich also über diese lustig zu machen, ist müßig. Natürlich kann der Film nicht mit heutigen Effekten mithalten, da er von 1968 ist und obendrein noch ein B-Movie. Alles ist allerdings wirklich liebevoll gebaut und umgesetzt worden und man kann durchaus von einem charmanten Design sprechen. Warum allerdings “Barbarellas“ Raumschiff wie eine Trillerpfeife aussieht, die obendrein ganz eindeutig aus Holz gebaut wurde, in “Soho” überall Luftpolsterkissen herumliegen und Wellensittiche plötzlich menschenfressende Killervögel sind, bleibt mir unklar. Wie man auf Wikipedia nachlesen kann, war an den Spezialeffekten ein späterer namhafter Hersteller von Lavalampen beteiligt und hätte ich dies nicht gelesen, hätte ich es sicher bereits vermutet. Die Omnipräsenz der Lavalampentechnik, insbesondere gegen Ende des Films, sieht wirklich sehr gut aus, wirkt aber in der Tat fast schon wie ein Werbefilm der Lavalampenindustrie.

Jane Fonda wechselt im Film an die zehn Mal ihr Outfit, wobei man maximal sechs Mal sieht, dass sie es auch in der Tat tut. Wo die restlichen Outfits herkommen, wann sie sie anzieht und wo die alten hin verschwinden, hält man nicht unbedingt für erklärungswürdig. (Warum auch?) Die Outfits sind immer hauteng, extrem sexy und lassen an den entscheidenden Stellen keinerlei Raum für Fantasie. Schon zu Beginn des Films wird dem männlichen Zuschauer der erste, jemals gedrehte, Strip in vollkommener Schwerelosigkeit präsentiert. Über den kompletten Vorspann dürfen wir bewundern, wie Jane Fonda sich schwerelos aus ihrem Raumanzug schält, bis sie sich vollkommen nackt im Raum umher dreht. (Bereits hier hatte der Film mich und meinen Kumpel für sich gewonnen) Auch im weiteren Verlauf des Films steht der Körper Jane Fondas konstant im Vordergrund und wird mit sehr guten Kameraeinstellungen perfekt in Szene gesetzt, so dass es wirklich kompliziert wird sich primär auf die Geschichte, die der Film erzählt, zu konzentrieren.

Der Film serviert dem Zuschauer eine gehörige Portion Humor, wobei oftmals unklar bleibt, ob dies gewollt oder ungewollt ist. Sicher ist allerdings, dass die vertrottelte Darstellung der Rebellen und deren Anführers mehr als einmal für einen herzhaften Lacher beim Schauen sorgte. Auch die naive Art “Barbarellas” ist durchaus unterhaltsam und gibt dem Film einen gewissen satirischen Charakter, der ihm, nebenbei bemerkt, sehr gut zu Gesicht steht.

Interessant fand ich auch, wie oft “Barbarella” in modernen Filmen zitiert oder gar kopiert wird. Neben den allseits bekannten Zitaten, die man an jeder Ecke im Internet findet, ist mir insbesondere aufgefallen, dass das ganze Regierungskonzept der Erde in “Demolition Man” wiederverwertet wurde. Natürlich ist alles ein wenig anders in “Barbarella”, aber das Grundprinzip ist das selbe. “Sanfte Grüße” wurde durch “Sieg der Liebe” ersetzt und die “Sexhelme” aus “Demolition Man” gibt es in “Barbarella” in handlicher Pillenform.

Alles in Allem wird man als Cineast ständig an irgendwelche Szenen anderer, späterer Filme erinnert. So weist “Pygar” eine erschütternde Ähnlichkeit zu den geflügelten Kämpfern der “Flash Gordon” Version von 1980 auf und bei den menschenfressenden Puppen musste ich unweigerlich an “Chucky” denken.

Die Musik des Filmes ist hervorragend. Wenn man eine Schwäche für “Jazz-Pop-Rock” der 60er Jahre hat, kommt man in diesem Film wirklich auf seine Kosten.

Was bleibt über “Barbarella” zu sagen?

