**Special** Am Rand des Wahnsinns featuring “Ricola” mit Cube Zero (2004, Lionsgate, Ernie Barbarash)


Es ist soweit. Nach Blair Witch Project und einer erfolgreich abgeschlossenen Antiaggressionstherapie traue ich mich wieder an einen neuen Film heran.

Cube Zero soll es sein! Da ich Cube I und II wirklich grandios gelungen fand, freute ich mich riesig auf einen weiteren Film aus dieser Reihe. Würfelförmige Räume, von denen einige mit tödlichen Fallen ausgestattet sind, machen ja auch wirklich Lust auf mehr.

Dementsprechend motiviert und voller Vorfreude startete ich Cube Zero!

Bereits die erste Szene zeigt sich in gewohnter Manier: Ein, nur noch mit einem Schuh bekleideter Mann, (diese „Raumsicherheitstest-Technik“ kennen wir bereits aus Teil I und II) klettert von einem Raum in den anderen. Doch schon im zweiten Raum wird er mit einer Flüssigkeit besprüht, die ihn auflöst. Mich hat die Darstellung, wie er auseinanderfliesst/-fällt sehr an eine Lasagne erinnert, nur ohne Käse. Etwas perplex von dieser überraschend billigen Darstellung einer Todesvariante entschuldige ich mich beinahe bei mir selbst und tue es als „Einstiegsschocker“ ab.

Es erfolgt ein Szenenwechsel zu einem Kontrollraum in dem sich zwei Männer befinden. Wynn, der scheinbar superintelligente Neuling und Dodd, der alte Hase, der immer wieder deutlich macht, dass Wynn nicht alles hinterfragen, sondern einfach nur „funktionieren“ soll.

(An dieser Stelle frage ich mich das erste Mal ob ich den Hintergrund für den „Cube“ überhaupt erfahren möchte.) Wir erfahren durch ein Gespräch zwischen Wynn und Dodd, dass sie in diesem Kontrollraum leben und sich nicht erinnern können wann sie zuletzt draussen gewesen sind (sie scheinen langsam Haarwuchs zu haben, die Frisuren sind top in Form und super trendig).

Der nächste Szenenwechsel führt uns zu einer Insassin namens Rains. Sie erwacht langsam in einem der Würfelräume und schaut sich wütend um. Sie beginnt zu einem der Ausgänge zu klettern und trifft im nächsten Raum auf vier Personen:

Haskell, den sie als Söldner beschimpft und bespuckt (weil er das selbe Tattoo wie einer ihrer Entführer hat, wie sie meint). Jellico die verzweifelt versucht wie Tomb Raider zu agieren. Bartok, der sich wie ein Hobbypriester benimmt und zu guter letzt Meyerhold, ein etwas dicklicher Kamerad.

Rains, völlig ausser sich wegen der bizarren Situation, möchte in einen weiteren Raum klettern. Da sie noch nichts von den tödlichen Fallen weiss, wird sie von den anderen darüber aufgeklärt.

Als würde es zur Demonstration dienen, steigt Bartok in einen, nach der Stiefelmethode, sicheren Raum und lässt sich von Drahtseilen zerschneiden. Dieses Mal muss ich an Pizza denken, diesmal mit Käse. (Ich ärgere mich fast über mich selbst, dass ich diesen Film schon jetzt nicht mehr ernst nehmen kann. Zerflossene und zerschnittene Personen? Gibt’s da nichts Neues mehr? Wenigstens mal mehr Schmerzens- oder Verzweiflungsschreie? Nein, man sieht tagein tagaus wie Leute zerschnitten werden… Grund genug für ein einfaches „Oh mein Gott“ und zurück zur Tagesordnung. Drehbuch, gibt es dich wirklich?!)

Unsere Insassen lassen also von der Stiefeltechnik ab und entdecken stattdessen Buchstabenfolgen an den Eingängen der Räume. Rains, dich sich ganz zum Trotz von Jellico zu Tomb Raider entwickelt, beginnt die „Codes“ auf ihr Hemd zu notieren, um sich so einen Lageplan zu erstellen (selbstverständlich absolut stylisch mit Haarnadel und Schuhcreme. Auf die IDEE muss man erst mal kommen! Was ein Dreck….).

