Masters of the Universe (1987,Gary Goddard, Cannon) By “da Maze”

Bevor ich beginne, dieses Review zu schreiben, zunächst ein kurzes Brainstorming. Das kennt man ja aus der Schule (oder spätestens aus der Uni, wenn man zuvor eine derart qualifizierte Bildungsanstalt besuchen durfte wie ich): Assoziationen, Erwartungen und Fragmente von Erinnerungen werden dem unvorbereiteten Unterbewusstsein entlockt… alles geht, nichts muss… nur raus damit aufs wehrlose Papier:

Dunkelheit, Licht, Eternia, Masters of the Universe, He-Man, Skeletor, Man at Arms, goldene Kindheitserinnerungen, Castle Greyskull, alte Helden … billige Plastikfiguren, karges Taschengeld, die Cannon Group, Dolph Lundgren, Muskelfilmwochen, Schmerzen, Brechreiz, Hirnblutungen, Schlaganfall, Rollstuhl, Koma, Tod.

Irgendwo zwischen diesen Polen sollte sich etwas Wahrheit über den mir vorliegenden „Film“ finden lassen. Lange ist es her, dass ich den Streifen sah, ich tippe auf 20 Jahre. Überhaupt nicht lange ist es hingegen her, dass mich die Cannon Group einer schönen Kindheitserinnerung beraubte. Die Cannon Group, ihres Zeichens berüchtigter Lieferant drittklassiger Action-Filme, katapultierte sich laut Internetquellen mit diesem Film selbst in die Insolvenz und das, obwohl es praktisch gar kein Budget gab. Sogar die Requisiten und Kulissen des Filmes stammten aus Restbeständen von Bladerunner & Ghost Busters. Sisyphos hätte über diese gesamtwirtschaftliche Glanzleistung Tränen gelacht, davon bin ich überzeugt! Wo kein Geld, da kein Schauspieler und deswegen dürfen wir heute nicht Sly Stallone in der Rolle des He-Man bewundern, sondern Dolph Lundgren. Dieser wiederum bezeichnete den Film im Nachhinein als den Tiefpunkt seiner Karriere. Na prost Mahlzeit! Manchmal frage ich mich, warum ich mir das hier antue?

Aber gut, ich sah den „American Fighter“ sterben und überlebte die „Feuerwalze“, also werde ich auch „Masters of the Universe“ bezwingen. Mal ernsthaft, ich habe schon Schlimmeres durchgestanden – und damit meine ich nicht den Schnitt mit der Rasierklinge in die Brustwarze!

Bei der Macht von Greyskull, bitte gib mir Mut, Kraft und einen stabilen Verdauungstrakt…

Phase 1: Ich nehme vor dem Spiegel Aufstellung und sage zehn mal laut und deutlich „Ich werde dem folgenden Film neutral und wohl gesonnen gegenüber treten.“, dabei versuche ich zu lächeln. Ich ergänze zur Sicherheit lieber noch zehn mal „Ich habe nichts zu befürchten.“, mache es mir auf meiner Couch bequem, starte die DVD und stürze mich ins Fernsehvergnügen. Nach 6:42 Minuten muss ich zum ersten Mal abbrechen. Ich sah eine fremde Welt – Eternia – weite Landschaften, entfernt an den Grand Canyon erinnernd, darüber ein fremdartiger Nachthimmel. Castle Greyskull, Sturmtruppen, futuristische Maschinengewehre, Krieg, …

Moment, Sturmtruppen???

Ich sehe näher hin und tatsächlich, die Schergen Skeletors ™, welche ich unschwer anhand der schwarzen Farbe identifizieren kann, erinnern frappierend an Darth Vader und seine imperialen Jungs. Na ja, es waren eben die 80er und über Geschmack lässt sich streiten. Es folgt unvermittelt der Auftritt des bösen Buben “himself“ in seinem Palast der Geschmacklosigkeiten. Zwei dutzend martialische Sprüche später ist das Setting geklärt, es geht mal wieder um die Wurst, äh, Welt… pardon. Die völlig selig bekifft wirkende Zauberin, welche im Film auf den wundervollen und höchst originellen Namen “Zauberin“ hört, ist die Herrin von Greyskull und zum Entsetzen des unbedarften Zuschauers Skeletors ™ Gefangene. Trotzdem scheint ihr die Sonne dermaßen aus dem Arsch, dass der Herr des Bösen ihr erst einmal einen voll krass magischen Dämpfer verpassen muss. Ihre Reaktion darauf lässt zunächst einen Spontanorgasmus vermuten, doch schläft sie unvermittelt ein und man erfährt später, dass sie von nun an in einem magischen Kraftfeld gefangen ist. Die Szene in Kombination mit den Kulissen lässt mich das erste mal an psychoaktive Substanzen denken.

Als Nächstes sehen wir He-Man ™ in heroischer Pose auf einer Klippe stehen. Na ja, eigentlich ist es nur Dolph. Den fand ich sogar als Kind schon scheisse, während all die Chucks, Michaels, Jean-Claudes und Stevens noch das Prädikat „Helden“ in meinem naiven Kopf trugen. Aber gut, ich wollte fair bleiben. Wenigstens ist sein Outfit von vergleichbarer Qualität wie das von Skeletor (von vergleichbar schlechter, aber das lassen wir mal unter den Tisch fallen). Unvermittelt folgt der erste Kampf unseres Helden gegen die Schergen des Bösen. Sogar Man at Arms ™ und seine Ziehtochter Teela ™, ihres Zeichens ein Klon der Zauberin von Greyskull (fragen Sie nicht…), sind mit von der Partie! Spaceballs! Sturmtruppen!! Lasergewehrfeuer! Kampfstern Galactica!! Assoziationen wirbeln in meinem Kopf umher. Irgend etwas stimmt hier nicht. Spüre wie Fähigkeit zu Sprache nachlässt. Was ist das da im Netz, wo Böse verschleppen wollten? Gnom aus irischer Mythologie? Lepraschaum? Unvermittelt kommt es mir in den Sinn, dass möglicherweise jemand den Roman Illuminatus gelesen und in die Tat umgesetzt hat. LSD im Grundwasser ist definitiv kein Scherz, also Finger weg, liebe Kinder! Vorsorglich kippe ich mein Wasserglas in den Ausguss und lege mich ins Bett. Die über den Kopf gezogene Decke vermittelt einen Hauch von Sicherheit, dann schlafe ich völlig überreizt ein.

Phase 2: Als ich nach mehreren Stunden erwache, geht es mir eigentlich wieder recht gut. Ich murmele testweise einige Worte und bin erfreut darüber, scheinbar mein Sprachvermögen zurück erlangt zu haben. Ziemlich genau 20 Sekunden lang hält dieser Zustand an, dann erscheint unvermittelt wieder der Gnom vor meinem inneren Auge. Stöhnend taste ich nach der Fernbedienung, denn es muss eine Erklärung für die voran gegangenen Geschehnisse auf dem Bildschirm geben. Mit dem unermüdlichen Ansporn eines Proktologen bei der Arbeit dringe ich also tiefer in die krude Handlung ein und zu meiner Erleichterung nehme ich in den nächsten Minuten tatsächlich die Grundzüge einer solchen zur Kenntnis. Der Gnom ist kein Leprechaun, sondern „Gwyldor von Tenor, Schlüsselschmied und Erfinder“ – [insert random flaming]! Die kleine, nervtötende Plastikvisage hat zum Leidwesen aller Beteiligten einen kosmischen Schlüssel erfunden, mit dem sich jeder beliebige Ort des Universums zu jeder beliebigen Zeit erreichen lässt und zwar auf Basis der Berechnung gavatonischer (?) Töne.

Haben sie auch schon wieder dieses stechende Gefühl im Hinterkopf, liebe Leser?

Langer Rede schwacher Sinn: Skeletor hat seinen Truppen mit Hilfe des Schlüssels einen Zugang zu Castle Greyskull verschafft und die Zauberin namens Zauberin gefangen genommen. Zum Glück für He-Man ™ jedoch besitzt der Gnom einen zweites Exemplar, mit dem die Helden flugs in die Festung reisen, um die magisch begabte Lady zu befreien. Es kommt wie es kommen muss, Skeletor taucht auf, bevor die Gefangene befreit werden kann und He-Man and Friends ™ müssen mitsamt dem beschädigten Schlüssel an einen zufällig gewählten Ort im Universum fliehen, um nicht selbst in Gefangenschaft zu geraten.

Liebe Leser, bitte halten Sie sich an dieser Stelle fest für den großen, sensationellen, grenzenlos genialen Coup der Drehbuchautoren. Vergessen Sie „Lost“. Vergessen sie jede überraschende oder vermeintlich geniale Wendung irgend eines Films, der Sie jemals beeindruckt hat: die Helden landen im Jahre 1987 (!) in den Vereinigten Staaten von Amerika (!!).

Ich lasse an dieser Stelle etwas Raum, damit dieser bahnbrechende Einfall seine ganze Wirkung entfalten kann (Zusammenhänge zwischen dieser überraschenden Wendung und dem zur Verfügung stehenden Budget des Films drängen sich an dieser Stelle übrigens nur zufällig auf und wer etwas anderes behauptet, lügt). Kehren Sie also in Ruhe ihren Blick nach Innen. Beten Sie. Meditieren Sie. Danken Sie dem Schöpfer (oder woran auch immer sie glauben) für dieses wundervolle, unvergleichliche Werk von barocker Schönheit.

Mal ernsthaft: dieser Streifen hat den Cannon Leuten den Gar aus gemacht? Das könnte man meiner Meinung nach fast als Gottesbeweis durchgehen lassen!

Phase 3: Man ist also auf der Erde. Nun gut. Lassen wir uns drauf ein. Überraschenderweise ist diese Passage nicht nur die längste, sondern auch „unterhaltsamste“ des Films. Der „erste Kontakt“ mit einer außerirdischen Lebensform (einer Kuh) und diverse Konflikte mit deren Gebräuchen sind zwar trashig, aber tun nicht wirklich weh. Manchmal hab ich wohl sogar geschmunzelt. Zusammenfassend kann ich berichten, dass Skeletor weitere urheberrechtliche geschützte Actionfiguren durch Raum und Zeit entsendet, um He-Man und den Schlüssel zurück zu bringen. Letzterer ist dummerweise in die Hände zweier amerikanischer Teenager gefallen (die aus „Friends“ bekannte Courtney Cox begeht hier eine Jugendsünde). Das Teenager-Männchen hält den Schlüssel in einem Anflug geistiger Totalfinsternis zunächst für einen dieser neuen japanischen Synthesizer und klimpert munter darauf herum, was Skeletor wiederum eine Peilung des kosmischen Geräts ermöglicht. Skeletors Monster jagen nun Teenager, He-Man taucht auf und vermöbelt Monster, Teenager-Weibchen frohlockt, Skeletor zürnt, mehr Monster und mehr Vermöbeln folgen – Stop!

Verdammt, es geht schon wieder los. Ich reiße mich zusammen, versprochen!

Also: es beginnt ein Katz- und Maus-Spiel zwischen He-Man und Skeletors Schergen, an deren Ende unser Held dank des reparierten Schlüssels mitsamt den beiden Teenagern nach Greyskull zurück kehren kann. Dort kommt es zum Showdown, an dessen Ende das Gute triumphiert. Alle sind glücklich mit Ausnahme von Skeletor. Ende. Danke.

Ich bitte an dieser Stelle um Verständnis, denn ich weigere mich auf weitere Details des Films einzugehen. Die Tricktechnik, das schauspielerische Vermögen, die Qualität des Plots oder die Ansammlung von Logikfehlern sind letztendlich auch allesamt unerheblich. Es ist das Gesamtkunstwerk, welches zählt. Kommen wir daher umgehend zum Fazit. (Und wer behauptet, ich würde mich hier nur aus der Affäre ziehen, um zum Ende zu kommen, lügt selbstverständlich schamlos).

Ist Masters of the Universe ein schlechter Film?

Er tat beim Anschauen weh wie keiner seiner Vorgänger. Ich denke, das bedeutet ja.

Werde ich ihn mir noch einmal anschauen?