Meiner Meinung nach ist “Barbarella” wirklich ein sehr unterhaltsamer Film, der hervorragend funktioniert. Dieser Film ist liebevoll umgesetzt, die Handlung ist verrückt aber witzig, Jane Fonda ist zu Recht ein Sexsymbol gewesen und man erlebt 90 amüsante Minuten. So manches moderne B-Movie könnte sich gerne eine dicke Scheibe von “Barbarella” abschneiden und somit anstelle von konstanter Intelligenzbeleidigung einfach mal lustige und gute Unterhaltung bieten, ohne dabei Niveau irgend einer Art an den Tag zu legen.

Ist “Barbarella” ein schlechter Film?

Absolut, entschieden und unumstößlich “nein”!

Werde ich ihn mir nochmal ansehen?

Er bekommt sogar einen Ehrenplatz in meinem DVD-Regal!

admin on März 6th, 2010 | File Under Reviews | No Comments -

TRAILER BARBARELLA

admin on März 4th, 2010 | File Under Trailer | No Comments -

Die “Top 5″ der unreviewbaren Filme

Willkommen liebe Leser, zu meiner persönlichen filmischen Resteverwertung. Im Laufe der letzten Wochen habe ich unzählige B-Movies angeschaut und auch viele reviewed. Einige Filme allerdings waren einfach zu schlecht, um sie überhaupt zu reviewen. Ich schreibe dies aus aktuellem Anlass, da ich vor einer Weile vollmundig eine Review zu “Street Trash” angekündigt habe und mich nun gerne von dieser Ankündigung wieder distanzieren möchte. Manche Filme sind einfach unreviewbar. Trotzdem möchte ich die Leser natürlich an meine Erfahrungen mit diesen teilweise unerträglichen Filmen teilhaben lassen und hier einen kurzen Überblick über die merkwürdigsten, verstörensten und schlechtesten Filme, die ich mir angesehen habe, geben. Allerdings sei zuerst noch angemerkt, dass ich die meisten dieser Filme noch nicht einmal geschafft habe bis zum Ende anzusehen, da dies einfach eine unzumutbare Folter gewesen wäre. Ich möchte den Leser also hiermit zu meiner persönlichen Top 5 der unzumutbarsten und unreviewbaren Filme, die ich bis jetzt gesehen habe, einladen. Viel Spaß und viel Glück!

Platz 5 “Street Trash” (1986, Joint Venture, J. Michale Muro)

Eigentlich ist “Street Trash” von der Idee her kein übler Film. Wir werden in Film und Fernsehen häufig mit wohlsituierten und auch reichen Charakteren konfrontiert, die in schicken Häusern und schönen Umgebungen wohnen. Warum sollte man damit nicht einmal brechen und einen Film über den Bodensatz der kapitalistischen Gesellschaft machen? Über die, die durch die Maschen gerutscht sind, die, die einfach nichts mehr besitzen, über Obdachlose. Man könnte sicher eine lustige oder interessante Geschichte um diesen Teil unserer Bevölkerung entwerfen und eventuell sogar im Unterton zum Nachdenken anregen. Aber warum sollte man das tun, wenn man auch wie Herr Muro einfach einen Film über Penner machen kann, die sich wie Tiere verhalten, keinerlei Menschenwürde mehr aufweisen und durch einen magischen Schnaps zerschmelzen? Dieser Film ist einfach eine Katastrophe! Hier wird auf der Würde des Menschen herum getrampelt, dass einem das Schauen wirklich zuwider wird. Obendrein ist der Film auch noch langweilig wie eine Scheibe geschnittenes Weißbrot. Er kommt einfach nicht in Fahrt und nach 61 Minuten fiel für mich und meine Freunde der Vorhang. “Street Trash” hält was er verspricht, der Film ist einfach Müll.

