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Die Farbe (2010, Sphaerentor Filmproduktionen, Huan Vu) by „daMaze“

Warning: Explicit Content! This article may be not suitable for people younger than 18 years. Parental Advisory is recommended. Read at your own risk!

Farbe

Warnung: diese Review ist anders! Das vorliegende B-Movie ist nicht wie gewohnt zur Ansicht und anschließenden Abwatschung aus den Tiefen der 80er zu mir aufgestiegen, um mir Kopfschmerzen, Sodbrennen und Hirnfäule zu bescheren, nein, er hat es aufgrund von Empfehlungen in mein DVD-Laufwerk geschafft!

… Empfehlungen, die nicht (wie üblich) darauf hinauslaufen, „unbedingt diese extrem … [insert Adjektiv] … Scheiße“ sehen zu „müssen“. Empfehlungen, die es nicht einmal für nötig befanden, mich überhaupt darauf hinzuweisen, dass es sich um B-Ware handelt. Wozu aber auch? – Hollywood hat viele weitaus schlechtere Filme hervorgebracht und dabei ganz andere Budgets verblasen.

Nicht zuletzt sei erwähnt, dass ich den Film aus zweierlei Blickwinkeln betrachten muss und diese vielleicht nicht immer sauber zu trennen vermag: Zum einen ist da wie gewohnt der Filmkritiker, das Augentier in mir, dass sich an gewohnten Details zu laben und im Fall offensichtlicher Schlampereien oder Peinlichkeiten daran aufzuhängen vermag. Zum anderen ist da aber auch der Literaturliebhaber und Fan der Werke H.P.Lovecrafts, denn genau damit haben wir es nämlich bei „Die Farbe“ zu tun – einer möglichst werkgetreuen Adaption der Geschichte „Die Farbe aus dem All“ aus dem Jahr 1927.

Farbe

Keiner Anlehnung, keiner zahmen Hommage, keinem Fall von Tentakelmonster-Borrowing und schon gar keinem müden Abklatsch! Hier wird bewusst versucht, ein Publikum zu bedienen, dass von Produzenten als „launenhaft, schwer zufriedenzustellen“, aber vor allem „zu klein“ eingeschätzt wurde und wird. Wo Guillermo del Toro mit seinem Mammutprojekt „At the mountains of madness“ vorerst leider scheiterte, backt Huan Vu mit Erfolg kleinere Brötchen.

Die SciFi-/Horror-Geschichte ist schnell erzählt und trägt sich auf zwei Zeitebenen zu: zum einen ist da die Originalgeschichte in den 1940ern, in der ein Meteor im Schwabenland einschlägt und mitsamt seiner farbigen Fracht für reichlich Tod und Wahnsinn auf der Alb sorgt. Protagonist ist hier Armin Pierske, ein junger Bauer, der schlußendlich als einziger Ortsansässiger die kosmischen Schrecken überlebt. Zum anderen gibt es die Rahmen- und Folgegeschichte in den 1970ern, in welcher der Amerikaner Jonathan Davis nach Baden-Württemberg kommt, um seinen verschwundene Vater zu suchen und dabei auf den mittlerweile alten Pierske trifft. Besagter Vater war es, wie Davis erfährt, der seinerzeit als in Deutschland stationierter Soldat auf den damals noch jungen Pierske und auch die Farbe traf – und diese vermeintlich vernichtete/vertrieb.

Mehr soll an dieser Stelle nicht zum Plot verraten werden. Stattdessen möchte ich lieber noch einen Blick auf die literarische Vorlage und deren filmische Umsetzung werfen:

Lovecrafts Fiktion lebt von ihrer sachlich-nüchternen und doch sehr detaillierten Erzählweise, den grotesken Schriften, Wesen und Artefakten, die meist nachträglich von zufälligen Entdeckern gefunden und untersucht werden (und diese schlußendlich mit erschreckend hoher Wahrscheinlichkeit in den Wahnsinn treiben). Zentrale Motive der Romane und Kurzgeschichten sind entsprechend Reise, Recherche und damit verbunden ab einem gewissen Punkt auch fast zwangsläufig der geistige Verfall des Forschenden. Weniger von Bedeutung sind actiongeladene Handlungen, in denen sich ein Protagonist zum Held wandeln und die Welt retten darf. Bei Lovecraft steht das Ende fest und kommt tagtäglich näher heran gekrochen, der Leser wird zum ohnmächtigen Zeugen degradiert …

Farbe

Huan Vu geht in seinem Film ganz ähnliche Wege: Die Bilder sind ruhig und langsam, aber bedeutungsschwanger. Die Alb in Schwarzweiß funktioniert hervorragend und der Regisseur fängt mit einfachen Mitteln teils wirklich stimmungsvolle Bilder ein. Der Film vermittelt insgesamt das Feeling eines Film Noir und die Schauspieler sind trotz B-Ware allesamt passabel bis überzeugend. Die Mutter der Familie Gärtener hat gar einen Auftritt als dem Wahnsinn verfallende, der tonnenweise Gänsehaut nach sich zieht und einer Oskarnominierung würdig wäre.