In der Zwischenzeit streiten Wynn und Dodd wieder einmal über das ganze System des „Cubes“. Schließlich klingelt das Telefon und Dodd, unser alte Hase, bekommt die Information, dass sich jemand am Ausgang befindet.

Bei diesem jemand handelt es sich um niemand anderes als ihren verschollenen Arbeitskollegen Owen. Offensichtlich gezeichnet von den Fallen der Räume befindet sich Owen also in Raum der letzten Prüfung. Bei dieser wird ihm die Frage gestellt ob er an Gott glaubt. Er beantwortet die Frage mit nein und Wynn drückt auf den „Nein-Knopf“ einer sehr fragwürdig aussehenden Maschine. (Mich persönlich erinnert sie eher an einen schrottreifen Servierwagen aus einem altmodischen Café, aber das sei dahin gestellt..). Das hat zur Folge, dass Owen verbrannt wird. (Also mal ehrlich, es gibt doch nun wirklich genug Jobs und jedes Milchbrötchen ist doch gut genug für irgendeinen! Wie kann man sich freiwillig für so eine gehirnamputierte Scheisse wie diesen Film verpflichten?)

Ausser sich vor Entsetzen und Wut (ich bin mal so frei und interpretiere das irgendwie hinein um mir das Gesehene zu erklären), entschliesst Wynn, selbst in den Cube zu gehen und die Insassen zu retten. Er ist der Ansicht, dass im Cube nicht nur zum Tode verurteile Straftäter hier die Möglichkeit haben doch noch dem Tod zu entkommen, (Running-Man?) sondern die Regierung Störenfriede auf diese Art beseitigen möchte (Ich fühle mich in die deutsche TV-Serie „Bitte melde dich“ mit und von Jörg Wontorra versetzt und warte insgeheim auf die Telefonnummer um Hinweise zu melden…!).

Da Wynn das Koordinatensystem mit den Buchstaben kennt, werden diese unkenntlich gemacht. Der Raum wird mit Fallen umstellt und alle hoffen auf ein schnelles Ende (ich übrigens auch….).

Da sich Dodd nun allerdings dazu entschliesst doch noch nen Arsch in der Hose zu haben, hilft der den Insassen, in dem er die Technik langsam aber sicher zerstört. Er verschluckt sogar heldenhaft eine Sicherung! Was ein Mann! Oder wie wir zu sagen pflegen:“En rächte Ma!“

Durch diesen Systemausfall wird alles neu gestartet, was für die Insassen bedeutet, dass sie 10 Minuten haben den Ausgang zu finden und alle Fallen deaktiviert sind. Wynn, das Superhirn löst das Problem selbstverständlich in einer absolut plausiblen Erklärung. (Ich persönlich hab sie nicht wirklich verstanden, liegt aber vielleicht auch daran, dass ich nur noch mit einem halben Ohr zuhören kann. Warum unnötige Ressourcen verschwenden für einen Film dessen Daseinsberechtigung ich extremst in Frage stelle?)

Also schleppen wir uns Richtung Ende:

Dodd wird der Bauch aufgeschnitten, ist nur gelähmt, spürt aber noch Schmerzen. Ich muss traurig feststellen: Diese Szene kenne ich aus SAW. Von einem so dermassen schlechten Film werden Szenen geklaut? Ich bin bitter enttäuscht, dass Cube Zero anderen Filmen gute Szenen vorweggreift! Szenen die in anderen Filmen sinnvoll eingesetzt werden und Teil einer guten Story sind! Und nicht einfach nur sinnlose, hirnrissige hintereinander gereihte Sequenzen. Unter Wuttränen hoffe ich stärker denn je auf ein baldiges Ende!!

Der Bösewicht macht mir Mut! „In 5 Minuten setzt die Reinigung ein“. Prima, dann kann die Volksverdummung  ja nicht mehr lange dauern! Ich packe schon mal meine Strickarbeit, die ich währenddessen begonnen habe, zur Seite und freue mich, bald wieder am realen Leben teil zu nehmen!

Haskell fällt weit in die Tiefe und Wynn und Rains erklären ihn für tot und gehen ohne ihn weiter (Geht ohne mich weiter.. Die Mission zählt.. Ich bin nur Balast!). Haskell Dank eines Chips im Hirn zum Superhelden mutiert, springt locker mal von einem Würfel senkrecht in den nächsten. Dort angekommen, werden wir Zeuge eines amüsanten Kampfes (ein Stahlrohr auf den Kopf setzt ihn nicht ausser Gefecht, wohl aber ein Tritt in die Weichteile – kein “rächte Ma“!). Hin und her, hipp und hopp… Die Beiden entkommen, er wird aber wieder einkassiert. Sie kann fliehen, er ist also nun der Held, wird lobotomiert und wieder in den Cube gesetzt.