Papercuts, Wassertropfenfolter, Wasabi im Auge… bitte lasst mich eine dieser gnädigen Freizeitaktivitäten auswählen, doch zwingt mich nicht, mir Masters of the Universe noch einmal anzuschauen! Bitte!

Zum Hintergrund!
Zu “Die Barbaren”!
Zu “Sindbad – Herr der sieben Meere”!
Zu “Herkules in New York”

admin on Juli 20th, 2010 | File Under Reviews | 2 Comments -

End of the line (2007, Maurice Deveraux, Maurice Deveraux Productions)

Eigentlich sollte an dieser Stelle ja eine Review des Monumentalfilms “Hollywood Chainsaw Hookers“ erscheinen, aus aktuellem Anlass möchte ich aber des Zeitplan etwas abändern und zuerst die Besprechung eines etwas moderneren Films voran schicken.

Nach einer langen Zeit der Abstinenz habe ich gestern Abend mal wieder einen Film der Kategorie “Horror“ gesehen. Der kanadische Film “End of the line“ von 2007 versprach gruselige 95 Minuten, die Handlung klang sehr ansprechend und unterm Strich waren die Kritiken auch gar nicht mal so übel. Was ich dann zu sehen bekam war aber leider eher ein Film aus der Kategorie „geistige Endstation“. Für B-Movie Verhältnisse war der Film hervorragend produziert, die Kameraführung angenehm, und die schauspielerischen Leistungen allesamt mittelmäßig, aber unterm Strich in Ordnung. Es ist das immer wiederkehrende Problem bei B-Movies, dass sehr selten alle Abteilungen eines Films mit adäquaten Köpfen besetzt werden. Ich vermute, dass es einfach ein pekuniäres Problem ist, welches in letzter Konsequenz zu derartigen Ausfällen auf Zelluloid führt, denn in „End of the line“ hat es einfach nicht mehr für ein gutes Script und einen talentierten Regisseur gereicht.

Die Zutaten dieses schwerverdaulichen Film-Menus klingen dabei gar nicht mal so übel. Wir haben das Ende der Welt, eine durchgeknallte Christensekte, U-Bahntunnel für eine beklemmende Stimmung und hektoliterweise Kunstblut. Würde man dies alles nun mit einer Priese Spannung und Originalität abschmecken, hätten wir doch ein hervorragendes Horror-Menu. Dummerweise schmeckte man hier allerdings mit Filmfehlern, geistiger Umnachtung, Ungereimtheiten und Unglaubwürdigkeit ab, was das ganze eher zu einem Horror Big Mac von Vorgestern vollendet. Aus diesem Grund würde ich schon allein für die Lektüre dieser Review empfehlen, Alka Seltzer griffbereit zu halten.

Der Film beginnt mit einigen malerischen Bildern eines U-Bahntunnels, während die Credits und eine Musik, die eine erstaunliche Ähnlichkeit zur Leitmelodie von „Der Pate“ aufweist, abgespult werden. In den ersten 10 Minuten Film erfahren wir, wer unsere Hauptdarstellerin sein wird und das offenbar alle Menschen in diesem Film stark halluzinieren und deshalb gefahrlaufen sich vor fahrende U-Bahnen zu werfen. Karen, unsere Hauptdarstellerin, arbeitet offenbar als Krankenschwester in einem Irrenhaus und hat selbst ebenfalls schon einen mächtigen Dachschaden davongetragen, der sie von einer bluttriefenden psychotischen Episode in die nächste stürzt. Nachdem sich eine ihrer Patienten erfolgreich vor eine U-Bahn wirft, sich die Emotionen zu einem schauspielerischen Fettbrand entwickeln und diverse Irre das Ende der Welt herbeifaseln, macht Karen endlich Feierabend und bricht auf gen U-Bahnschacht.
Dort angekommen wird sie von einem “Ich-säh-gerne-aus-wie-Quentin-Tarantino“ – Typ belästigt und Mike tritt auf, unser nächster Hauptdarsteller, der Karen von unseren “Tarantino-Ripp-off“ befreit.

Der Zug kommt an, alle steigen ein und der Regisseur entscheidet sich in den nächsten 20 Minuten Christopher Nolans Konzept der nicht linearen Handlungsstränge zu kopieren. Im Gegensatz zu “Memento“ ist “End of the line“ allerdings kein intelligentes, meisterhaftes Verwirrspiel mit “Aha-Effekt“, sondern viel mehr der gescheiterte, plumpe Versuch als solches zu wirken. Aus diesem Grund erspare ich mir die Beschreibung der Technik und fasse nur kurz die Handlung zusammen. Im Zug befindet sich eine geistig geforderte Christensekte, die von ihrem Anführer per SMS informiert wird, dass der jüngste Tag angebrochen ist und dass sie nun mit ihren Kreuz-Dolchen so viele Menschen wie möglich abstechen sollen, um diese zu erlösen. Klingt komisch, ist aber so. Es beginnt ein fröhliches Metzelspiel und am Ende verschanzen sich Karen. Mike und einige Überlebende, in einem Kontrollraum der U-Bahn. An diesem Punkt wäre dann auch Maurice Deverauxs Idee, ein B-Movie mit künstlerischen Anspruch zu erschaffen, kläglich gescheitert und abgehakt.

Die nun zusammengewürfelten Charaktere sind wirklich keiner weiteren Beschreibung oder Namensgebung wert. Aus diesem Grund erspare ich mir die DVD noch einmal anzuschalten und mir die unwichtigen Personen zu merken. Man beratschlagt nun im Kontrollraum was wohl zu tun sei. Manche glauben an die Apokalypse, manche nicht. Manche wollen fliehen, manche wollen bleiben. Das Fernsehen sendet nur noch Blut und einen durchgefeuerten Sektenboss, der weiter zu Mord und Totschlag aufruft. Nach gefühlten 3 Wochen ist die Entscheidung gefallen: Keiner weiß was los ist, manche bleiben im Kontrollraum und manche versuchen zu fliehen. (Um Himmelswillen!!! 20 Minuten Diskussion und am Ende resultiert es dann doch wieder in der Ausgangssituation!) Natürlich werden die im Kontrollraum zurück gebliebenen von den Sektenmitgliedern gefunden und abgeschlachtet. Hierbei kommt es zu einer sehr unschönen Szene, in der eine schwangere ermordet wird und ihr der Fötus aus dem Leib gerissen und in die sterbenden Arme gelegt wird. Diese Szene passt überhaupt nicht in den Film und ist unnötig grausam und blutrünstig. Die Sektenmitglieder sind zwar durchgeknallt, handeln aber im Namen Gottes und versuchen eigentlich die Menschen zu erlösen. Dieser Akt absoluter Grausamkeit passt also im Endeffekt überhaupt nicht zur Handlung und rückt den Film plötzlich in ein ganz anderes, ekliges Licht.
Derweil werden die Reihen der Fliehenden immer weiter ausgedünnt und unser “Tarantino-Look-Alike“ entpuppt sich als oberfieser Offizier der Sekte, der sogar auf deren abgedrehte Anarchoregeln pfeift und sein ganz persönliches Armageddon ausruft. Er wird dabei allerdings so übertrieben bösartig dargestellt, dass der Charakter jegliche Glaubwürdigkeit verliert und man für die Beschreibung der Figur ein neues Wort wie “Überunfreundfeinddämon“ erfinden müsste.

Und damit war es das dann auch an Handlung. Zum Ende hin sterben immer mehr Charaktere in mehr oder minder blutrünstigen Aktionen, bis letztlich nur noch Karen am leben ist und im direkten Kampf, Mann gegen Krankenschwester, Tarantinos unehelichen kleinen Bruder abmurkst.
Dummerweise ist aber wirklich Armageddon und aus den herumliegenden Leichen schlüpfen aus unerfindlichen Gründen plötzlich kleine blaue Kobolde, die dann auch Karen fertig machen. Klappe zu, alle tot, habe fertig – Danke!

Was bleibt zu sagen über „End of the line“? Eigentlich nicht mehr viel. Das äußere Erscheinungsbild des Films ist gut. Und das war’s auch. Gute Bildqualität, angenehme Kameraführung, mittelmäßige Schauspielkunst, und jede menge Gore können leider nicht über das miese Drehbuch und die schlechte Regie hinwegtäuschen. Die Story ist unglaubwürdig, entwickelt sich schlecht und in stümperhafter Regie umgesetzt. Auf Filmfehler bin ich in dieser Review noch nicht einmal eingegangen, da dies den Rahmen gesprengt hätte. Außerdem möchte ich nicht dieses „Häh!?-Gefühl“ im Überraschungsmoment verderben, für den Fall, dass sich der ein oder andere durch meine Review berufen sieht sich diesen Film anzutun.

Ist „End of the line“ ein schlechter Film?

Das kann man wohl so sagen, ja.

Werde ich ihn mir nochmal ansehen.

Ganz sicher nicht in diesem Leben.

admin on Juli 15th, 2010 | File Under Reviews | No Comments -

Alt gegen neu : “Dawn of the Dead”*

Remakes sind ja seit einigen Jahren wieder eine beliebte Möglichkeit, Einfallslosigkeit zu Geld zu machen. 2004 hat mich allerdings fast der Schlag getroffen, als ich erfuhr, dass ein Remake des großen “Dawn of the Dead” in die Kinos kommen sollte. Ich freute mich sehr, dass Romero sein Meisterwerk nochmal neu auflegen wollte und die Möglichkeit bestand, diesen Film noch legal und frei überall zu erwerben. Leider stellte sich heraus, dass Romero mit diesem Streifen nichts zu tun haben würde und ein Regisseur namens Zack Snyder die Verantwortung für diesen Film tragen sollte. Mir war bis dato dieser Name gänzlich unbekannt aber ich war gewillt dem Film eine Chance zu geben. Viel kann man ja mit einer Neuverfilmung des großen “Dawn of the Dead” nicht falsch machen und der Film wurde auch, wie erwartet ein kommerzieller Erfolg und verhalf Zack Snyder zu internationaler Bekanntheit.

Nun, sechs Jahre nach Veröffentlichung dieses Filmes ist es wohl an der Zeit, dass dieser mal auf Herz und Nieren geprüft und direkt mit der großen Vorlage verglichen wird. Und wo könnte das besser geschehen als hier, am Rand des Wahnsinns? Um diesen Vergleich machen zu können, habe ich mir extra eine “cut” und “ab 16″ Version des großen Klassikers besorgt, um hier auch unbeschwert über diesen Film sprechen zu können und keinerlei Risiken einzugehen.

Zunächst möchte ich kurz auf die Rahmenstory der beiden Filme eingehen. “Dawn of the dead” war die Fortsetzung von Romeros “Night of the living Dead”, welcher als erster Film des Zombie- Horror – Survival – Genres zuzuordnen ist und 1968 in die Kinos kam. “Dawn of the Dead” erzählt in beiden Versionen die Geschichte von einer Hand voll Überlebenden der Zombieapokalypse, die sich in einem Einkaufszentrum abschotten. In Romeros Version genießen die Protagonisten lange Zeit die Annehmlichkeiten des Lebens, bis eine Rockergang in das Kaufhaus einbricht, somit die Zombies herein lässt und die Überlebenden fliehen müssen. In Snyders Version brechen die Überlebenden irgendwann von allein auf, da sie hoffen auf einer Insel zu flüchten und so den Zombies zu entkommen.

1. Weibliche Hauptdarsteller

In Romeros Version haben wir nur eine einzige weibliche Hauptdarstellerin, die obendrein auch noch eine Schwangere darstellt. Sie ist blond, relativ unfähig, mittelerträglich und bringt den Film nicht unbedingt weiter, hält ihn aber auch nicht auf. Die Schwangerschaft spielt im Film keine wirkliche Rolle und somit hätte Romero auf dieses Feature auch gut verzichten können. Ihr Charakter ist sehr eindimensional gehalten und man betrachtet sie eher als minder wichtige Ergänzung zu den starken männlichen Hauptrollen.