Die Story ist bis auf kleine Längen durchweg spannend und ich habe mich die vollen 85 Minuten lang kein einziges Mal um meine Lebenszeit betrogen gefühlt. Im Gegenteil, manchmal sind es sogar gerade diese Längen, die dem Film sein besonderes Flair geben. So sieht man Protagonist Pierske beim Abdecken einer Leiche mit einem Teppich – ein klassisches Stilmittel, bei dem für gewöhnlich etwas über die Kameralinse geworfen wird, um einen Szenenwechsel vorzubereiten – nur um daraufhin direkt zu diesen zurück zu schwenken und sich noch gefühlte 30 Sekunden daran zu weiden, wie er völlig überfordert herumstammelt, sich im Kreis dreht und schließlich aus dem Bild stolpert.

Die Farbe selber ist schlüssig und weitgehend effektiv (natürlich als einziges farbiges Element des Films) umgesetzt, die CGI-Qualität reicht dabei von „putzig aber zweckmässig“ bis hin zu „überraschend nett anzusehen“ und tut insgesamt dem Gesamturteil keinen Abbruch.

Farbe

Es ist beeindruckend, mit welch einfachen Mitteln Vu seinen wirklich zurecht als „eine der besten Lovecraft Adaptionen“ gelobten Film umsetzt und wie diese auf sämtlichen Ebenen funktionieren. Die IMDB-Wertung von durchschnittlich 6,8 halte ich demnach für zu niedrig, gerade im Kontext der zahlreichen bescheidenen Konkurrenzfilme würde ich hier einen Wert zwischen 8 und 9 für durchaus angemessen halten.

Wer „Die Farbe“ gerne sein Eigen nennen möchte, kann den selbstproduzierten Streifen u.a. hier käuflich erwerben: http://www.die-farbe.com/ Außerdem kann man den Regisseur bei der Finanzierung seines nächsten Lovecraft-Projektes unterstützen: https://www.indiegogo.com/projects/the-dreamlands#home

Ist “Die Farbe” ein schlechter Film?

Mitnichten!

Werde ich ihn mir nochmal ansehen?

Unbedingt!

Oli on Oktober 7th, 2015 | File Under Reviews | No Comments -

The strange saga of Hiroshi the freeloading sex machine (2005, Kokuei Company, Yûji Tajiri) by Herschel Spinnenbein

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Cover

Hiermit möchte ich dem geneigten Leser dieser Seite, den Japanischen Film näher bringen und das in seiner besten Form, dem Pinku Eiga. Japanische Sex Filme, die mit wenig Geld und geringem Aufwand innerhalb kürzester Zeit Produziert werden. Laut Wikipedia ist Pinku Eiga, “ein japanisches Filmgenre zwischen Erotik und Kunstfilm“. Aufgrund der expliziten Darstellung von Sexualität aller Art am ehesten mit westlichen Softcore Filmen zu vergleichen, haben aber im Unterschied dazu eine eigenständige Rahmenhandlung, deren Funktion über das schlüssige Aneinanderreihen von Sexszenen hinausgeht. Genau das macht den Reiz dieser Filme aus. Aber man muss wohl von vorneherein sagen, dass diese Filme zum kuscheligen Pärchenabend, mit anschließendem, Vielleicht-Sex, nicht wirklich taugen. Der Grund dafür sind eigentlich noch nicht einmal die Sexszenen, ausgenommen die gefesselten und geschändeten Frauen, sondern meistens eher die Handlung, die thematisch doch eher auf ein männliches Publikum abzielt. Es gibt in Japan, extra Kinos in denen solche Filme gezeigt werden, Kinos, keine Kabinen. Dort laufen Filme wie: “S&M Hunter“, “Three Slave Women“ oder “Sexy Swat Team“. Diese Titel hören sich aufs erste wie normale Pornoflicks an, es sind aber Erotikfilme. Einer der besseren, auch vielleicht für Frauen tauglicheren, Filme ist der hervorragende “The strange saga of Hiroshi the freeloading sex machine“. Schon alleine der Titel ist atemberaubend.

Der Film handelt, natürlich, von besagtem Hiroshi, einem Tu nicht Gut und Faulenzer, der eines Tages im Bus, die Trommlerin Haruka sieht. Um sich bei ihr bemerkbar zu machen, kommt ihm nichts besseres in den Sinn als eine Kiste Sumo-Grillen, die Harukas Sohn Yuichiro gehören, im Bus zu verteilen. Genau mit dieser Aktion triff Hiroshi ins Schwarze. Haruka mag keine Sumo-Grillen, weil ihr Ex Freund und Vater ihres Kindes, ein Sumo Grillen Wettsüchtiger war. Natürlich nimmt sie Hiroshi mit zu sich nach Hause, wo die beiden dermaßen harten Sex haben, dass die Bewohner des Hauses denken, es gäbe ein Erdbeben, was ja in Japan nichts Ungewöhnliches ist. Ungewöhnlich hingegen ist die Sexszene in der Haruka, Hiroshi eine Salatgurke in den Hintern jagt, eine solchermaßen verstörende und berauschende Szene die wohl leicht zum Nachahmen verführt.