Was bleibst noch über diesen Rotz zu sagen?

Ich kann nur jedem davon abraten! Ganz besonders wenn einem Cube I und II gefallen hat! Cube Zero ist einfach nur ein billiger Abklatsch, alles ist vorhersehbar und einfach nur mies gemacht. Wie können die Schauspieler morgens noch in den Spiegel schauen? Wer bitte finanziert diesen Dreck auf Band? Wie kann so ein „Film“ Preise gewinnen? Welcher Filmkritiker überlebt denn das? Und noch viel schlimmer: Wieso gibt es diesen Film überhaupt noch? Es würde mich wundern wenn für die Produktion mehr als 100 sfr ausgegeben wurden. Und falls doch: Hättet ihr sie mir gegeben, ich hätte euch wenigstens ein Drehbuch dafür geschrieben.

Es war ein netter Versuch. Bitte versucht es nie wieder.

Ist Cube Zero ein schlechter Film?

Ich möchte diese Frage überspringen!

Werde ich ihn mir nochmal anschauen?

Soviel Selbsthass kann man gar nicht besitzen…



Weitere Reviews von “Ricola”:
Blair Witch Project

admin on Februar 11th, 2010 | File Under Gastreviews | No Comments -

**Special** Am Rand des Wahnsinns featuring “Ricola” mit Blair Witch Project (1999, Kinowelt, Daniel Myrick & Eduardo Sánchez)

Bereits seit einigen Jahren hörte ich immer wieder hysterische Erzählungen aus meinem Umfeld. Ständig fielen die Worte „Project“… oder auch „Blair“… aber erst bei dem Wort „Witch“ wurde ich hellhörig. Als ich nachfragte worum es denn geht, blickte ich meist nur in bleiche, erschrockene Gesichter, die Münder vor Entsetzen weit aufgerissen. Niemand wollte sich so recht dazu äußern. Auf energische Nachfrage wurde mir dann aber erklärt, „Blair Witch Projekt“ sei der erschreckendste, fürchterlichste Film aller Zeiten. Ein Freund erzählte sogar, er konnte danach nächtelang nicht mehr ruhig schlafen, geschweige denn durch einen Wald spazieren.. Da ich ja von mir selbst behaupte, ich sei ein unerschrockener Filmeschauer, wollte ich auch vor dieser Herausforderung nicht zurück schrecken. Also fasste ich den folgenschweren Entschluss mir diesen Film anzusehen. Ganz wohl war mir dabei allerdings nicht und so nahm ich vorsorglich eine Woche Urlaub, deckte mich für diesen Zeitraum mit allem Überlebenswichtigen ein und meldete mich in einer Selbsthilfegruppe an. Ich besorgte mir die DVD und starrte ängstlich auf das, was auf dem Bildschirm passierte…

“Im Oktober 1994 verschwanden drei Studenten in den Wäldern von Burkittsville, Maryland, beim Dreh eines Dokumentarfilms. Ein Jahr später wurden ihre Filmaufnahmen gefunden.” So beginnt der Film Blair Witch Project. Und schon in dieser ersten Szene des Films stellt sich mir die Frage: Wusste niemand wo sie hin wollten? Hat niemand nach ihnen gesucht? Haben sie keine Familie? Aber am meisten schockt mich: den ganzen Film über wird erwähnt, dass die Kamera (mit der alles dokumentiert wird) sehr wertvoll und nur geliehen ist. Interessiert sich dann nicht wenigstens der Kameraverleiher dafür wo sein kostbares Teil abgeblieben ist?