Snyder fährt im Gegensatz dazu gleich zwei weibliche Charaktere auf und erhebt eine von Beiden sogar zur absoluten Hauptrolle des Films, was dem Film ehrlich gesagt zu Gute kommt. Die Rolle der “Ana” ist eine wichtige und tragende Rolle im Film. Sie ergänzt die harten, brutalen männlichen Charaktere perfekt und bietet sehr viele Identifikationspunkte für den Zuschauer. Die zweite weibliche Rolle ist dagegen eher unbedeutend. Zwar baut Snyder die Schwangerschaftsproblematik weiter aus als Romero, ergeht sich hier aber in einer frechen “Braindead”- Kopie, indem er ein Zombiebaby über die Leinwand krabbeln lässt. Mit viel Wohlwollen kann man das eventuell als Hommage an Peter Jacksons größtes B-Movie durchgehen lassen, es bleibt aber ein fader Nachgeschmack übrig.

Unterm Strich hat Zack Snyder trotz alledem die besser ausgearbeiteten weiblichen Rollen und somit geht der erste Punkt an das Remake.

2. Männliche Hauptdarsteller

Romeros Film weist insgesamt drei männliche Hauptdarsteller auf. Einen Verkehrsreporter namens Steve und zwei Polizisten namens Roger und Peter. Natürlich machen die beiden Polizisten keine Gefangenen und gehen Kompromisslos gegen die Untoten vor. Steve hingegen wird eher als unbeholfener Trottel dargestellt. Roger ist der jüngere der beiden Polizisten. Sein Charakter ist waghalsig, cool und rigoros angelegt und steht somit im direkten Kontrast zum ruhigen, vernünftigen und immer bedacht handelnden Peter. Das Zusammenspiel der drei Charaktere ist fabelhaft, da sie jeder für sich genommen im Film einzigartig sind und auch ganz deutlich gezeichnet wurden, ohne dabei zu eindimensional zu sein. Im Laufe des Films entwickeln sich die Charaktere nur noch wenig, der Zuschauer bekommt aber durchaus verschiedene Facetten der Hauptfiguren zu Gesicht.

In Zack Snyders Film ist es für mich schon unmöglich zu sagen, wer Hauptdarsteller ist und wer nicht. Man lernt einfach zuviele Charaktere im Film kennen. Im Grunde genommen ist es aber auch egal, da keiner vernünftig ausgearbeitet wurde. Ich fand keinen männlichen Charakter mit dem ich mich identifizieren wollte, oder mit dem ich mitfieberte. Auch hier haben wir ein relativ trotteliges Milchbrötchen und einen Polizisten im Fokus der Aufmerksamkeit. Der Polizist, der übrigens von Ving Rhames gespielt wird, der durch die Rolle des “Marcellus Wallace“ in “Pulp Fiction“ bekannt wurde, ist dermaßen eindimensional, kühl und abgebrüht das man schon nach wenigen Auftritten des Charakters keine Lust mehr hat, diesem zu zu schauen. Michael, unser Milchbrötchen, macht im Film die wundersame Entwicklung vom Trottel zum Helden durch (gähn) Und dann gibt es noch den Bösewicht vom Wachteam des Einkaufszentrums, der am Ende natürlich der Märtyrer mit großem Herz ist, und den egozentrischen Unsympathen, der ein extra fieses Ende findet. (doppel gähn)

Hier kann Snyder nicht mit Romeros Charakteren mithalten und der Punkt geht eindeutig an das Original.

3. Die Zombies

Das Herzstück eines jeden Zombiehorrors sind natürlich die Zombies.
Romeros Darstellung der Zombies in “Dawn of the dead” und zuvor “Night of the living dead” ist bekanntlich Pionierarbeit der Zombiekunst. Die Menschen sind bläulich geschminkt und bewegen sich langsam und steif. Zwar mag diese Art der Darstellung hier und da belustigend wirken, durch die Masse der Zombies und die Tatsache, dass sich einfach überall ein Zombie versteckt halten könnte, kommt allerdings trotzdem ein einzigartiges, konstantes Gefühl der Beklemmung und Bedrohung auf und man nimmt den Darstellern ab, dass sie wiedererweckte, tote Menschen spielen. Um Vielfältigkeit in den Zombieverkörperungen zu gewährleisten, benutze Romero damals wie heute keine Choreografie und überließ die Darstellung der Zombies jedem einzelnen Darsteller. Seine einzige Forderung ist, dass die Statisten erst den „inneren Zombie“ in sich finden sollten, der Rest kommt dann von alleine.

Zack Snyders Zombies hingegen sind blitzschnell und hysterisch. Ihr Verhalten ist komplett durchgeplant und jeder Zombie verhält sich gleich Sie sind laut, grell, aggressiv und der Tot gab ihnen offenbar übermenschliche Kräfte. Sie verursachen beim schauen nackte Angst und Panik. Ihr verhalten gleicht jedoch mehr dem eines Raubtieres als dem eines toten Menschens, der irgendwie noch lebt. Auf Grund der Fortgeschrittenen Tricktechnik sehen die Zombie natürlich in Zack Snyders Version wesentlich besser und verrotteter aus. Das Glück der späten Geburt soll aber hier kein Kriterium zur Bewertung der Filme sein.

Snyders Zombies überzeugen mich nicht. Romeros Darstellung lässt in mir ein einzigartiges Gefühl von konstanter Bedrohung aufkommen, wohingegen das Horror-Panik-Gefühl, dass Snyders Zombies verursachen, heute wie Konservenkost aus Hollywood erscheint und damals nach einer faden Kopie des zuvor erschienenen “ 28 Days later“ roch. Von Innovation kann also keine Rede sein.

4. Der Splatterfaktor

Splattereffekte sind natürlich in Zombiehorrorfilmen von ganz essenzieller Wichtigkeit. Ein Zombiefilm steht und fällt mit der Menge an Kunstblut, die er vergießt. Hier kann ich ohne Umschweife sofort den Punkt an Zack Snyders Version geben. Dieser Film ist einfach nur blutrünstig. Die Farbe und Konsistenz des Kunstbluts lassen keine Wünsche offen, Zombies werden auf alle möglichen und unmöglichen Arten abgemurkst und das Splatterherz schlägt im ¾ Takt. Romeros Gewaltdarstellungen wirken dagegen relativ harmlos und zahm. Natürlich gibt es in Romeros Version jede Menge Kopfschüsse, Menschenfresserei und Gemetzel, aber er kommt nicht an die bluttriefende Gewaltorgie, die Zack Snyder in seinem Film abfeiert an. Ich denke, dass Romero auch keinen Splatterfilm sondern einen Horrorfilm erschaffen wollte. Für meinen persönlichen Geschmack übertreibt es Snyder sogar. Er investiert zuviel Mühe in die Splattereffekte und verliert wichtige Aspekte der Story des Originals dabei völlig aus den Augen.

Aber wenn es um die reine Bewertung des Splatterfaktors geht, muss der Punkt ganz klar an die Version von 2004 gehen.

5. Storytelling

Die Geschichte von “Dawn of the Dead” ist relativ simpel gehalten. Trotzdem möchte sie professionell und kurzweilig erzählt werden, was beide Regisseure mit Stärken und Schwächen leisten. Romeros Art die Geschichte zu erzählen ist langsam und bedacht. Er ist detailverliebt und scheint manchmal zu übersehen, was nun wirklich noch wichtig für den Film ist und was schon unnötig und langweilig wird. Durch seine Erzählweise kann der Zuschauer sich zwar über eine lange Spielzeit des Films freuen, wünscht sich aber auch stellenweise einfach mehr Tempo, da der Film einzurosten droht.
Im Gegensatz dazu gibt Snyder viel zu viel Gas. Der Film rast so schnell daher, dass er schon wieder vorbei ist bevor man richtig mitbekommen hat, dass er begonnen hat. Gesellschaftskritik und ethische Problematiken werden gar nicht angeschnitten und jeglicher Tiefgang des Originals der modernen blutgierigen Effekthascherei geopfert. Es passt optimal zur Entwicklung des modernen Films. Mehr Action, mehr Effekte und weniger Handlung soll es sein bitte.
Für mich geht der Punkt hier ganz klar an das Original, auch wenn Romero manchmal den schmalen Grad zwischen einer ausführlichen Erzählung und Langeweile übertritt. Liefert er jedoch einen runden Film, der auf mehreren Ebenen überzeugen kann und nicht nur mit nackter Gewalt glänzt.

6. Filmmusik

Natürlich, haben die Herren von “Disturbed” in den späten 70ern noch keine Musik gemacht und es war für Romero somit schlichtweg unmöglich, “Down with the sickness” in seine Version einzubauen, trotz alledem ist die Wahl dieses Titels, einfach großartig. Auch „The Man Comes Around” von Jonny Cash überzeugt mich sehr viel mehr als die seltsame 70er Jahre Horror-Sci-Fi-Synthesizer-Dudelmusik, die Romero verwendet. Es mag in den 70ern modern und toll gewesen sein, ist heute aber nur noch schwer zu ertragen und ganz ehrlich gesagt glaube ich, dass ich es auch in den 70ern schon unerträglich gefunden hätte, wäre ich alt genug gewesen.

7. Gruselfaktor und Atmosphäre

Snyders Version ist nicht gruselig. “Snyder hat aus Dawn of the dead” einen hysterischen Splatterfilm gemacht, was nicht schlecht ist. Der Film hält einen konstant auf Alarmbereitschaft und ist dadurch sehr anstrengend und nervenaufreibend. Romeros Film hingegen überzeugt durch seine beklemmte, eingesperrte Atmosphäre und einen “Gruselthrill”, der an die alten Klassiker mit Boris Karloff und Bela Lugosi erinnert. Ich denke beide Arten der Umsetzung sind auf ihre Art und Weise gelungen, da ich mich aber hier entscheiden muss würde ich Romero den Vorzug geben, da er mit seiner Stimmung einfach meinen persönlichen Geschmack besser trifft.

Damit wären wir am Ende der Fahnenstange angekommen. Nach Punkten siegt Romeros Version knapp mit 4 zu 3. Ich denke es ist ein verdienter Sieg, alleine schon wenn man sich vor Augen führt, dass Romeros apokalyptische Zombievisionen dieses Genre überhaupt erst begründeten. Snyder hat ein vernünftiges Remake erschaffen, das zwar nicht ganz mit dem großen Vorbild mithalten kann, aber durchaus überzeugt und unter Freunden des gepflegten Metzelfilms zu Recht hohe Anerkennung geniest. Ich habe es ebenfalls sehr genossen Snyders Version damals, mit einigen Freunden und einigen kühlen Blonden, abzufeiern und hatte irgendwann einfach ausgeblendet, dass der Streifen auf dem großen Romero Klassiker basiert. Als eigenständiges Werk mit ähnlicher Thematik ist Snyders “Dawn of the Dead” eine großartige Abendunterhaltung und hat auf diesem Blog, dank mächtigem Budget und aufwändiger Produktion, eigentlich nichts zu suchen.

Ist Zack Snyders “Dawn of the Dead” ein schlechtes Remake?

Ich habe schon wesentlich schlechtere gesehen.

Werde ich ihn mir nochmal ansehen?

Absolut!

* “Dawn of the Dead”, 1978, Xrated, George A. Romero
“Dawn of the Dead”, 2004, Universal, Zack Snyder


Zu Diary of the Dead!

admin on Juni 10th, 2010 | File Under Reviews | No Comments -

Plan 9 from outer space (1959, Reynolds Pictures, Edward D. Wood Jr.)

Über Ed Wood und seine Filme kann man sicher geteilter Meinung sein. Die einen halten Ed für ein verkanntes Genie, die anderen für den wohl unbegabtesten Regisseur aller Zeiten. Ich tendiere auch eher dazu, ihn als verkanntes Genie zu sehen, spreche ihm aber auch eine bemerkenswerte und in diesem Ausmaß selten gesehene “Talentbefreitheit” nicht ab. Wenn man sich jedoch vor Augen führt, mit welchem Budget und in welcher Zeit Wood seine Filme realisiert hat, wirkt das Ergebnis gar nicht mal mehr so katastrophal, wie auf den ersten Blick. Die Streifen haben einen gewissen Charme und sind immerhin irgendwie bereits “Filme”. Andere Filmemacher hätten in dieser Zeit und mit vergleichbaren Auskommen eventuell ein bis zwei Szenen geschafft.