Gurke

Falls das passieren sollte, hier einige Tipps:

  1. Mann sollte sich nicht mit einer großen europäisch genormten Salatgurke anal befriedigen, zumindest nicht wenn man diese Art von Selbstbefriedigung nicht beherrscht und auch nicht wenn ungenügend Gleitmittel vorhanden ist.
  2. Auch Europäisch genormte Bananen dienen trotz Form und Aussehens, nicht der analen Selbstbefriedigung. Ungeschält ist es Schmerzhaft und geschält sind sie zu instabil, um sie überhaupt genau einzuführen.
  3. Besuchen sie einfach die Seite: AlteMännergebenJungenMännernRatschlägezurAnalenBefriedigung.de oder KönigderMasturbation.de

Nachdem Hiroshi und Haruka, genügend Sex hatten und von spannenden Anwohnern belästigt wurden, wird Hiroshi von Yuichiro in die Nachbarschaft eingeführt. Dadurch lernt er das Grillen-Sumo kennen und verfällt diesem, sehr zum Leidwesen von Haruka. Da Haruka noch ein Techtelmechtel, mit Anzai, dem Grillen-Yokuzuna und Ganoven aus der Nachbarschaft hat, kommt es wie es kommen muss und Anzai fordert Hiroshi zum Grillen Kampf heraus. Hiroshi ist mittlerweile allerdings bereits zum perfekten Grillentrainer gereift, weshalb diese Herausforderung kein Problem für ihn darstellt. Ein echtes Problem entsteht erst, als er merkt dass Haruka seine beste Grille, frittiert hat und ihm zum Abendessen als Tara Sprosse serviert.

Um eine neue Killer-Grille zu bekommen, besucht er den Exfreund von Haruka, der auch ein guter Grillenzüchter ist. Während des Besuches, bringt die Freundin von Harukas Exfreund ihn so sehr in Wallung, dass er sich erst mal einen runter holen muss. Was dem Zuschauer erlaubt, durch die Luft fliegendes Sperma zu betrachten. Ich glaube nicht das es das schon einmal, auf diese Weise in einem Film gab.

Sperma

Hiroshi wird daraufhin von Harukas Exfreund zusammengeschlagen und die vermeintliche Killer-Grille entpuppt sich als Kakerlake. Hiroshi möchte sich unbedingt an Anzai rächen, denn mittlerweile lebt Haruka in dessen Haus. Er gräbt sich einen Tunnel unter dem Fluss, da er nicht schwimmen kann, und verteilt weibliche Grillen in Anzais Haus, die sofort über die Männlichen herfallen und sie Auffressen. Beim Rückweg aber bricht der Tunnel zusammen und Hiroschi wird hinfort gespült. Allein für diese Szene lohnt sich das Ansehen des gesamten Films. Doch gerade als Hiroshi beerdigt wird und Haruka sich mit der Freundin ihres Ex auf Hiroshis Grabstein näher kommt, stellt sich heraus das er noch lebt und alles ist gut.

Ende.

Was bleibt über “The strange saga of Hirochi the freeloading sex machine“ zu sagen?

Der Film ist wie Anfangs erwähnt eine Billigproduktion: Kosten ca. 32.000 Euro, Drehzeit 7 Tage. Dies macht dem Kenner natürlich nichts aus. Wie bei den meisten Filmen dieser Art merkt man, dass die Macher dem Filmemachen große Freude entgegen brachten, etwas, das vielen großen Produktionen einfach fehlt. Dazu muss man wissen, dass diese Pinku Eiga Filme selbst in Japan, kein großes Publikum anziehen und auch dort eher als unterste Stufe des Films gelten. Das heißt aber auch, dass vor allen die weiblichen Schauspielerin sich bewusst sein müssen, dass das Mitwirken in diesen Filmen sie womöglich für immer mit genau diesen verbinden wird und sie niemals andere Rollen spielen werden. Was uns aber nicht stört, da in einer gerechten Welt, diese Art von Film ohnehin die einzigen wären.

 

Ist “The strange saga of Hiroshi the freeloading sex machine“ ein schlechter Film?

Pro Kontra
+ Fliegendes Sperma

+ Salatgurkensex

+ Kleine Einführung in die hohe Kunst des Grillen-Sumo

Würde ich ihn nochmal ansehen?

Monatlich!

MfG

Spinnenbein

Besucht Herschels fantastischen Youtubekanal! 100% Rand des Wahsinns approved!

Oli on April 25th, 2014 | File Under Reviews | No Comments -

Flesh Gordon 2 – Die Schande der Galaxis (1989, FIlmvest international, Howard Ziehm) by Wackskoal

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Ja manchmal kommen einem Zelluloidstreifen unter die Augen, von denen man dachte:

Nein so was kann es einfach nicht geben.

Doch es gibt sie, diese Filme, die jemanden wie mich zum Nachdenken anregen. Nicht weil der Film einen solchen Tiefgang hätte, obwohl, in manchen Szenen hat er diesen sehr wohl, sondern weil er einfach von einer solchen Machart ist von der man es nie für möglich hielt, dass es sie überhaupt gibt. (Anmerkung von Oli: Wackskoal, ich kann dir nachfühlen, so ging es mir bei die Wilden Weiber des nackten Westens, Sharktopus und Dinocroc 😉 ) Lange Rede kurzer Sinn, der Film beginnt mit einem durch das Weltall fliegenden Penis… Also einer Rakete, einer Penis-Rakete. (Anmerkung von Oli: Juchu!) Das ganze ist unterlegt mit feinster 80/90er Jahre Musik und bringt einen Filmfan wie mich in die beste Filmlaune für einen Trash-Erotik-Knaller der Extraklasse!