Ein Film mit dem Prädikat “Die Würde des Menschen ist durchaus antastbar”

Platz 4 “Last of the Living” (2008, Gorilla Pictures, Logan McMillan)

Wollten sie schon immer mal einen tödlich langweiligen Zombiehorror nach Schema F sehen? Dann ist “Last of the Living” genau der richtige Film für sie. Zwar versucht der Film auf eine gewisse Art und Weise lustig zu sein, scheitert aber kläglichst daran. Die Handlung ist bereits so oft durchgekaut, dass es mich schon beim Niederschreiben schüttelt. Die Zombieapocalypse hat die Bevölkerung weitestgehend ausgelöscht und wir haben drei Überlebende, die sich in der postapocalyptischen Zombielandschaft herumtreiben. Da werden Supermärkte geplündert, fremder Leute Häuser bezogen und allerlei Zombies auf unspektakuläre Art und Weise ausgelöscht. Irgendwann bricht man dann auf, die Menschheit zu retten, wobei die Gruppe natürlich ausgedünnt wird und sich mir endgültig die Augen schlossen. Ob sie es am Ende schaffen, kann ich ehrlich gesagt gar nicht sagen, da mich diese billige Kopie von “Resident Evil”, “xxx of the Dead” und den zahlreichen “Omegamann” – Auflagen schneller in den Schlaf gebracht hat, als es Valium gemischt mit Schnaps jemals schaffen könnte. Die Schauspieler sind eindimensional, die Witze flach, die Effekte unter aller Sau und die Handlung zig mal da gewesen.

Ein Film mit dem Prädikat “Besonders schlaffördernd”.

Platz 3 “American Monster” (1982, Arkoff International, Larry Cohen)

“American Monster” ist auf eine völlig andere Art unreviewbar. Dieser Film hat nicht das Problem, dass die Handlung unbedingt zu schlecht oder zu langweilig ist, sie ist einfach zu viel. Aus diesem Film hätte man vier Filme machen können. Wir haben eine nette Monstergeschichte, die mit Effekten der Marke “Ray Harryhausen” umgesetzt wurde, eine 80er Jahre Buddy/Cop- Standardstory, eine Gangstergeschichte und dann noch dazu ein Thriller mit mythischem Background. Wie kann man auf die Idee kommen so viel in einen einzigen Film zu packen? Aber das größte Problem ist, dass Cohen am Ende auch noch versucht all diese Handlungsstränge zu einem sinnvollen Ende zusammen zu knüpfen. Ich muss ehrlich sagen: Er versagt! Am Ende wusste ich überhaupt nicht mehr was los ist, wer wer ist und wieso das ganze gerade so passiert, wie es passiert. Ich würde liebend gerne an dieser Stelle eine Zusammenfassung des Inhalts liefern, aber ich kann es nicht, weil ich nicht mit Sicherheit sagen kann, worum genau es in dem Film ging. Sicher ist nur, es gibt ein altes aztekisches (?) Monster, das Chicago(?) bedroht und der (fast) junge David Carradine soll dieses zur Strecke bringen. Die Umsetzung dieser Stories erscheint aber wie ein fehlgedrucktes Buch, in dem immer wieder zwei Seiten überlappend auf eine einzige gedruckt wurden.

Ein Film mit dem Prädikat “Viel hilft nicht immer viel!”


Platz 2 “Bone Eater” (2008, Cinetel Films, Jim Wynorski)

Hey, waren die Computeranimationen in mainstream Spielen der End-90er Jahre nicht großartig? Es war wirklich dringend nötig, dass endlich jemand einen Film auf Basis dieser bahnbrechenden Technologie macht, selbst wenn dies erst 2008 geschah. Aber wie sollte man an dieses Projekt herantreten? Ganz einfach: Man nehme Hauptdarsteller, die auf erschütternde Art und Weise bekannten Schauspielern ähneln, (Ich schwöre, ich sah den unehelichen Sohn von Kevin James und Mel Gibson in diesem Film!) baue eine Indianergeistgeschichte, die an Einfallslosigkeit nicht mehr zu toppen ist, um diese Charaktere herum und animiere letztlich ALLE Action- und Monsterszenen mit der Grafikengine von Half Life 1. Die Handlung ist so dünn, dass man sie schon als magersüchtig bezeichnen könnte. Ein alter Indianerfriedhof wird von einer profitgierigen Firma zerstört. Daraufhin erscheint ein böser Geist und mordet fröhlich vor sich her. Am Ende ist alles natürlich wieder gut. Dieser Film bietet einfach überhaupt Nichts! Es ist weniger Zeitverschwendung 90 Minuten lang ein leeres Blatt Papier an zu starren, als sich diesen Dreck zuzumuten.