Trotz alledem sind Woods Filme doch nur schwer zu ertragen und selbst Bela Lugosi, der in Woods Filmen immer wieder erscheint, kann keine Klasse in Titel wie “The bride of the monster” oder “Glen or Glenda” bringen. Man fragt sich unweigerlich, wie es sein kann, dass Lugosi immer wieder seinen Namen für diese Machwerke hergegeben hat. War seine Drogensucht schon so weit fortgeschritten und war er wirklich so pleite? – Mit Sicherheit, aber wenn man Tim Burton glauben darf, verband Ed Wood mit Bela Lugosi zusätzlich eine seltsame Freundschaft, die zu großen Teilen auf Hochachtung Woods gegenüber Lugosi fußte.

Kommen wir nun zu dem Film, in dem Lugosi irgendwie doch und irgendwie aber auch nicht mitgespielt hat. “Plan 9 from outer space” der im Jahre 1959 erschienen ist weist in seiner Liste seltsamerweise Bela Lugosi als einen der Hauptdarsteller aus, verstarb jener jedoch bereits 1956. Wood hatte vor Lugosis Tod noch einige Aufnahmen gemacht und hielt es offenbar für eine gute Idee, diese in “Plan 9 from outer space” zu verarbeiten. Im Prinzip ist es ja eine legitime Praxis, Archivaufnahmen in Filmen zu verwenden. Selbst große Filmemacher wie Ray Harryhausen bedienten sich damals echter, allgemein zugänglicher Archivaufnahmen von Explosionen, exotischen Tieren, Raketen, Flugzeugen und vieler anderer Dinge deren Aufnahme in Eigenproduktion einfach zu aufwändig gewesen wären. Aber, nur knapp zwei Minuten Bildmaterial von Bela Lugosi zu besitzen, diesen zum Hauptdarsteller zu machen, in weiteren Szenen einfach eine völlig andere Person, die nicht im entferntesten aussieht wie Bela Lugosi, mit Umhang vor dem Gesicht zu zeigen, ist jedoch eine Meisterleistung, die nur Ed Wood vollbringen konnte.

Wenigstens stellt Lugosi im Film einen untoten alten Mann dar, wie passend!

Womit wir auch schon bei der Handlung dieses apokalyptisch schlecht umgesetzten Films angekommen wären:

Außerirdische wollen die Erde erobern, indem sie die Toten wieder zu neuem Leben erwecken. – Ende-

Die Handlung kann auch eigentlich vollkommen vernachlässigt werden. Es geht in diesem Film nicht darum der Story zu folgen oder irgendwie in das Geschehen einzutauchen, sondern viel mehr darum, die abstrakt groteske Art und Weise der Umsetzung zu bestaunen. Wann sieht man schon mal Archivbilder von Bela Lugosi, zusammengeschnitten mit Bildern von Vampira und einen Wrestler namens Tor Johnsons, die auf einem Pappfriedhof die schlechtesten Zombies aller Zeiten zum Besten geben? In diversen Szenen sieht man, wie Schauspieler die Grabsteine des Friedhofes über den Haufen rennen oder anderes Friedhofsinventar, mineralischen Ursprungs, fröhlich vor sich her wackelt. Nicht zu vergessen, die große Pappkiste, die eine Gruft darstellen soll und in der maximal eine viertel Person Platz hat, aber ich glaube fünf oder sechs Leuten Obdach bietet bei einer Beerdigung. Es erinnerte stark an diese winzigen Clownsautos, aus denen plötzlich zig maskierte Fröhlichheimer kriechen, nur dass “Plan 9″ nicht witzig gemeint ist.

Aber, sich über die Kulissen dieses Filmes zu ärgern ist wirklich müßig. Man erkennt ohnehin kaum, was das Gezeigte eigentlich darstellen soll.
Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die Sets des Films in einer kleinen Slideshow zusammen zu schneiden. Ich wünsche viel Spaß:

“Plan 9″ ist wirklich ein wunderbares Erlebnis,auch wenn man sich auf den ersten Blick wirklich fragt, was der Titel eigentlich mit dem Film zu tun hat. So nennt sogar Criswell in seinem legendären Monolog am Anfang des Filmes den Titel “Grave robbers from outer space” und eben nicht “Plan 9″. Irgendwie macht dieser Titel auch wesentlich mehr Sinn. Auf Drängen christlicher Finanziers musste Wood damals allerdings dann den Titel ändern und hat anscheinend vergessen, diesen im Anfangs Monolog auch abzuändern. Zumindest wird dann später im Film kurz und fadenscheinig erklärt warum es der neunte Plan ist. Die acht vorherigen gingen wohl in die Binsen und somit ist Plan 9 der ultimative Meisterplan der bösen Außerirdischen. Meiner Meinung nach ist dieser Kaffee zu dünn, um wirklich zu schmecken. Aber das stört bei diesem Machwerk eigentlich auch schon keinen mehr. Ebenso wenig wie es noch stört, dass Wood regelmäßig Tag und Nacht durcheinander bringt. Ehrlich gesagt, ohne Ed Wood und “Plan 9 from outer space” wäre mir noch nicht mal bewusst geworden, dass es ein Problem der Filmemacherei sein kann, Szenen so aneinander zu schneiden, dass sie zeitlich linear erscheinen.

Jeder hat auch sicher schon einmal in einem Film gesehen, dass sich die Umgebung von einer auf die nächste Szene plötzlich leicht verändert hat, weil irgend ein Azubi aus versehen zwischen den Szenen ein Glas O-Saft von rechts nach links geschoben hat, oder sich die Füllhöhe auf wundersame Weise im Glas veränderte oder oder oder… Bei “Plan 9″ erlebt dieses Phänomen eine völlig neue, nie für möglich erahnte Qualität. Ganze Möbelstücke wandern durch den Raum, verschwinden einfach oder tauchen aus dem Nichts auf. Dachte Ed Wood wirklich, dass das niemand merkt?

Was bleibt zu sagen über “Plan 9 from outer space”? Diesmal ist es wirklich schwierig, da der Film als hohes Kulturgut gilt, aber gnadenlos in allen Kategorien, die einen guten Film ausmachen versagt. Dramaturgisch, handwerklich und künstlerisch ist dieser Film einfach nur ein komplettes Desaster, macht in dieser Desaströsität jedoch eine wirklich unterhaltsame Figur. “Plan 9″ funktioniert irgendwie, auf seine ganz spezielle Art und Weise, hauptsächlich durch unfreiwilligen Witz und stümperhafte Umsetzung, aber er funktioniert. Ich habe mich tot gelacht, fremd geschämt und mir ungläubig die Augen gerieben, aber gelangweilt habe ich mich nicht eine Sekunde. Ich denke, in einer Klassiker-Filmnacht, mit Freunden und Bier, sollte “Plan 9″ als Rausschmeißer zur späten Stunde auf gar keinen Fall fehlen.

Ist “Plan 9 from outer Space ein schlechter Film”?

Vielleicht sogar der schlechteste…..

Werde ich ihn mir nochmal ansehen?

Da ich die Ed Wood – Box in pink besitze, wäre es doch dämlich ihn nicht nochmal anzusehen, oder?

admin on Mai 7th, 2010 | File Under Reviews | No Comments -

Barbarella (1968, Dino de Laurentiis Cinematografica, Roger Vadim)

Heute möchte ich mir die Zeit nehmen und einen großartigen Klassiker des B-Genre präsentieren. Einen Film, den man sich durchaus ansehen kann ohne sich 70 – 90 Minuten lang zu wünschen, es wäre bereits 70-90 Minuten später. Ich habe in der Vergangenheit mein Augenmerk eher auf neuere Filme geworfen, auf moderne B-Movies oder B-Movies der 80er Jahre. Ich denke, der Blog ist jetzt reif genug auch endlich mal einige Klassiker dieser wundervollen Stilrichtung vorzustellen. Also meine Freunde des Absurden, macht euch bereit für Jane Fondas 90minütige Strip- und Modenschau, die sich “Barbarella” nennt. Ich möchte vorweg schicken, dass ich den Film mit zwei weiteren Personen geschaut habe, wovon eine weiblich und eine männlich war. Es war interessant zu sehen, wie das Geschlecht der Zuschauer die Wahrnehmung des Films veränderte. Konnte die Zuschauerin der Handlung gut folgen und die Zusammenhänge des Films leicht erfassen, war es für uns Männer eher schwierig, dies zu bewerkstelligen. Allerdings konnten wir nach dem Film jedes Outfit von Jane Fonda im Detail beschreiben.

Da der Film weitestgehend bekannt sein dürfte, werde ich mich in der Zusammenfassung auf das Nötigste beschränken und anschließend einige Details des Films fokussieren.

Ich, für meinen Teil, denke, dass die Handlung “Barbarellas” gar nicht so übel ist. “Barbarella” erscheint als die beste Astronautin der Erde und wird von der Regierung gebeten, den verschollenen Wissenschaftler “Durand Durand” zu finden, da dieser plant eine Positronenkanone zu bauen. Mit dieser will er dann, wie soll es auch anders sein, die Herrschaft über das ganze Weltall an sich reißen. “Barbarella” macht sich also auf den Weg zu dem Planeten, auf dem “Durand Durand” vermutet wird, gerät dann allerdings in dessen elektrischen Strudel, der elegant mit einer Wunderkerze und einer grünen Folie vor der Kamera in Szene gesetzt wird, und stürzt ab. Sie wird von ausgesetzten Kindern gefangen genommen und einer ganzen Reihe “Chucky – Mörderpuppen” zum Fraß vorgesetzt. Natürlich wird sie von einem sehr stark behaarten Mann gerettet, dem sie sich zur Belohnung hingibt. (Na, diese Frau weiß sich noch ordentlich zu bedanken!) Der haarige Mann repariert ihr Raumschiff und empfiehlt “Barbarella” “Durand Durand” in “Soho”, der Hauptstadt des Planeten, zu suchen.

Dummerweise hat er den Antrieb des Raumschiffs “umgekehrt repariert” (O-Ton!!) und das Schiff bohrt sich nun durch den Planeten und erscheint in einem Labyrinth außerhalb “Sohos” auf der anderen Seite des Planeten. Hier trifft “Barbarella” einen blinden Engel namens “Pygar” und erfährt, dass im Labyrinth nur Ausgestoßene “Sohos” leben. Offenbar regiert “der große Tyrann” den Planeten und dieser duldet keine guten Wesen in der Stadt. Der Engel wurde geblendet und in das Labyrinth verbannt. Mittlerweile hat er sogar vergessen, wie man fliegt. Nun, wer hätte gedacht, dass die Heilung der Flugunfähigkeit ganz einfach zwischen Jane Fondas Schenkeln liegt. Nachdem sich “Barbarella”, mal wieder aus Dankbarkeit, auch dem Engel, in dessen Nest, (Jawohl Nest, Engel bauen Nester!) hingegeben hat, kann er wieder fliegen. (Großartig!) Als Erklärung, wieso in “Soho” nur böse Wesen erlaubt sind, wird der “Mathmos” angeführt. Der “Mathmos” scheint der Kern des Planeten zu sein, der aus komprimierter positiver elektrischer Energie besteht. (In Szene gesetzt durch graues Wasser) Der “Mathmos” ernährt sich von negativer Energie, die er wohl in “Soho” somit in Massen findet.

“Barbarella” wird letztlich von “Pygar” dem Engel nach “Soho” geflogen und dort ziemlich zügig gefangen genommen, weil sie es nicht mit dem “großen Tyrannen” treiben will. Dieser ist im Übrigen eine Frau mit einem Horn auf der Stirn, die sich “Barbarella” in Gestalt einer Bordsteinschwalbe anbietet. “Barbarella” wird also einem Haufen Wellensittiche als Vogelfutter vorgeworfen, kann aber mit Hilfe der Rebellen entkommen. Als Dank schläft sie mit dem Anführer und will bei der Rückeroberung “Sohos” helfen.