Zum Inhalt:

Auch wenn Flesh Gordon lieber etwas feines mit einer eingelegten Gurke anstellen würde, landet er auf einem fremden Planeten not. Sogleich wird er auch von einem gemeinen Knetgummi-Monster angegriffen. Dieses stellt sich aber als Filmmonster heraus, denn dieswar alles nur die Anfangsszene für den Flesh Gordon Film im Film. (Anmerkung von Oli: Hat das eigentlich irgend etwas mit dem eigentlichen Film zu tun, oder wollte man nur Stopmotionkünste der bescheidenen Art vorführen?)

Nachdem die Szene gründlich in die Hose ging wird unser Held auch postwendend von außerirdischen Chearleadern entführt. Zur Rettung eilen sofort Fleshs Freundin und der Professor in einem Raumschiff, welches sehr an das primäre Nahrungsausgabe-Gerät einer jeden Frau erinnert. Das Titten-Raumschiff, um das ganze mal beim Namen zu nennen, wir von Hühner-Koitus-Energie angetrieben. (Anmerkung von Oli: Wovon auch sonst?) Allein auf diese Idee zu kommen, bedarf schon einer zerebralen Meisterleistung. (Anmerkung von Oli: Eher eines zerebralen Kurzschlusses…) Kurz darauf wird dem geneigten oder gestandenem Zuschauer auch die Hintergrundgeschichte der Entführung Flesh Gordons zu Gemüt getragen:

Bei einem Lattballspiel (ja es geht um genau diese Latten!) beschießt ein Mann in Kapuze die Spieler mit einem Impotenzstrahl. Diese Strahlen legen die Gemächte aller männlichen Einwohner lahm, wodurch der Planet in eine ewige Eiszeit gehüllt wird. Um diese Situation noch mehr auszunutzen, will der böse Herrscher das beste Teil Flesh Gordons zu seinem eigenen machen, um zum einzigen Stecher des Weltalls zu werden. (Anmerkung von Oli: Fantastisch! *g*) Dies zu verhindern ist nun die Aufgabe der Schande der Galaxis: Flesh Gordon!

Nein fragt mich bitte nicht warum und wieso. Den St(r)eifen muss man einfach mit einer gewissen Geilheit, der richtigen Briese Humor und viel Hopfenblütentee genießen, (Anmerkung von Oli: Für mich klingts es eher als bräuchte Mann Valium, Aspirin und Vomex…aber gut) sonst zieht er den Zuschauer in die Senilität. Denn, wenn riesigen Arschteoriten mit Korken der Analausgang verschlossen wird oder unser Held von einem Penismonster auf einem von Busenhügeln übersäten Feld angegriffen wird, dann glaubt man(n) sich im falschen Film. (Anmerkung von Oli: Oder genau im richtigen, ich find’s herrlich!) Doch nein es ist das richtige Magnetband das man in den großen breiten Schlitz des Abspielgerätes geschoben hat. (Anmerkung von Oli: Mit bitte was penetrierst du hier wen?) Ach verdammt, selbst nach nur 15 Minuten fange ich auch schon an versaute Wortspiele und pseudoerotische Formulierungen zu benutzen. Bin ja mal gespannt was nach einer Stunde oder gar nach Ende des Films mit mir geschieht. Ich glaube aber diesen Anblick meiner zu digitalem Papier gebrachten Ergüsse erspare ich euch an dieser Stelle lieber und entlasse euch in eueren wohlverdienten Feierabend. (Anmerkung von Oli: Ach jetzt schon? Ist das jetzt Reviewus interuptus oder ein vorzeitiger Literaturerguss?) Falls Ihr keinen Feierabend haben solltet, dann empfehle ich euch für später den hier von mir zum Review vorgetragenen Leinwand-Softerotik-Streifen. Denn wenn man ihn nicht zu hart… ähhh ernst nimmt, kann man(n) viel Spaß mit ihm haben. (Anmerkung von Oli: Badum Ts!)

Wow, wenn ich den letzten Satz so lese, dann ist es wirklich Zeit Schluss zu machen.

Bis bald mal wieder,

euer

Wackskoal

Ist „Flesh Gordon 2 – Die Schande der Galaxis“ ein schlechter Film?

P(r)o

Kontra

+ klasse Setdesign

+ nicht von der Hand zu weisende Kreativität

+ wenn man sich darauf einlässt, unterhält er gut

– Schlechte Schauspieler

Würde ich ihn mir nochmal ansehen?

Klar, er ist „trash at it’s finest“ und somit jedem, der auf spezielle Filme steht, absolut zu empfehlen!

 

Oli on März 15th, 2014 | File Under Reviews | No Comments -

Demnächst in diesem Theater…

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Flesh Gordon 2

„Die Schande der Galaxis“

Oli on Februar 21st, 2014 | File Under Trailer, Video | No Comments -

Lorna (1964, Eve Productions, Russ Meyer)

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cover

Gestern, am Valentinstag, hat meine Frau mir ein ganz besonderes Geschenk gemacht. Sie sagte: „Heute schauen wir einfach einen Film den du aussuchst zusammen. Dabei darf es auch ein B-Movie sein, mir ist alles recht.“ Mein Glück kaum fassen könnend, eine Träne aus dem Augenwinkel rinnend, fingerte ich mich daraufhin durch mein leicht angestaubtes DVD Regal und dem Geiste des Tages entsprechend, musste ich bei meiner kleinen aber feinen Russ Meyer Sammlung stoppen. Da war doch was…ein Filmchen, das ich noch gar nicht geschaut hatte, eine Silberscheibe, die ich auf der letzten DVD Börse für stolze 50 Cent erwarb: Russ Meyers Meisterwerk „Lorna“. (ALLE Russ Meyer Filme sind Meisterwerke, Ende der Diskussion!) Also, dachte ich mir, schauen wir uns doch einfach mal an, was Russ Meyer da mit 34.000$ Budget auf Zelluloid gebannt hat.