Ein Film mit dem Prädikat “So gut- wie ein Werbebonbon der Sparkasse”

Platz 1 “Strippers vs. Zombies” (2008, In the Dark Entertainment, Jason Murphy)

“Strippers vs Zombies” ist eindeutig die Krönung der Unzumutbarkeit! 31 stolze Minuten haben mein Kumpel und ich es geschafft, dieses intellektuelle totale Organversagen zu ertragen. Worum es in diesem Film geht? Ich habe keine genaue Ahnung. Offenbar hat mal wieder jemand ein Supercrack erfunden, das diesmal allerdings die Leute nicht platzen lässt, sondern in Zombies verwandelt. Dies passiert in einem Stripschuppen und schon ist das Drama gestrickt. Ehrlich gesagt, ich habe Amateurfilme von Freunden gesehen, die besser umgesetzt waren als diese auf DVD gepresste Abtreibung menschlicher Intelligenz. Die Bildqualität, sowie die Kulissen dieses Filmes sind schlechter als die der meisten Pornos und die Dialoge sind ähnlich schmerzhaft wie Trampolinspringen mit zehn eingewachsenen Fußnägeln. Ich bewundere jeden Menschen, der diesen Film bis zum Ende angeschaut hat, für seine Fähigkeit Schmerzen zu ignorieren und den Verstand gänzlich aus dem Körper fahren zu lassen. Meiner Meinung nach ist dieser Film das Schlechteste was ich in meinem nicht mehr ganz jungen Leben zu Gesicht bekommen habe. Unerträglich doof, unfassbar schlecht umgesetzt und unbeschreiblich minderwertig produziert, setzt dieser Streifen neue Maßstäbe im Bereich filmischer Durchfallerkrankungen.

Ein Film mit dem Prädikat “Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie bitte ihren Arzt oder Apotheker”

Sind die hier genannten Filme schlechte Filme?

Nein, sie sind der Bodensatz der schlechten Filme!

Werde ich sie mir noch einmal anschauen?

Muss ich diese Frage überhaupt beantworten?

admin on März 2nd, 2010 | File Under Reviews | No Comments -

B-Videogames Part 03 “Zombie Driver″ (2009, Exor Studios)


Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Also kommen wir heute zum dritten und letzten Teil meines kleinen Abstechers in die Welt der Casual- und B-Games. Ich muss sagen, es hat mir viel Spaß gemacht, mir haufenweise B- und Casual-Games anzuschauen und ich habe viele sehr merkwürdige Titel entdeckt. Zu “Alien Shooter 2″ möchte ich hier noch anmerken, dass ich mir dann doch noch den ersten Teil angeschaut habe und dieser ist wesentlich besser. Keine Ahnung warum “Sigma Team” die Fortsetzung so elend versaut hat. Ebenfalls sehr positiv ist mir ein Spiel namens “Mein kleiner Bauernhof 2 ” aufgefallen. Ich denke allerdings, dass dieses Spiel eventuell nicht ganz dem Geist des Blogs gerecht wird und verzichte deshalb auf eine Review. Kommen wir also zu unserem heutigen Star “Zombie Driver“.

“Zombie Driver” wurde 2009 von “Exor Studios” veröffentlicht und erscheint auf den ersten Blick wie ein früher GTA-Klon in halbwegs moderner Grafik.

Freundlicherweise verzichten “Exor Studios” gänzlich auf eine zusammenhängende Story oder ein Introvideo, was es mir sehr leicht macht die Handlung zusammen zu fassen.

Man rast durch eine zombieverseuchte Stadt von Punkt A zu Punkt B um Überlebende der Zombieapocalypse einzusammeln. Dabei mäht man Unmengen von Zombies nieder, die in herrlich satten Rottönen zerplatzen, zerfetzen und Flecken auf der Fahrbahn hinterlassen. Ein großer Spaß für Jung und Alt könnte man also behaupten.