Wieder auf freiem Fuß, wird sie aber sofort vom bösen Adjutanten des Tyrannen gefangen genommen. Dieser will “Barbarella” mit seiner Superwaffe, genannt die “Lustorgel”, durch sexuelle Übererregung töten. Natürlich ist Jane Fonda aber so heiß, dass am Ende die “Lustorgel” Feuer fängt und den Geist aufgibt. (Wow!)

Es stellt sich heraus, dass dieser Adjutant “Durand Durand” ist, und “Barbarella” wird zusammen mit dem “großen Tyrannen” in eine Kammer mit unsichtbaren Wänden eingesperrt. Dummerweise wusste “Durand Durand” nicht, dass in dieser Kammer quasi auch ein Selbstzerstörungsknopf für den “Mathmos” installiert ist. (Ist klar! Ausgerechnet, so ein Zufall….Unfassbar) Alles wird zerstört und “Pygar” fliegt mit “Barbarella” und dem “großen Tyrannen” im Arm, mehr als zufrieden grinsend, (wie könnte man es ihm verdenken?) durchs All.
Der Film endet.

“Barbarella” ist ein witziger Film mit zwar billigen aber hübschen Effekten und Sets. Sich also über diese lustig zu machen, ist müßig. Natürlich kann der Film nicht mit heutigen Effekten mithalten, da er von 1968 ist und obendrein noch ein B-Movie. Alles ist allerdings wirklich liebevoll gebaut und umgesetzt worden und man kann durchaus von einem charmanten Design sprechen. Warum allerdings “Barbarellas“ Raumschiff wie eine Trillerpfeife aussieht, die obendrein ganz eindeutig aus Holz gebaut wurde, in “Soho” überall Luftpolsterkissen herumliegen und Wellensittiche plötzlich menschenfressende Killervögel sind, bleibt mir unklar. Wie man auf Wikipedia nachlesen kann, war an den Spezialeffekten ein späterer namhafter Hersteller von Lavalampen beteiligt und hätte ich dies nicht gelesen, hätte ich es sicher bereits vermutet. Die Omnipräsenz der Lavalampentechnik, insbesondere gegen Ende des Films, sieht wirklich sehr gut aus, wirkt aber in der Tat fast schon wie ein Werbefilm der Lavalampenindustrie.

Jane Fonda wechselt im Film an die zehn Mal ihr Outfit, wobei man maximal sechs Mal sieht, dass sie es auch in der Tat tut. Wo die restlichen Outfits herkommen, wann sie sie anzieht und wo die alten hin verschwinden, hält man nicht unbedingt für erklärungswürdig. (Warum auch?) Die Outfits sind immer hauteng, extrem sexy und lassen an den entscheidenden Stellen keinerlei Raum für Fantasie. Schon zu Beginn des Films wird dem männlichen Zuschauer der erste, jemals gedrehte, Strip in vollkommener Schwerelosigkeit präsentiert. Über den kompletten Vorspann dürfen wir bewundern, wie Jane Fonda sich schwerelos aus ihrem Raumanzug schält, bis sie sich vollkommen nackt im Raum umher dreht. (Bereits hier hatte der Film mich und meinen Kumpel für sich gewonnen) Auch im weiteren Verlauf des Films steht der Körper Jane Fondas konstant im Vordergrund und wird mit sehr guten Kameraeinstellungen perfekt in Szene gesetzt, so dass es wirklich kompliziert wird sich primär auf die Geschichte, die der Film erzählt, zu konzentrieren.

Der Film serviert dem Zuschauer eine gehörige Portion Humor, wobei oftmals unklar bleibt, ob dies gewollt oder ungewollt ist. Sicher ist allerdings, dass die vertrottelte Darstellung der Rebellen und deren Anführers mehr als einmal für einen herzhaften Lacher beim Schauen sorgte. Auch die naive Art “Barbarellas” ist durchaus unterhaltsam und gibt dem Film einen gewissen satirischen Charakter, der ihm, nebenbei bemerkt, sehr gut zu Gesicht steht.

Interessant fand ich auch, wie oft “Barbarella” in modernen Filmen zitiert oder gar kopiert wird. Neben den allseits bekannten Zitaten, die man an jeder Ecke im Internet findet, ist mir insbesondere aufgefallen, dass das ganze Regierungskonzept der Erde in “Demolition Man” wiederverwertet wurde. Natürlich ist alles ein wenig anders in “Barbarella”, aber das Grundprinzip ist das selbe. “Sanfte Grüße” wurde durch “Sieg der Liebe” ersetzt und die “Sexhelme” aus “Demolition Man” gibt es in “Barbarella” in handlicher Pillenform.

Alles in Allem wird man als Cineast ständig an irgendwelche Szenen anderer, späterer Filme erinnert. So weist “Pygar” eine erschütternde Ähnlichkeit zu den geflügelten Kämpfern der “Flash Gordon” Version von 1980 auf und bei den menschenfressenden Puppen musste ich unweigerlich an “Chucky” denken.

Die Musik des Filmes ist hervorragend. Wenn man eine Schwäche für “Jazz-Pop-Rock” der 60er Jahre hat, kommt man in diesem Film wirklich auf seine Kosten.

Was bleibt über “Barbarella” zu sagen?

Meiner Meinung nach ist “Barbarella” wirklich ein sehr unterhaltsamer Film, der hervorragend funktioniert. Dieser Film ist liebevoll umgesetzt, die Handlung ist verrückt aber witzig, Jane Fonda ist zu Recht ein Sexsymbol gewesen und man erlebt 90 amüsante Minuten. So manches moderne B-Movie könnte sich gerne eine dicke Scheibe von “Barbarella” abschneiden und somit anstelle von konstanter Intelligenzbeleidigung einfach mal lustige und gute Unterhaltung bieten, ohne dabei Niveau irgend einer Art an den Tag zu legen.

Ist “Barbarella” ein schlechter Film?

Absolut, entschieden und unumstößlich “nein”!

Werde ich ihn mir nochmal ansehen?

Er bekommt sogar einen Ehrenplatz in meinem DVD-Regal!

admin on März 6th, 2010 | File Under Reviews | No Comments -

Die “Top 5″ der unreviewbaren Filme

Willkommen liebe Leser, zu meiner persönlichen filmischen Resteverwertung. Im Laufe der letzten Wochen habe ich unzählige B-Movies angeschaut und auch viele reviewed. Einige Filme allerdings waren einfach zu schlecht, um sie überhaupt zu reviewen. Ich schreibe dies aus aktuellem Anlass, da ich vor einer Weile vollmundig eine Review zu “Street Trash” angekündigt habe und mich nun gerne von dieser Ankündigung wieder distanzieren möchte. Manche Filme sind einfach unreviewbar. Trotzdem möchte ich die Leser natürlich an meine Erfahrungen mit diesen teilweise unerträglichen Filmen teilhaben lassen und hier einen kurzen Überblick über die merkwürdigsten, verstörensten und schlechtesten Filme, die ich mir angesehen habe, geben. Allerdings sei zuerst noch angemerkt, dass ich die meisten dieser Filme noch nicht einmal geschafft habe bis zum Ende anzusehen, da dies einfach eine unzumutbare Folter gewesen wäre. Ich möchte den Leser also hiermit zu meiner persönlichen Top 5 der unzumutbarsten und unreviewbaren Filme, die ich bis jetzt gesehen habe, einladen. Viel Spaß und viel Glück!

Platz 5 “Street Trash” (1986, Joint Venture, J. Michale Muro)

Eigentlich ist “Street Trash” von der Idee her kein übler Film. Wir werden in Film und Fernsehen häufig mit wohlsituierten und auch reichen Charakteren konfrontiert, die in schicken Häusern und schönen Umgebungen wohnen. Warum sollte man damit nicht einmal brechen und einen Film über den Bodensatz der kapitalistischen Gesellschaft machen? Über die, die durch die Maschen gerutscht sind, die, die einfach nichts mehr besitzen, über Obdachlose. Man könnte sicher eine lustige oder interessante Geschichte um diesen Teil unserer Bevölkerung entwerfen und eventuell sogar im Unterton zum Nachdenken anregen. Aber warum sollte man das tun, wenn man auch wie Herr Muro einfach einen Film über Penner machen kann, die sich wie Tiere verhalten, keinerlei Menschenwürde mehr aufweisen und durch einen magischen Schnaps zerschmelzen? Dieser Film ist einfach eine Katastrophe! Hier wird auf der Würde des Menschen herum getrampelt, dass einem das Schauen wirklich zuwider wird. Obendrein ist der Film auch noch langweilig wie eine Scheibe geschnittenes Weißbrot. Er kommt einfach nicht in Fahrt und nach 61 Minuten fiel für mich und meine Freunde der Vorhang. “Street Trash” hält was er verspricht, der Film ist einfach Müll.

Ein Film mit dem Prädikat “Die Würde des Menschen ist durchaus antastbar”

Platz 4 “Last of the Living” (2008, Gorilla Pictures, Logan McMillan)

Wollten sie schon immer mal einen tödlich langweiligen Zombiehorror nach Schema F sehen? Dann ist “Last of the Living” genau der richtige Film für sie. Zwar versucht der Film auf eine gewisse Art und Weise lustig zu sein, scheitert aber kläglichst daran. Die Handlung ist bereits so oft durchgekaut, dass es mich schon beim Niederschreiben schüttelt. Die Zombieapocalypse hat die Bevölkerung weitestgehend ausgelöscht und wir haben drei Überlebende, die sich in der postapocalyptischen Zombielandschaft herumtreiben. Da werden Supermärkte geplündert, fremder Leute Häuser bezogen und allerlei Zombies auf unspektakuläre Art und Weise ausgelöscht. Irgendwann bricht man dann auf, die Menschheit zu retten, wobei die Gruppe natürlich ausgedünnt wird und sich mir endgültig die Augen schlossen. Ob sie es am Ende schaffen, kann ich ehrlich gesagt gar nicht sagen, da mich diese billige Kopie von “Resident Evil”, “xxx of the Dead” und den zahlreichen “Omegamann” – Auflagen schneller in den Schlaf gebracht hat, als es Valium gemischt mit Schnaps jemals schaffen könnte. Die Schauspieler sind eindimensional, die Witze flach, die Effekte unter aller Sau und die Handlung zig mal da gewesen.

Ein Film mit dem Prädikat “Besonders schlaffördernd”.

Platz 3 “American Monster” (1982, Arkoff International, Larry Cohen)

“American Monster” ist auf eine völlig andere Art unreviewbar. Dieser Film hat nicht das Problem, dass die Handlung unbedingt zu schlecht oder zu langweilig ist, sie ist einfach zu viel. Aus diesem Film hätte man vier Filme machen können. Wir haben eine nette Monstergeschichte, die mit Effekten der Marke “Ray Harryhausen” umgesetzt wurde, eine 80er Jahre Buddy/Cop- Standardstory, eine Gangstergeschichte und dann noch dazu ein Thriller mit mythischem Background. Wie kann man auf die Idee kommen so viel in einen einzigen Film zu packen? Aber das größte Problem ist, dass Cohen am Ende auch noch versucht all diese Handlungsstränge zu einem sinnvollen Ende zusammen zu knüpfen. Ich muss ehrlich sagen: Er versagt! Am Ende wusste ich überhaupt nicht mehr was los ist, wer wer ist und wieso das ganze gerade so passiert, wie es passiert. Ich würde liebend gerne an dieser Stelle eine Zusammenfassung des Inhalts liefern, aber ich kann es nicht, weil ich nicht mit Sicherheit sagen kann, worum genau es in dem Film ging. Sicher ist nur, es gibt ein altes aztekisches (?) Monster, das Chicago(?) bedroht und der (fast) junge David Carradine soll dieses zur Strecke bringen. Die Umsetzung dieser Stories erscheint aber wie ein fehlgedrucktes Buch, in dem immer wieder zwei Seiten überlappend auf eine einzige gedruckt wurden.

Ein Film mit dem Prädikat “Viel hilft nicht immer viel!”