Dieser relativ frühe Streifen von Russ Meyer aus dem Jahre 1964 setzt sich einerseits auf bizarr christliche Weise und andererseits stark durch den Sexismus der 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts geprägt, mit dem damals noch kontroversen Thema der untreuen Frau auseinander. Hauptdarsteller spendiert uns Russ Meyer diesmal sogar im 6er Pack, als da wären Lorna (Wer hätte das gedacht?), eine vollbusige Blondine der besonders untalentierten Schauspielerart, Jim, ihr Ehemann, ein Vollpfosten vor dem Herrn, ein namenloser entflohener Sträfling, die Stimme Gottes sowie Luther und Jonah, die Dorftrottel und Hobbyvergewaltiger aus Udelfangen. Dieses illustre Sextett sollte mir also die folgenden 78 Minuten meines Lebens versüßen und ich war voller Vorfreude. (Meine liebe Frau hingegen war alleine bei dieser Beschreibung bereits hochgradig verstört, gelangweilt und angewidert zu gleich) Was solls? Die DVD fand ihren Weg in den DVD Player.

luther

Luther und Jonah werden in Russ Meyer typischer Kameraarbeit präsentiert, deren Beschreibung in Worten einfach nicht möglich ist. Man fühlt sich aber als Zuschauer ein wenig, als würde man die Szenen aus einem Gulli heraus betrachten oder als sei man maximal 30cm groß. Egal – Die Szene spielt irgendwo im Westen der USA in einer ziemlich alt und verfallen anmutenden Stadt, die fast schon eher in einen alten Western der 30er passen würde. Luther und Jonah unterhalten sich belanglos am Straßenrand als die schöne Ruthie den Weg der beiden kreuzt. (Überraschenderweise hat Ruthie einen Vorbau, der seinesgleichen sucht. Ich denke diese arme Frau wird irgendwann gewaltige Rückenprobleme bekommen.) Ruthie ist anscheinend leicht angesoffen und reizt zumindest Luther so sehr, dass die beiden Volltrottel Ruthie bis nach Hause folgen. Luther versucht nun die angetrunkenen Frau zu vergewaltigen, während Jonah durchs Fenster schaut und sich einen Ast freut. Als Ruthie sich allerdings erdreistet, sich zu wehren, verprügelt der frustrierte Luther Ruthie und verlässt schimpfend den Raum. (Also, ehrlich in welcher Welt leben wir bitte, wenn die Frau sich auch noch gegen ihre Vergewaltigung wehrt? -Pah – )

Welchen Sinn diese Szenen im Ganzen eigentlich hatte, bleibt unklar, weder wird im Film noch einmal darauf Bezug genommen, noch spielt Ruthie in irgendeiner Form eine Rolle im weiteren Verlauf des Filmes. Bizarr aber sinnlos, danke.

Auftritt: Die Stimme Gottes. Ein merkwürdig aussehender Mann mit Bart beginnt mit echolastiger Stimme aus heiterem Himmel Bibelverse und die Exposition dieses Trauerstücks zu verlesen.
priest

Ich nehmen einen tiefen Schluck aus meinem Whiskyglas, meine Frau atmet entnervt tief durch – weiter geht’s.

Wir sehen den fleißigen Jim wie er irgendetwas liest und schreibt. (Es wäre möglich dass der wirre Bartpriester irgendwas dazu gesagt hat, aber es war wirklich zu nervig, um auch noch zuzuhören) Um das ganze abzukürzen, bediene ich mal den geschriebenen Schnellvorlauf: Es stellt sich heraus: Jim ist seit einem Jahr mit Lorna verheiratet, hat diese aber noch nie sexuell befriedigt, am darauffolgenden Tag ist der Hochzeitstag der beiden und die beiden Dorfnullen sind Jims Freunde und Arbeitskollegen aus der Salzmine (WOW!). Der Film ist damit halb vorbei. Zwischendurch sah man noch Lorna ein paar mal nackt (schätze 18kg pro Brust…ca.) und lernt, dass sie offenbar durch den schlechten Sex zur schlechten Haus- und Ehefrau geworden ist. (Meine Frau hatte an diesem Punkt schon ca. 20 Minuten den Raum verlassen…kann man’s ihr verdenken?)