Das Gameplay ist auch nicht das schlechteste. Die Steuerung der Autos ist gut umgesetzt und die Grafik ist vollkommen in Ordnung für ein Spiel solchen Kalibers. Man beginnt mit einem relativ schwachen Taxi und mit jedem Level wird die Möglichkeit geboten Upgrades für die Fahrzeuge zu kaufen. Hier und da wird dem Spieler auch ein fortschrittlicheres Fahrzeug zur Verfügung gestellt. Geld verdient man indem man möglichst viele Zombies überfährt und dies am Besten in Combos bewerkstelligt, die Sidequests erledigt und so viele Survivors wie möglich rettet. Die Sidequests sind allerdings leider ziemlich dümmlich gehalten und beschränken sich fast immer darauf an einem bestimmten Ort der Karte einen riesen Haufen Zombies platt zu machen.

Das Dumme ist nur, man hat keinen Mapscreen. Den einzigen Anhaltspunkt wohin man muss, liefern Markierungen am Bildschirmrand, auf die man zu rast. Ich denke, vor 15 Jahren wäre das Ok gewesen, aber ist es denn wirklich zu viel in einem modernen Game eine Karte einzubauen? Im Laufe des Spiels kann man seine Fahrzeuge auch mit einer Reihe von Sonderwaffen ausstatten. Im ersten Moment dachte ich, dass dieses Feature wirklich eine feine Sache sei und man dann eine schöne Stand-MG auf dem Autodach, einen Flammenwerfer, Nitro im Tank, Raketen und einen Plasmawerfer zur Verfügung gestellt bekommt. Leider ist die Munition für diese Waffen allerdings mehr als knapp. Außerdem kann man immer nur maximal eine Waffe benutzen, was totaler Stuss ist. Warum kann ich kein Nitro in den Tank schütten UND eine MG benutzen UND an der Motorhaube noch einen Flammenwerfer anbringen und dann bequem mit dem Mausrad die Waffen wechseln?

Obendrein muss man die Waffen dann auch noch irgendwo auf der Karte suchen und einsammeln. (Ja ganz recht, OBWOHL man das Upgrade gekauft hat. Offenbar verleiht einem dies nur die Fähigkeit die entsprechenden Waffen zu finden.) Die Suche ist relativ witzlos, da man ja die Survivors retten will und somit in konstanter Zeitnot ist, mit jedem Meter den man fährt Horden von Zombies auf den Spieler einprügeln und ohne Karte eine Suche ohnehin müßig ist. Es bleiben also nur noch die verschiedenen Upgrades für die Karren, um die Spielsituation zu Gunsten des Spielers zu beeinflussen, aber auch hier, genau wie bei “Alien Shooter 2″, ist fast kein Vorteil spürbar, egal wie weit man aufrüstet. (Nach drei Stufen ist ohnehin Schluss!)

Vergessen wir also das Aufrüsten und wenden uns dem Spiel an sich zu. Wenn man versucht die Sidequests zu machen und gerade am Anfang des Spiels ein wenig das “Cruisen” in der Stadt übt, dabei Zombiehorden zu Klump fährt und das vereinzelt herum liegende Geld einsammelt, bietet das Spiel bereits ab Level 3 keinerlei Herausforderung mehr. In wenigen Minuten hat man die “Unbesiegbarkeitstaktik” durchschaut und das Spiel schafft es auch bis zum Ende nicht, dieser Taktik etwas entgegenzusetzen. (Ich verrate die Taktik hier bewusst nicht!) Zu alten NES Zeiten hätten wir das wahrscheinlich als Fehler in der Spielmechanik gewertet. Ansonsten bleibt nicht viel zu sagen. Man fährt, man überfährt und man sammelt ein. Das war es dann auch schon.

Immerhin muss man dem Spiel lassen, dass der Blut- und Gewaltfaktor wirklich ordentlich ist und es somit doch Lust auf mehr macht. Schade nur, dass niemals wirklich “mehr” passiert. Ich denke, das Spiel hat durchaus gewisses Potential, aber die Umsetzung war ein totaler Schuss in den Ofen.

Ist “Zombie Driver” ein schlechtes Spiel?

Seufz, leider ja!

Werde ich es noch einmal spielen?

Seufz, leider nein!

Zu Part 01 “Alien Shooter 2″!
Zu Part 02 “Plants vs. Zombies”!

admin on März 1st, 2010 | File Under Reviews | No Comments -