Platz 2 “Bone Eater” (2008, Cinetel Films, Jim Wynorski)

Hey, waren die Computeranimationen in mainstream Spielen der End-90er Jahre nicht großartig? Es war wirklich dringend nötig, dass endlich jemand einen Film auf Basis dieser bahnbrechenden Technologie macht, selbst wenn dies erst 2008 geschah. Aber wie sollte man an dieses Projekt herantreten? Ganz einfach: Man nehme Hauptdarsteller, die auf erschütternde Art und Weise bekannten Schauspielern ähneln, (Ich schwöre, ich sah den unehelichen Sohn von Kevin James und Mel Gibson in diesem Film!) baue eine Indianergeistgeschichte, die an Einfallslosigkeit nicht mehr zu toppen ist, um diese Charaktere herum und animiere letztlich ALLE Action- und Monsterszenen mit der Grafikengine von Half Life 1. Die Handlung ist so dünn, dass man sie schon als magersüchtig bezeichnen könnte. Ein alter Indianerfriedhof wird von einer profitgierigen Firma zerstört. Daraufhin erscheint ein böser Geist und mordet fröhlich vor sich her. Am Ende ist alles natürlich wieder gut. Dieser Film bietet einfach überhaupt Nichts! Es ist weniger Zeitverschwendung 90 Minuten lang ein leeres Blatt Papier an zu starren, als sich diesen Dreck zuzumuten.

Ein Film mit dem Prädikat “So gut- wie ein Werbebonbon der Sparkasse”

Platz 1 “Strippers vs. Zombies” (2008, In the Dark Entertainment, Jason Murphy)

“Strippers vs Zombies” ist eindeutig die Krönung der Unzumutbarkeit! 31 stolze Minuten haben mein Kumpel und ich es geschafft, dieses intellektuelle totale Organversagen zu ertragen. Worum es in diesem Film geht? Ich habe keine genaue Ahnung. Offenbar hat mal wieder jemand ein Supercrack erfunden, das diesmal allerdings die Leute nicht platzen lässt, sondern in Zombies verwandelt. Dies passiert in einem Stripschuppen und schon ist das Drama gestrickt. Ehrlich gesagt, ich habe Amateurfilme von Freunden gesehen, die besser umgesetzt waren als diese auf DVD gepresste Abtreibung menschlicher Intelligenz. Die Bildqualität, sowie die Kulissen dieses Filmes sind schlechter als die der meisten Pornos und die Dialoge sind ähnlich schmerzhaft wie Trampolinspringen mit zehn eingewachsenen Fußnägeln. Ich bewundere jeden Menschen, der diesen Film bis zum Ende angeschaut hat, für seine Fähigkeit Schmerzen zu ignorieren und den Verstand gänzlich aus dem Körper fahren zu lassen. Meiner Meinung nach ist dieser Film das Schlechteste was ich in meinem nicht mehr ganz jungen Leben zu Gesicht bekommen habe. Unerträglich doof, unfassbar schlecht umgesetzt und unbeschreiblich minderwertig produziert, setzt dieser Streifen neue Maßstäbe im Bereich filmischer Durchfallerkrankungen.

Ein Film mit dem Prädikat “Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie bitte ihren Arzt oder Apotheker”

Sind die hier genannten Filme schlechte Filme?

Nein, sie sind der Bodensatz der schlechten Filme!

Werde ich sie mir noch einmal anschauen?

Muss ich diese Frage überhaupt beantworten?

admin on März 2nd, 2010 | File Under Reviews | No Comments -

B-Videogames Part 03 “Zombie Driver″ (2009, Exor Studios)


Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Also kommen wir heute zum dritten und letzten Teil meines kleinen Abstechers in die Welt der Casual- und B-Games. Ich muss sagen, es hat mir viel Spaß gemacht, mir haufenweise B- und Casual-Games anzuschauen und ich habe viele sehr merkwürdige Titel entdeckt. Zu “Alien Shooter 2″ möchte ich hier noch anmerken, dass ich mir dann doch noch den ersten Teil angeschaut habe und dieser ist wesentlich besser. Keine Ahnung warum “Sigma Team” die Fortsetzung so elend versaut hat. Ebenfalls sehr positiv ist mir ein Spiel namens “Mein kleiner Bauernhof 2 ” aufgefallen. Ich denke allerdings, dass dieses Spiel eventuell nicht ganz dem Geist des Blogs gerecht wird und verzichte deshalb auf eine Review. Kommen wir also zu unserem heutigen Star “Zombie Driver“.

“Zombie Driver” wurde 2009 von “Exor Studios” veröffentlicht und erscheint auf den ersten Blick wie ein früher GTA-Klon in halbwegs moderner Grafik.

Freundlicherweise verzichten “Exor Studios” gänzlich auf eine zusammenhängende Story oder ein Introvideo, was es mir sehr leicht macht die Handlung zusammen zu fassen.

Man rast durch eine zombieverseuchte Stadt von Punkt A zu Punkt B um Überlebende der Zombieapocalypse einzusammeln. Dabei mäht man Unmengen von Zombies nieder, die in herrlich satten Rottönen zerplatzen, zerfetzen und Flecken auf der Fahrbahn hinterlassen. Ein großer Spaß für Jung und Alt könnte man also behaupten.

Das Gameplay ist auch nicht das schlechteste. Die Steuerung der Autos ist gut umgesetzt und die Grafik ist vollkommen in Ordnung für ein Spiel solchen Kalibers. Man beginnt mit einem relativ schwachen Taxi und mit jedem Level wird die Möglichkeit geboten Upgrades für die Fahrzeuge zu kaufen. Hier und da wird dem Spieler auch ein fortschrittlicheres Fahrzeug zur Verfügung gestellt. Geld verdient man indem man möglichst viele Zombies überfährt und dies am Besten in Combos bewerkstelligt, die Sidequests erledigt und so viele Survivors wie möglich rettet. Die Sidequests sind allerdings leider ziemlich dümmlich gehalten und beschränken sich fast immer darauf an einem bestimmten Ort der Karte einen riesen Haufen Zombies platt zu machen.

Das Dumme ist nur, man hat keinen Mapscreen. Den einzigen Anhaltspunkt wohin man muss, liefern Markierungen am Bildschirmrand, auf die man zu rast. Ich denke, vor 15 Jahren wäre das Ok gewesen, aber ist es denn wirklich zu viel in einem modernen Game eine Karte einzubauen? Im Laufe des Spiels kann man seine Fahrzeuge auch mit einer Reihe von Sonderwaffen ausstatten. Im ersten Moment dachte ich, dass dieses Feature wirklich eine feine Sache sei und man dann eine schöne Stand-MG auf dem Autodach, einen Flammenwerfer, Nitro im Tank, Raketen und einen Plasmawerfer zur Verfügung gestellt bekommt. Leider ist die Munition für diese Waffen allerdings mehr als knapp. Außerdem kann man immer nur maximal eine Waffe benutzen, was totaler Stuss ist. Warum kann ich kein Nitro in den Tank schütten UND eine MG benutzen UND an der Motorhaube noch einen Flammenwerfer anbringen und dann bequem mit dem Mausrad die Waffen wechseln?

Obendrein muss man die Waffen dann auch noch irgendwo auf der Karte suchen und einsammeln. (Ja ganz recht, OBWOHL man das Upgrade gekauft hat. Offenbar verleiht einem dies nur die Fähigkeit die entsprechenden Waffen zu finden.) Die Suche ist relativ witzlos, da man ja die Survivors retten will und somit in konstanter Zeitnot ist, mit jedem Meter den man fährt Horden von Zombies auf den Spieler einprügeln und ohne Karte eine Suche ohnehin müßig ist. Es bleiben also nur noch die verschiedenen Upgrades für die Karren, um die Spielsituation zu Gunsten des Spielers zu beeinflussen, aber auch hier, genau wie bei “Alien Shooter 2″, ist fast kein Vorteil spürbar, egal wie weit man aufrüstet. (Nach drei Stufen ist ohnehin Schluss!)

Vergessen wir also das Aufrüsten und wenden uns dem Spiel an sich zu. Wenn man versucht die Sidequests zu machen und gerade am Anfang des Spiels ein wenig das “Cruisen” in der Stadt übt, dabei Zombiehorden zu Klump fährt und das vereinzelt herum liegende Geld einsammelt, bietet das Spiel bereits ab Level 3 keinerlei Herausforderung mehr. In wenigen Minuten hat man die “Unbesiegbarkeitstaktik” durchschaut und das Spiel schafft es auch bis zum Ende nicht, dieser Taktik etwas entgegenzusetzen. (Ich verrate die Taktik hier bewusst nicht!) Zu alten NES Zeiten hätten wir das wahrscheinlich als Fehler in der Spielmechanik gewertet. Ansonsten bleibt nicht viel zu sagen. Man fährt, man überfährt und man sammelt ein. Das war es dann auch schon.

Immerhin muss man dem Spiel lassen, dass der Blut- und Gewaltfaktor wirklich ordentlich ist und es somit doch Lust auf mehr macht. Schade nur, dass niemals wirklich “mehr” passiert. Ich denke, das Spiel hat durchaus gewisses Potential, aber die Umsetzung war ein totaler Schuss in den Ofen.

Ist “Zombie Driver” ein schlechtes Spiel?

Seufz, leider ja!

Werde ich es noch einmal spielen?

Seufz, leider nein!

Zu Part 01 “Alien Shooter 2″!
Zu Part 02 “Plants vs. Zombies”!

admin on März 1st, 2010 | File Under Reviews | No Comments -

B-Videogames Part 02 “Plants vs. Zombies″ (2009, Popcap)

Ich denke, dass viele Leser bereits von der Firma “Popcap” gehört haben. “Popcap” ist nicht wirklich ein independent Label, existiert schon seit 10 Jahren und erfreute das Spielerherz seinerzeit mit dem mächtigen Titel “Bejeweled”. Im Zuge des “Casual Game Hypes” der letzten Jahre dürfte eigentlich jedem schon einmal das ein oder andere “Popcap” Spiel in die Hände gefallen sein. Meiner Meinung nach erfüllen die Spiele alle Kriterien, die ein B-Spiel ausmachen. Die Spiele sind günstig, mit wenig Aufwand produziert, relativ anspruchslos aber machen maximalen Spaß.

Aus diesem Grund möchte ich als zweites Spiel meiner dreiteiligen Review gerne “Plants vs. Zombies” vorstellen. Dieses Spiel ist quasi das krasse Gegenteil zu “Alien Shooter 2″, denn hier stimmt einfach alles.

“Wie, da stimmt alles? Bin ich hier Am Rand des Wahnsinns? Wird es etwa kein Genörgel geben?”

Keine Sorge, auch dieses Spiel weist gravierende Mängel auf, aber im Gegensatz zu anderen Titeln macht dieses Spiel einfach mächtig Spaß.

Die Handlung ist denkbar einfach gestrickt. Zombies haben die Herrschaft übernommen und man befindet sich im eigenen Haus gefangen. Offenbar haben die Zombies nichts besseres zu tun, als eben dieses zu stürmen und sich am Hirn des Spielers zu delektieren. Um dies zu verhindern, kann man verschiedene, sehr angriffslustige Pflanzen im Garten platzieren, die den Zombies dann ordentlich mit Erbsengeschützen, Maiskörnern, Wassermelonen und Ähnlichem einheizen.Um die Pflanzen zu kaufen, muss man “Sonnenlicht” einfangen. Dieses fällt einfach von Zeit zu Zeit vom Himmel und muss mit der Maus angeklickt werden. Im weiteren Verlauf des Spiels kann man sich nun immer weitere Pflanzen kaufen, oder bereits vorhandenen Pflanzen aufwerten, um mehr Feuerkraft zu haben. Im Prinzip ist das Spiel nur eine Variante der allseits beliebten “Tower Defense” Spiele.

Die Grafik ist sehr simpel gehalten, hat aber durchaus Charme. Es wird gänzlich auf 3D verzichtet und das Spiel präsentiert sich in einem netten Comicstil. Einstellungsmöglichkeiten gibt es leider keine, was auf modernen TFTs zu einer gewissen skalierungsbedingten Unschärfe führt. Alles in Allem kann man aber mit der Grafik des Spiels sehr gut leben.