Der große Hochzeitstag kommt also, Jim erweckt den Eindruck, dass er diesen auch noch vergessen hätte, (hat er aber natürlich nicht, er hat etwas besonderes geplant…blabla..laaaaangweilig) bricht auf zur Arbeit und Lorna schlendert für ca. 15 Minuten Filmzeit durch die Natur. (natürlich leicht und teilweise gar nicht bekleidet – wie man das so macht, als Frau der prüden 60er…)

boob

Nun nimmt der Film endlich etwas Fahrt auf. Man sieht und hört eine Sirene und die Kameraführung suggeriert ein Tier, das sich durch hohes Gras anschleicht. Natürlich wird hier der entflohene Sträfling künstlerisch vorgestellt. Die Art und Weise in der Meyer dies tut ist durchaus spannend und innovativ. Lob, wo Lob gebührt. (Allerdings dauert die ganze Szene ungefähr 18 mal länger als die Zeitspanne, die wir bereits als zu lang definieren würden. *seufz* Ein gängiges Problem der B-Kunst). Der Straftäter erschlägt einen Angler, stiehlt diesem die Klamotten und trifft nach gefühlt sechs Stunden endlich auf Lorna. Was tut er nun? Vergewaltigung! Natürlich! Was sonst? Allerdings wehrt sich Lorna nicht, nein, sie leistet etwas zaghaften Widerstand und gibt sich dann einfach dem Fremden, der sie gerade vergewaltigt, freiwillig hin und hat ENDLICH (der Herr sei gepriesen) ihren ersten Orgasmus.

Kuss

(Ach so dieser komische Pfarrer, also die Stimme Gottes, faselt immer wieder dazwischen irgend ein Christenzeug…nur so am Rande)

An diesem Punkt wandelt sich Lorna natürlich vom Saulus zum Paulus. Denn eins ist ja mal klar: Eine gut gevögelte Frau ist einen kochende, einkaufende und putzende Frau. (Oh Mann…) Sie nimmt den Straftäter (dessen Namen sie nach wie vor nicht kennt – ach Liebe…) mit nach Hause, bekocht den Übeltäter, plündert Jims Sparstrumpf und geht in die Stadt Schnaps für ihren mysteriösen Befriediger kaufen. (An diesem Punkt leerte sich mein 12 Jähriger und meine Stimmung war auf dem Nullpunkt)

Wieder zu Hause, wird erstmal der Schnaps gesoffen und Schäferstündchen Nummer zwei eingeläutet. Im Salzbergwerk hingegen bekommt Jim wegen des Hochzeitstages früher frei und macht sich auf den Heimweg, um seine Frau beinahe mit dem Verbrecher in Flagranti zu erwischen. Es kommt zu einem Handgemenge und am Ende sind der Verbrecher und Lorna tot. (Fragt mich nicht wieso? Es ist einfach passiert, ein fliegendes Messer, ein Schürhaken – eins führt zu anderen, alles heult rum…) Die Stimme Gottes labert irgendwas von Auge um Auge, jeder bekommt, was er verdient und der Film endet.

Was bleibt über „Lorna“ zu sagen.

Es ist ein Russ Meyer Film. Man sieht es in jeder Sekunde des Films. Insofern kann man eigentlich als Freund seiner Filme nicht wirklich unzufrieden sein. Ich muss allerdings sagen, dass ich seine groteskeren Werke besser finde, als dieses Drama. Der Film hat leider zu viele Längen und dadurch dass er eigentlich nicht versucht zu überzeichnen, wirkt er oftmals etwas unfreiwillig albern, oder zu altbacken. Moral und Wertvorstellungen der 1960er sind heute nur noch schwer nachzuvollziehen. Der Film schafft es im Jahre 2014 einfach nicht mehr so zu schockieren wie 50 Jahre zuvor. Auch die gezeigte Nacktheit ist in diesem Film noch sehr zurückhaltend, beschränkt sich meist auf die berüchtigte „Sideboob“. Alles in allem ein mittelmäßiger Film, der nur etwas für Russ Meyer Liebhaber ist.

Ist „Lorna“ ein schlechter Film?

Pro

Kontra

+ toller Soundtrack

+ attraktive Frauen

+ oftmals, tolle und abstrakte Kameraarbeit

– zu viele Längen

– zu wenig Humor

– Handlung heute nicht mehr relevant

Werde ich ihn mir nochmal anschauen?

Nein, es gibt zu viele bessere Filme vom „King of Nudies“ :)

Oli on Februar 15th, 2014 | File Under Reviews | No Comments -

Savage Love (2012, IMAS-Filmproduktionen, Olaf Ittenbach) by DaMaze

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cover

 

Olaf der du bist im Splatter

geächtet werde dein Name.

Dein nächster „Film“ komme.

Deine Psychose erblühe,

wie im Kino, so auf DVD.

Unser täglich Gekröse gib uns heute

und vergib uns unseren mangelnden Anspruch,

wie auch wir vergeben deine Plotlöcher.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von Stories mit Sinn.

Denn dein ist der Darm

und die Milz und die Innereien

aus Hefeteig. Amen.

Juchu, Olaf ist zurück! Muss ich ihn noch vorstellen? Olaf „Vollschatten“ Ittenbach? Den Meister des glitschig-makaberen? Den Schöpfer des dunklen Paralleluniversums der Unterhaltungskunst? Den Mann, dessen Filme den dringenden Wunsch auslösen, sich innerlich zu desinfizieren oder sich selbst mit einem Duden grün und blau zu prügeln? Wohl kaum.

 Machen wir’s kurz: er hat es wieder getan, ganz ohne „oops“ und mit voller Absicht. Diesmal sogar unter Zuhilfenahme Semmelrogge’schen … ohje wie sag ich das jetzt, ohne verklagt zu werden? … „Esprits“?!