Nun aber der Reihe nach, erst mal zur Handlung des Films:

Die drei selbsternannten Protagonisten des Films, Heather (die unangefochtene Schönheit des Films), Josh (der Hobbykiffer) und Mike (das stubenhockende Muttersöhnchen) machen sich auf nach Burkittsville, einem verschlafenen Örtchen in Maryland. Wie der Name des Films schon sagt, versuchen sie die Hexe von Blair zu finden. Diese soll einem Mythos zufolge für mehrere Morde verantwortlich sein (Ob sie es getan hat oder nicht: Zu ihrer Verteidigung muss man allerdings sagen, dass sie in den 1758 Jahren der Hexerei beschuldigt und mitten im eiskalten Winter in den Wald getrieben wurde). Ebenso sollen Kinder von einem Einsiedler getötet worden sein – eines soll dabei mit dem Gesicht zur Wand gestanden haben, während das andere getötet wurde. Also mehrere Dramen in einem Wald?

Unsere drei selbsternannten Helden führen nun zuerst etliche Interviews mit den Einwohnern von Burkittsville. Hierbei bekommen sie die verschiedensten Antworten: Einige glauben an die Hexe von Blair (klar, Merchandise-Artikel sichern so manchen Lebensunterhalt), andere wiederum nicht. Eine spezielle Bewohnerin aber, Mary Brown hat die Blair-Hexe sogar selbst gesehen! (Das dachte ich auch, war allerdings doch nur Mary Brown. Ich finde die Maskenbildnerin hat einen Oskar verdient!)

Nachdem das selbsternannte Filmteam also keine weiterbringenden Erkenntnisse erworben hat, machen sie sich selbst auf nach „Black Hills Forest“ (ohja, klingt ja schon so tierisch mysteriös!) Dort angekommen beginnen sie eine Wanderung zu irgendwelchen Steinen, die wohl Schauplatz einer Tragödie wurden. Den Namen werde ich hier nicht erwähnen, es ist es einfach nicht wert.. Als sie sie erreicht haben wirft sich Heather (wie immer übrigens) vor die Kamera und zitiert irgendwelche Stellen aus fragwürdigen Büchern. Das alles trägt natürlich zu einer fürchterlich geheimnisvollen Stimmung bei. (ich warte immer noch gespannt auf den „richtigen“ Beginn des Films…).

Die drei selbsternannten Überlebenskünstler schlagen also schließlich ihr Nachtlager auf und begeben sich in ihre Schlafsäcke. Selbstverständlich hören sie komische Geräusche (gut dass sie darüber sprechen, ICH hätte sie nicht gehört), finden aber doch irgendwann ihren Schlaf.

Es folgen tragische Szenen in denen die drei selbsternannten Intelligenzbolzen versuchen unverrichteter Dinge (von der Hexe fehlt jede Spur) zurück zu ihrem Auto zu gelangen. Da das Superweib Heather aber offensichtlich unfähig ist die Karte zu lesen und auch Mike und Josh nicht survival-erprobt sind, müssen sie es irgendwann aufgeben und schlagen wieder einmal ihr Zelt auf . (Und ich warte immer noch auf den Beginn des Gruselschockers des Jahrtausends!)

Die drei selbsternannten Freunde beginnen immer mehr zu streiten und Heather, unsere beste Schauspielern versucht sich an Tränen um ihre Verzweiflung auszudrücken. Die Jungs allerdings täuschen uns Aggressionen vor. Alles in Allem eine sehr arme Vorstellung aller Beteiligten.

Auch die geheimnisvollen, morgens vor dem Zelt liegenden Steinhaufen können mich nun nicht mehr aufheitern. Die drei selbsternannten Schauspieler tun nun also überrascht als sie aus dem Zelt kommen und versuchen sich das Geschehene zu erklären. Ja, da liegen Steinhaufen – na und? Jeder Kleine-Jungen-Streich ist gruseliger als Steinhaufen! Schon mal auf die Idee gekommen, dass es auch einer von euch gewesen sein könnte?

Der Augenblick ist gekommen: Ich löse mich von dem Gedanken in diesem Film meinen Meister gefunden zu haben.

Nach diversen Tagen und Nächten in denen unsere drei selbsternannten Schwachmaten ratlos durch die Wildnis irren, passiert endlich das Unerwartete! Josh ist verschwunden! Oh nein, oh nein, wo ist Josh nur hin? Heather und Mike suchen ihren treuen Freund, allerdings – natürlich – ohne Erfolg. Hier soll der Zuschauer wohl mit den unendlichen Weiten eines Waldes konfrontiert werden. Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass man nicht mitbekommt wenn jemand das Zelt verlässt/betritt, wo man ja nur nachts immer komische Geräusche hört, da schläft man sehr tief!