Was weniger schön gelöst wurde sind die Sonderfunktionen abseits des Hauptspiels.

Das Shopsystem

Am Anfang bekommt man nach jedem geschafften Level weitere nützliche Pflanzen dazu. Das Problem ist nur, dass diese sehr spezifisch sind und immer nur in bestimmten Leveln wirklich nützlich sind. Zusätzlich kann man im Shop diverse Upgrades für die Pflanzen erwerben oder auch die Rahmenbedingungen des Spielfelds zu Gunsten des Spielers ändern. Klingt alles sehr patent, aber die meisten Sachen, die man kaufen kann sind nutzlos. Man braucht für das Spiel eigentlich nur einige wenige Pflanzen. Es werden aber insgesamt 49 verschieden Items zum Kauf angeboten. Man wird also zwangsläufig Geld für Dinge ausgeben, die sich als nutzlos erweisen. Das Geld fehlt dann aber, um die richtigen Pflanzen zu kaufen und schon spielt man das Spiel wieder von vorne. Ich habe mir mehr als einmal meine ohnehin schon spärlichen Haare aus Ärger über dieses System gerauft.

Der Zengarten

Um Geld schnell zu verdienen, bietet das Spiel irgendwann die Möglichkeit an, einen Zengarten anzulegen. Man kauft sich Pflanzen oder findet diese versteckt im Spiel und kann diese dort hegen und pflegen. In regelmäßigen Abständen werfen diese Pflanzen dann Geld ab, das man entweder mit der Maus einsammelt oder von einer kleinen Schnecke einsammeln lässt. Das Problem ist hier, dass das Pflegen der Pflanzen zu beginn mehr Geld verschlingt, als es einbringt und das ganze erst wirklich lukrativ wird wenn das Spiel ohnehin schon so weit fortgeschritten ist, dass Geld keine große Rolle mehr spielt. Dieser Garten ist also einfach eine Zeit- und Geldverschwendung.

Die Minigames

Im Laufe des Spiels spielt man immer mehr Minigames frei. Diese eigenen sich hervorragend um Geld zu verdienen, haben aber ein dickes Problem. Sie sind einfach nicht ordentlich balanciert. Entweder sind sie so einfach, dass man sich dabei zu Tode langweilt oder sie sind so abartig schwer, dass man sich nur aufregt. So oder so ist es eine Qual diese Spiele zu absolvieren. Der Verdienst jedoch ist zwingend notwendig um die Kampagne zu schaffen. Es scheint als hätte “Popcap” hier Spaß daran den Spieler mit durchgefallenen Projekten zum Thema “Plants vs. Zombies” zu quälen.
Frei nach dem Motto: “Unsere Entwickler haben es geschrieben, wir haben es bezahlt, also muss der Spieler jetzt auch dadurch egal wie grottig es ist” Besten Dank, “Popcap”.

Der Baum der Weisheit

Der Baum der Weisheit wird vom Spieler aufgezogen und soll angeblich nützliche Tipps geben. Besonderes Augenmerk sei hier auf “angeblich” und “nützlich” gelegt. Die Tipps sind unglaublich dämlich und selbst ein behinderter Schimpanse ist in der Lage die Spielmechanik selbst zu erkunden. Nichts desto Trotz verschlingt die Aufzucht des Baums Unsummen. Ich kann nur dazu raten dieses Feature gänzlich zu ignorieren.

Trotz der mangelhaften Umsetzung der Sonderaktionen abseits des Hauptspiels ist “Plants vs. Zombies” ein großartiges Spiel. Es macht höllisch Spaß und auf die gute Art süchtig. Man kann viele kurzweilige Stunden mit der Kampagne verbringen und anschließend noch sein Können in diversen Survival – Modi unter Beweis stellen. Ich würde jedem empfehlen sich zumindest einmal die Demo auf “Popcap” anzusehen.

Ist “Plants vs. Zombies” ein schlechtes Spiel?

Absolut nicht!

Werde ich es nochmal spielen?

Auf jeden Fall!

Zu Part 01 “Alien Shooter 2″!
Zu Part 03 “Zombie Driver”!

admin on Februar 28th, 2010 | File Under Reviews | 1 Comment -

B-Videogames Part 01 “Alien Shooter 2″ (2006, Sigma Team)


In den letzten Tagen war mir einfach nicht wirklich danach Filme zu schauen. Ich hatte in meiner Freizeit einen anderen tollen Spass entdeckt: B-Videogames. “B-Videogames? So etwas gibt es?” fragt man sich und “JA” es gibt sie. Ich habe drei Spiele herausgesucht und möchte diese, mit all ihren Stärken und Schwächen, in drei Sonderreviews vorstellen.

Zuerst möchte ich mein Augenmerk auf den ältesten mir vorliegenden Vertreter dieses bizarren Genres richten und “Alien Shooter 2″ der Firma “Sigma Team” präsentieren.

Im Jahre 2006 veröffentlicht, ist das Erste was bei diesem Spiel auffällt, dass es keinen ersten Teil zu geben scheint. Nach etwas Recherche allerdings stieß ich doch noch auf den ersten Teil. Dieser scheint aber noch aus prähistorischen PC-Game-Zeiten zu stammen und deshalb ignorieren wir ihn einfach mal.

“Alien Shooter 2″ ist ein absolutes “no brain” Game. Zur Handlung gibt es wenig zu sagen. Eine ominöse Firma öffnet ein Tor zu einer anderen Dimension und eine Horde von Aliens stürmt daraufhin das Firmengebäude. Man ist nun der einsame Held, der alle Aliens zurück in ihre Dimension ballern muss. Serviert wird das Ganze mit jeder Menge Splatter, dem “Versuch” ein RPG -Feeling zu etablieren und einer Spielmechanik der Marke “Diablo”. Klingt gar nicht schlecht, oder?

Nun, so malerisch und verführerisch die Beschreibung bis dahin klingt, so abartig schlecht und dümmlich präsentiert sich dann das Spiel. Die Auflösung ist das erste dicke Problem. Man kann nur zwischen 800*600 und 1024*786 wählen. Ich fühle mich umgehend wirklich in “Diablo” – Zeiten zurückversetzt, jedoch ist dieses Spiel von 2006 und benötigt sogar DX 9c! Ok, ich wähle also die “hohe” 1024*768er Auflösung, bete, dass mein TFT dabei nicht den Skalier- Dienst verweigert, aktiviere die Funktion “Schatten” und setze die Details auf “hoch”. Damit haben sich auch bereits alle Grafikoptionen erschöpft und ich starte das Spiel.

Was sich mir da offenbart treibt mir fast die Tränen in die Augen. Wir befinden uns anscheinend außerhalb der Firma auf einer offenen Straße. Es regnet. Die Farben des Spiels sind sehr blass und eigentlich mehr oder weniger nur “grau in grau”, was dem ganzen wohl ein gewisses Flair verleihen soll, aber einfach nur schlimm aussieht.

Mein Held, mit 100 Kugeln und einer kleinen Knarre bewaffnet, steht regungslos da und wartet auf meine Befehle. Also lege ich mein Hände an Pfeiltasten und Maus und beginne die Umgebung zu erkunden. Natürlich stößt man hierbei sofort an die Begrenzungen der Spielwelt. Kam Diablo mit einer gewissen Illusion einer freien Spielwelt daher, bringt dieses Spiel einem das Gefühl näher, wie es sein muss, in einem engen Schlauch fest zu stecken und sich nur noch in eine Richtung bewegen zu können. Da sonst auch nichts passiert in diesem ersten Level, schieße ich mal ein wenig um mich und stelle fest, dass man wenigstens große Teile der Umgebung zerstören kann, Fässer in lächerlich übertriebenen Explosionen zerplatzen und braune Holzkisten voller Supplies stecken.

Die Steuerung des Charakters ist unterirdisch schlecht umgesetzt. Man läuft ständig Gefahr in einer der Begrenzungen hängen zu bleiben und das Spiel neu starten zu müssen. Es gibt jede Menge “Secret Areas” in diesem Spiel , allerdings gestaltet sich die Suche nach diesen aus diesem Grund sehr gefährlich und ist es eigentlich nicht wert.

Ich wandere also herum, schieße auf Fässer und Kisten und irgendwann begegnen mir auch die ersten Aliens. Die Aliens sehen irgendwie wie Spinnen und Insekten aus, haben noch nie etwas von KI gehört und zerplatzen in hell roten Bröckchen oder alternativ in sehr schlechten Sterbeanimationen. Im weiteren Verlauf des Spiels werden die Gegnermodelle wenigstens noch um Dinosaurier ergänzt. Das Mündungsfeuer meiner Waffe ist ein einziges Sprite! In Zeiten großer Licht – und Explosionseffekte präsentiert uns “Sigma Team” in der Tat ein Sprite als Mündungsfeuer. Jetzt wird mir langsam wirklich übel, aber ich spiele weiter. Mein Charakter steigt das erste mal auf. Ich bekomme fünf Skillpunkte und darf diese auf verschiedene Eigenschaften aufteilen.

Nun, dies sieht ganz nett aus, aber im weiteren Verlauf des Spiels wird sich recht schnell herausstellen, dass man diese Punkte eigentlich nur braucht, um bessere Waffen zu kaufen, etwas mehr im Inventar aufnehmen zu können und sich schneller zu bewegen. Das klingt jetzt eventuell nützlicher, als es im Endeffekt ist, denn zu Beginn steigt man auch noch relativ zügig auf und man hat die Illusion, dass man den Charakter wirklich sehr gut ausbauen kann, aber bereits ab Level 5 wird es nahezu unmöglich weiter aufzusteigen, da man dafür solch utopische Mengen an Aliens massakrieren müsste, dass der Abzugsfinger zu krampfen beginnt. Einen nennenswerten Vorteil im Gameplay konnte ich durch das “Skillen” ehrlich gesagt ohnehin nicht feststellen.

Die Verwendung einiger ungelenker Fahrzeuge und Stand-MGs lockert das stupide Gameplay, welches sich eigentlich nur auf Rumballerei beschränkt, zwar etwas auf, kann aber auch nicht die unglaubliche Monotonie des Spiels abstellen. Vor allem da es nahezu unmöglich ist die “verbugte“ Steuerung der Fahrzeuge zu meistern und diese wirklich effektiv einzusetzen.

Immerhin versucht das “Sigma Team” irgendwie eine Story zu etablieren, indem man zu Beginn jeder Mission ein klein wenig Dialogkost vorgesetzt bekommt. Die Story hat aber keine wirkliche Relevanz im Spiel, die Missionen sind dümmliche Aufgaben in denen man in der Regel immer nur Teil A zu Punkt B bringen muss und sich dabei den Weg durch unzählige Aliens schießt, die sich aus vier oder fünf verschiedenen Modellen zusammensetzen. Man kann also sicher behaupten das Spiel ist so abwechslungsreich wie das Zählen von Sandkörnern an einem Strand.

Das Schlimmste ist allerdings, dass man trotz der unglaublichen Monotonie des Ganzen, der unterirdischen Spielmechanik, der absurd schlechten Grafik und der absoluten Primitivität dieses Spiels einfach nicht aufhören kann zu spielen. Es macht absolut süchtig! Aber nicht auf die gute Art, die wir von vielen anderen Spielen kennen, sondern auf eine Art, für die man sich schämt. Man ertappt sich regelmäßig dabei, dass man sich über sich ärgert und nicht verstehen kann, wieso man das Drama, das sich Spiel nennt, überhaupt noch weiter spielt. Man fragt sich unweigerlich ob man schon so verblödet ist, dass man seine Zeit mit diesem Spiel verschwendet, aber hört einfach nicht damit auf. Dieses Spiel bietet einfach nichts und sogar die absolut versaute Grafikengine des Spiels schafft es noch in sich zu ruckeln!

Alien Shooter 2 ist einfach eine Katastrophe und hätte besser nie das Licht der digitalen Welt erblickt. Ich wünsche niemandem etwas Böses aber wenn es einen Gott gibt, wird er hoffentlich dafür sorgen, dass das “Sigma Team” seine gerechte Strafe für dieses Produkt erhält.