Semmel
Mal ernsthaft, eine Ittenbach-Semmelrogge(Jr.)-Kollaboration?!? Hallelujah!

 

Aber gut, es hat auch schon Frösche geregnet, also schreiten wir beherzt zur Tat und – als ob das Nervenkostüm und die Ausscheidungsorgane nicht bereits genug belasten wären – direkt weiter zur „Handlung“:

 

Die beiden hartgesottenen Gangster Lukas und Marc haben einen ganz speziellen Abend im Sinn. Ihr Weg führt sie in ein abgelegenes Bordell, in welchem kein noch so ausgefallener Wunsch unerfüllt bleibt. Beide freuen sich auf eine Nacht voller sexueller Ausschweifung – doch es kommt alles anders. Als plötzlich eine Horde von Dämonen über die Gäste des Bordells herfällt, bricht ein furchtbares Massaker los. Die wenigen Überlebenden des Gemetzels sehen sich der Tochter des Satans gegenüber, die das Blut von 666 Opfern benötigt, um ihren Vater zu erwecken. Was folgt, ist ein blutiger Kampf ums blanke Überleben und ein Leichenberg von nie gesehenem Ausmaße.“

Danke Internet, danke Copy-Paste!

So weit so sinnfrei also, die Story könnte auch von Jason Dark sein. Eigentlich gute Startbedingungen für einen „sehenswerten“ Ittenbach – mal gucken, was es diesmal zu „lernen“ gibt.

Let’s do this …

Germania 1569. Alles klar, Olaf hat also ’nen Kumpel um ein paar alte Ritterrüstungen angepumpt. Wohlwollend registriere ich den initialen Versuch, bei Zuschauer die Illusion zu erwecken, er habe hier einen Film vor sich. Bereits wenige Sekunden später jedoch darf ich schon wieder an der Ittenbach’schen Brust der Erkenntnis saugen: Frauen muss man anspucken, damit sie aufwachen, danach gibt’s Nebel, Wurstsuppe und Zombies für alle. Außerdem natürlich Luzi’s Tochter nebst Stimmverzerrer Marke „Premutos wird kommen!“ gratis obendrauf. Ich fühle mich angestört …

Gegenwart. Auch hier gibt’s reichlich Kuriositäten zu bestaunen, die man nur schwerlich seinem Nachbarn verklickern könnte, wenn dieser gerade zufällig vorbei käme, um sagen wir mal eine Flasche Korn auszuborgen: Kampfsport trainiert man am besten arschfrei im Schlafzimmer – natürlich inklusive Bloodsport-Trademark-Dehnübung. Im Anschluss wird anderenorts richtig schön die Wurst gepellt, natürlich zum Katalog mit der neuen KiK-Frühjahrskollektion. Wer kennt das nicht!?

Achja, zwischendurch passiert „Handlung“, aber die habe ich ja bereits in sämtlichen relevanten Details erwähnt. Widmen wir uns also weiter dem Stroboskopgewitter der Absonderlichkeiten:

Der frische „Franzose“ erscheint zunächst sympathisch, schließlich bittet er seinen Spezi Semmelrogge unverzüglich und mit der nötigen Eindringlichkeit, einfach mal die Fresse zu halten. Andererseits will er ihm dann aber ausreden, noch mehr Viagra mit Bier runterzuspülen, was den Elendstouristen in mir sichtlich verärgert!

 Wir subsummieren nach einer guten Viertelstunde „Film“: „Schauspieler“ fürn Arsch, Skript fürn Arsch und dann die Soundqualität der Sprecher … ?! Bitte Olaf, steck dir doch das nächste Mal einfach ein historisches Diktiergerät, eingewickelt in Frotteehandtücher in den Allerwertesten – es kann nur besser werden! Bleibt also wie so oft nur die berechtigte Hoffnung auf Titten oder Splatter, die einen irgendwie am Bildschirm hält.

Kaum 4 Minuten später steigt zwar die Aussicht auf erstere bereits schlagartig an, doch möchte man von den anwesenden Damen im Zweifelsfall lieber doch nichts sehen (oder sich gleich die Augen mit Salzsäure spülen)! Als Nachschlag spendiert Olaf uns Bruce Darnell mit Tourette und Sprachfehler, Kleinwüchsige Kellner, Freibier und Drogen für alle, doch irgendwie macht sich bei mir schon jetzt Katerstimmung breit. Ernsthaft, wer bitte schreibt solche Dialoge?! Wenigstens Semmelrogge spürt erwartungsgemäß herzlich wenig – und ist das da im Publikum etwa Steve Vai mit Lederhut??

vai
Die „Good guys“

Ittenbach versucht sich unterdessen an S/M und – welch Wunder! – Titten. Und Kotze. Dieser Film ist jetzt schon wieder jenseits jeglicher Schmerzgrenze. Dann plötzlich wieder Zombies! Kehlenschnitte und durchtrennte Torsos!! Haken an der Sache: Alles wirkt irgendwie lieblos und billig. Olaf, wenn du mich jetzt auch beim Splatter im Stich lässt, wie überstehe ich dann die bevorstehenden 50 Minuten „Film“?? Steve Vai ist übrigens „Kampfmönch“ und versucht mit Slow-Motion-Wummen, mein empfindsames Herz zurück zu erobern. Leider Fail. Ein Platzpatronenfeuerwerk nebst Sprühfontänen an Kunstblut soll’s danach wieder richten, Ittenbachs Splatter scheitert jedoch stets an den gleichen Mängeln.