Josh taucht jedenfalls nicht mehr auf, wohl aber ein kleines, blutiges Bündel! Darin: Zähne und Finger! Klar, die KÖNNEN nur zu Josh gehören. Hier also ganz neuer Aspekt des Films. Sowas hat man noch nie gesehen! (Also ehrlich, hätte es nicht wenigstens was Anderes sein können, als diese 0-8-15-Zähne und Finger?)

Heather und Mike brechen also in pure Panik aus und irren durch die Wälder. (Mein Blick wandert immer wieder auf die Zeitanzeige des DVD-Players und mir drängt sich der Gedanke auf: „So lang kann er doch nicht mehr dauern!!“) Eines Nachts hören sie Schreie. Die selbstverständlich nur von Josh, ihrem verschollenen, selbsternannten zahn- und fingerlosen Freund stammen können! Also hechten die Beiden los, selbstverständlich wie immer mit der Kamera aufnehmend durch die Dunkelheit. Heather gibt wieder alles an Schnappatmung und hetzt Mike, von dem man nur hin und wieder einen Schuh zu sehen bekommt hinterher. Ich will mich ja mal über die Kameraführung gar nicht auslassen. Schlimm genug, dass alles dokumentiert wird. Aber: wenn ich doch Angst um mein Leben habe und mich fürchte – geht meine erste Handbewegung dann an den rec-Knopf der Kamera? Oder höre ich doch eher auf meine Fight-or-Flight-Instinkt? Ganz klar, ich greife zur Kamera und halte meinen Tod auf Band fest, in der Hoffnung, irgendjemand findet ein Jahr später diese Aufnahmen und ich werde berühmt! (Wind und Wetter zum Trotz, Technik ist unkaputtbar!)

Zurück zum Film, auch wenn es schwer fällt: Heather und Mike gelangen zu einem alten Gemäuer, aus dem unverkennbar Joshs Schreie kamen. Dies haben die beiden selbsternannten Scouts herausgefunden, obwohl sie laut geschrien, geweint, geatmet und getrampelt haben. Hut ab! In dem Gemäuer eilen die Beiden erst ziellos umher, bis Mike in den Keller rennt. Heather folgt ihm, dicht auf den Fersen, man sieht wie Mike regungslos mit dem Gesicht zur Wand steht. Kurz darauf stürzt die Kamera zu Boden und die Aufnahme bricht (endlich) ab.

Siehe da: der Kreis… naja… das Malen nach Zahlen schließt sich… irgendwie?

Was bleibt zu sagen über „Blair Witch Project“? Anfangs dachte ich wirklich, das könntenoch was werden, aber nach und nach wurde ich einfach nur bitter enttäuscht. Was bitte ist so gruselig daran einen ganzen Film lang irgendwem in die Nase zu schauen? Genau dazu wird man nämlich genötigt wenn Leute versuchen sich selbst zu filmen! Das gruseligste daran war wirklich, dass man Angst haben musste gleich Schnodder zu sehen! Besonders bei Heather (die mit der schönsten Nase, die man nämlich STÄNDIG sieht), die ihre Nase ständig hochziehen muss! Wenn ich daran zurück denke wird mir übel und ich verspüren den starken Drang ihr die Nase zu brechen!


Ebenso kann ich nicht nachvollziehen warum man bei dem Film nicht zwischen Angst-Stöhnern und Orgasmus-Stöhnern unterscheiden kann? Vielleicht hätten unsere selbsternannten Superstars doch eher bei American-Pie mitspielen sollen? Und NOCH weniger kann ich verstehen wie diese Zusammenkunft von billigsten Filmtricks, gepaart mit pietätloser Irreführung des Publikums auch nur auf eine arme, hilflose DVD gebrannt werden konnte.

Mittlerweile denke ich, die Meinung des Films, er sei „soooo fürchterlich“ ist nur daraus entstanden, dass alle Angst davor hatten und niemand den Film wirklich gesehen hat. Denn wer ihn gesehen hat fühlt sich nun genau so wie ich:

Absolut verarscht und um 78 wertvolle Minuten seines Lebens betrogen

Ist Blair Witch Project ein schlechter Film?

Ich finde das Wort „Film“ hat er nicht verdient

Werde ich ihn mir nochmal ansehen?


Ich habe die DVD zerbrochen!


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admin on Januar 25th, 2010 | File Under Gastreviews | No Comments -