Ist “Alien Shooter 2“ ein schlechtes Spiel?

Es ist kein Spiel! Es ist eine suchterregende, ruckelnde, primitive und hässliche Beleidigung menschlicher Intelligenz.

Werde ich es nochmal spielen?

Bleibt mir eine Wahl?

Zu Part 02 “Plants vs. Zombies”!
Zu Part 03 “Zombie Driver”!

admin on Februar 27th, 2010 | File Under Reviews | 1 Comment -

Herkules in New York (1969, Lionsgate, Arthur A. Seidelman)

Hauptrolle: Arnold Strong. Ich hab ungefähr 20 Minuten gebraucht, um mich von meinem mittelschweren Lachinfarkt zu erholen. Arnold Strong, ich hatte es vergessen, möglicherweise sogar verdrängt. Arnold Strong: Gouverneur Californiens, gefeierter Actionstar, Multimillionär, Republikaner verheiratet mit einer Kennedy, Herkules in New York.

So sureal die Figur Arnold Strongs erscheint, so grotesk auch der Film, der mir hier vorliegt. Der Bildschirm ist schwarz, Herkules in New York abgelaufen und meine Kindheit ist vorbei. Noch immer klingt, die rudimentär an griechische Musik erinnernde Musik des Films für die sich selbst Costa Cordalis schämen würde, in meinen Ohren. Nie wieder werde ich der Selbe sein. Nie wieder…

Was soll ich sagen über “Herkules in New York”? Die Handlung ist schnell erzählt, jeder kennt sie sowieso und die Kritikpunkte sind alle schon zig mal durchgekaut. Also reisen wir zurück in der Zeit und versuchen uns vorzustellen wie es gewesen sein könnte, als Aubrey Wisberg und Arthur A. Seidelmann damals 1969 Drogen für sich entdeckt haben, den jungen Arni sahen und beschlossen, einen Film zu machen. So, oder so ähnlich, könnte es sich zugetragen haben….

Wir schreiben das Jahr 1969 und wir befinden uns in New York City. Zwei talentlose Filmemacher stehen an einer Straßenecke und kaufen sich an einem schäbigen Hotdogstand ein heißes Würstchen. Der Hotdogverkäufer, nennen wir ihn Bill James, ist genervt von den beiden. Jeden Tag kommen sie an seinen Stand, teilen sich eine heiße Wurst und erzählen ihm von ihren großen Filmplänen und ihren großen Karrieren in Hollywood. Tagein, tagaus die gleiche Leier. Bill ist es leid den beiden, bereits in die Jahre gekommenen, Hippies zu zu hören und beschließt ab morgen woanders seine Würstchen zu verkaufen, doch kommt er nicht umher, das wirre Gespräch der beiden mitanzuhören.

Aubrey: “Ey Alter, gestern hab ich im Fernsehen diesen jungen Bodybuilder aus Europa gesehen. Weisst du, ich sass da war gerade genüßlich Hendrix am hören und nen Joint am rauchen, als sich mein Fernseher von allein anschaltete und mir den Typ da zeigte.” Arthur: “Ey knorke, ey! Was meinste was dein Fernseher dir damit sagen wollte ey?” Aubrey:”Ja voll kein Plan ey aber der Typ war echt hart drauf, Arme wie Schenkel, voll der Herkules Typ, voll stark und voll häßlich. Hast du noch Kleingeld?”

Sie bezahlen den guten Bill und schlurfen weiter in Richtung Central Park. Aubrey beißt in seine Hälfte der Wurst und heißes Fett spritz auf sein knallbuntes Batikshirt. “Ey scheiße! Jetzt muss ich mein Shirt wieder waschen. Wieso müssen wir eigentlich immer Hemden tragen? Die jucken, die kratzen, die werden dreckig, ey voll nutzlos ey!” “Ja Mann, wenn es nach mir ginge, würde keiner mehr ‘n Hemd tragen, ey. In meinem nächsten Film mach ich echt mal ‘n Statemant ey. So gegen Hemden, da darf der Hauptdarsdteller kein Hemd anziehen ey, der muss voll nackig sein obenrum” erwiderte Arthur. “Dufte Idee Arthy! Ey nur in so ner kurzen Short ey und um die ganze Aussage noch plakativer zu machen, ziehen wir dem vorher kurz voll die herben Hochwasserhosen an, die bis zum Nippel hochgezogen werden, weisste so voll antitextilär.”

Arthur verschlingt mit einem Biss das letzte Stückchen Wurst und Aubrey erkennt in Arthurs Gesicht, dass dieser gerade eine riesige Idee hat. “Alter, was geht? Hast ne Idee oder was?” “Ja Mann schau mal hier das Tor, hier beim Central Park ey das is voll römisch! Ey und die Römer sind immer voll nackt, die tragen keine Hemden. Lass uns nen Film über Römer machen, weißte so mit Zeus und Caesar und so.”

Aubrey bleibt verdutzt stehen, schaut Arthur an und verschlingt ebenfalls seinen letzten Wurstrest. “Das ist Die Idee! Ey, Herkules, der is voll hart drauf! Voll der fiese Römerheld und Halbgott.” “Ja genau, aber der is glaub ich Grieche” erwiedert Arthur. Aubrey fühlt sich leicht verwirrt und schaut schweigend, nachdenklich auf den Boden. “Ey hast du dir mal deine Hand angeschaut?” fragte Arthur, “Is schon voll krass, so ‘ne Hand, mit den Fingern und so…und dann der Daumen, is das ‘n Finger oder n Zeh?” “Arthur, ich hab’s!” wirft Aubrey plötzlich freudestralend ein, ” Die Römer und die Griechen sind doch fast das Selbe ey! Ich glaub das is nur ‘n anderer Name, weißte so Künstlername mäßig. So offiziell hießen die alle Griechen aber wenn se was dreckiges gemacht haben, haben se sich Römer genannt.” Arthur klatscht freudig in die Hände. “Ja super, dann können wir das ja hier im Central Park drehen, ey hier bei dem römischen Tor.” “Nee ey Thor war Germane” erwiedert Aubrey. “Deutscher oder was?” fragt Arthur und reißt dabei die Augen weit auf.

Die beiden betreten den Central Park und philosophieren weiter über den Sinn und Unsinn von Kleidung, als ihnen ein Bretzelverkäufer begegnet. “Bretzeln sind voll lecker.” sagt Arthur. “Ja ey das stimmt, ich könnte den ganzen Tag nichts anderes futtern. Und der Verkäufer is auch voll nett ey. Sieht aus wie Jimminie Grille ey, aber voll nett. “Ja mann nett, ey. Man sollte ihm ne Hauptrolle geben irgendwann.”

Arthur und Aubrey schlendern weiter durch den Park, als sie an eine größer Wiese gelangen. Zahlreiche Hobbysportler gehen hier ihrer Leidenschaft nach und trainieren für kommende Wettkämpfe. Aubrey zieht einen Joint aus seiner Tasche, steckt sich diesen an und meint: “Ey weißte die sind alle voll gut hier. So mit Werfen und Laufen und so und alle fast nackt ey. Die sind voll auf unserer Wellenlänge ey, voll alternativ und so. Mann die sind voll Pro-Sport ey und Contra-Hemden ey. Vielleicht sollten wir hier einen suchen, der in unserem Film die Hauptrolle spielt ey, weißte hier Jupiter ey” “Ey Jupiter? Wer sollen das sein?” fragt Arthur. “Ja man der Held ey!” ” Ey nee das is Herkules du. So voll der Muskelmann ey.” “Siehste den da hinten?” Aubrey zeigt mit seinem Finger auf einen der Sportler. “Ey das is der Typ ausem Fernsehn ey, komma mit ey, der is voll krass!” Beide wandern über die Wiese zu dem Typ aus dem Fernsehen.

“Ey Alter, was geht? Hab dich im TV gesehen, schlag ein ey, krasser Muskelberg!” Aubrey bereitet sich innerlich bereits auf ein kerniges “High five” vor, aber der Muskelberg steht einfach nur ratlos vor ihm. “Schwarzenegger mein Name, I komm aus Austria.” ” Boah Australien, wie hart! Alter gibts da echt so viele Spinnen?” fragt Arthur beeindruckt. “Naaaaa nur Germknödel und Anabolika, gibts in der Steiermark. Wie kann ich Ihnen behilflich sein meine Herren?” Schwarzenegger zuckt mit seinen Brustmusklen und legt ein paranoides Grinsen auf. “Alter, kannst du das 90 Minuten am Stück?” fragt Arthur. “Wos?” fragt Arnold. “Na das Zucken! Alter das is’ krass ey.”wirft Aubrey zur Erklärung ein. “Na klar, seit ich als Kind auf den Kopf gefallen bin passiert das von alleine. Ich kann’s gar nicht kontrollieren, wollt ihr mal sehen was meine Pobacken alles können?” “Nein Alter danke, viel zu krass …Brust reicht echt mal. Aber hast du vielleicht Lust in unserem neusten Film mitzuspielen? Wie sind große Filmemacher weisste?” fragt Aubrey hoffnungsvoll. “Jo mei, I hab noch nie geschauspielert. Is’ da schwer? Muss man da nicht viel Text können?” fragt Arnold besorgt. “Keine Sorge , Alter, wenn man so aussieht wie du, muss man keine Texte lernen ey, ich sag’s dir, du machst Karriere und in deinen ersten vier Filmen wirst du kaum ein Wort sprechen. In unserem Film halten wir einfach Tafeln hoch, da kannste von ablesen ey. Nix lernen.” erklärt Arthur. “Jo mei, da bin I dabei!” Arnold strahlt die beiden an. ” Na dann gib mal deine Adresse und alles ey!” sagt Aubrey und zückt einen Zettel und einen Stift aus seiner Tasche. “Arnold Schwarzenegger, 27th Avenue…” beginnt Arnold. “Ey was? Ey? Schwarzen was? Nee ey, der Name geht gar nicht. Arnold Strong ey das is fett.” “Yeah!” wirft Arthur ein “Strong is voll krass ey”.

Man tauscht Adressen aus und verabschiedet sich höflich. Arthur und Aubrey wandern weiter als plötzlich eine Frau mit einem vierjährigen Jungen auf Arthur zu kommt. “Arthur Allen Seidelmann!” ruft die Frau schon aus der Ferne. “Ey Alter, wer issen das da?” fragt Aubrey. “Oh Mann, das is’ Eva, sone kleine Deutsche die ich mal genagelt hab, komm wir hauen ab…” Arthur und Aubrey drehen sich um und versuchen in die Büsche zu entkommen aber Eva ist schneller und schleift den kleinen Jungen hinter sich her. “Arthur bleib stehen!” ruft sie und Arthur entschließt sich, sich seinen Dämonen zu stellen. “Eva, wie schön dich zu sehen. Na, was hast du so getrieben in den letzten Jahren?” “Ich wollte dir deinen Sohn vorstellen, Arthur. Nachdem du mich vernascht hast war ich schwanger und habe dieses kind geboren.” “Hi Alter!”, sagt Aubrey. “Bist du mein Papa?” fragt das Kind. Arthur beginnt zu schwitzen und versucht sich irgendwie aus der Nummer rauszureden. “Nein Uwe, das ist nicht dein Papa, nur dein Erzeuger, dein Papa ist zu Hause” sagt Eva. “Oh du hast geheiratet?” fragt Arthur, der sich schon von Unterhaltszahlungen befreit sieht. “Ja Arthur, ich konnte nicht ewig auf deine Wiederkehr warten. Ich bin glücklich verheiratet, und stolz heute Frau Eva Boll zu sein.”

Ist “Herkules in New York” ein schlechter Film?

Nun, Gegenfrage: Ist Arnold Schwarzenegger ein schlechter Schauspieler?

Werde ich ihn mir nochmal ansehen?

Solange Californien in steiermarkscher Hand ist, sicher nicht.

Zu “Masters of the Universe”!
Zu “Die Barbaren”!
Zu “Sindbad – Herr der sieben Meere”!
Zum Hintergrund!

admin on Februar 19th, 2010 | File Under Reviews | No Comments -