Lieblos, öde. Man träumt von schnellem Vorlauf. Dann zur Abwechslung mal wieder „Handlung“. Der Film eliminiert jegliche Lust, sich in Sätzen zu artikulieren.

Es folgen Bibelzitate – „Schauspieler“ – Schwaben – Dafuq!!

kack
„Du hast gleich nen Pakt mit meiner Faust, wenn ich sie dir in den Arsch ramme!“ – ein Satz, den Jennifer Roche lieber mal ihrem „Regisseur“ gesagt hätte.

„Handlung“ gibt es fortan abwechselnd mit Gewalt, ohne dass sich irgendwas nennenswertes regen würde. Biblische Namen, Naschereien, „Dialoge“ … nein, für Dramaturgie und Kohärenz bekommt Olaf diesmal eine glatte 6, hier ist wirklich rein gar nichts mehr zu retten. Der Rest des „Films“ verstreicht in einer Sequenz aus Gähnen, Grummeln, Stirnrunzeln und verstörten Blicken. Ich sag nur „Butzelmaus“, „Hackfleischverordnung“ und „Axtunfall“, um den versierten Kenner an einige Augenblicke völliger zerebraler Entgleisung zu erinnern.

 Zum Schluss gibt’s dann noch eine A-Team-Rasenmäher-Tötungsmaschine – wer hätte nicht damit gerechnet? – und obendrein mehr Kunstblut, als Wasser im Victoriasee. Natürlich erfolgt das Töten fachgerecht mit Schutzbrillen, man hat ja schließlich einen Erziehungsauftrag wahrzunehmen.

Was soll ich sagen, die Guten entkommen, die Bösen sterben, der Film endet irgendwie. Zurück bleibt Leere.

Letzte Worte? „Titten, Scheiße!“

Ist “Savage Love” ein schlechter Film?

Ohja, ein richtig schlechter.

Werde ich ihn mir nochmal ansehen?

Bloß nicht!

 

Oli on Januar 27th, 2014 | File Under Reviews | No Comments -

World War Z (2013, Plan B Entertainment, Marc Forster)

Warning: Explicit Content! This article may be not suitable for people younger than 18 years. Parental Advisory is recommended. Read at your own risk!

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Da ist er wieder! Der wahnsinnige B-Movie Kritiker ist zurück. Nach jahrelanger Abstinenz von der B-Kunst, schwerem Whiskymissbrauchs und unzähligen Stunden mit klassischen Videospielen, ist meine Auszeit endlich gelebt. In den letzten Wochen dürstete es mich ganz allmählich wieder nach schlechten Filmen, billigen Effekten, Handlungslöchern und Kontinuitätsfehlern. Es begann mit unruhigem Schlaf. Ich träumte von Olaf Ittenbach und Uwe Boll, die mich zu sich riefen. In gleißendem Licht erstrahlte Lloyd Kaufmann und breitete seine Arme aus, doch als ich auf ihn zuging erkannte ich die Fratze Michael Bays, wie eine Illusion im wunderschönen Antlitz des Tromaschöpfers. Schweißgebadet wachte ich auf, fragte mich was das alles solle und konnte mir keinen Reim darauf machen.

Bis ich vor ein paar Tagen durch die örtliche Videothek schlenderte und „World War Z“ entdeckte. Eine high class Hollywood Zombie-Endzeit-Apokalypsenvision der Oberklasse mit Brad Pitt. Ich dachte nur: „Wow, DAS muss ich sehen!!!“ und lieh mir den Film, in der Hoffnung einen gut gemachten, hochbudgetierten Zombie-Streifen mit Lieblingsfilmpotential zu erhalten, aus. Ich fühlte eine Aufregung in mir, wie zuletzt 1992 als ich Nirvanas „Nevermind“ endlich in Händen hielt und die ganze Busfahrt abwarten musste, bis ich die CD endlich zu Hause in den CD-Player werfen konnte. (Für die Jüngeren: CD Player waren so was wie Ipods nur größer, revolutionärer und ohne 2-Jahres-Akku-des-Todes)

Wie wir alle wissen, wurde der kleine Kritiker damals nicht enttäuscht. Der Große hingegen hat 150 Minuten Später (Heimweg+Film) weinend auf der Couch gesessen, Bissspuren im Couchtisch hinterlassen und bei geöffnetem Fenster die ganze Nachbarschaft mit wütendem Geschrei der Marke “ Das kann doch nicht euer Ernst sein? Oh mein Gott, wie kann ein Film so schlecht sein? Wie Dumm! Hat denn niemand das Drehbuch gelesen? Warum?…usw.“ beglückt. Wie kann es sein, dass man 190 Millionen Dollar ausgibt, um 120 Minuten wirren Müll zu produzieren. Mit diesem Budget hätte ein Lloyd Kaufmann locker 50 mal wirren Müll mit 120 Minuten Laufzeit produziert. Ich meine, was ist daran schwer, Zombies, Blut, Survivors, Gemetzel, Twist am Ende – voilà, done. Mein Kater könnte einen Zombiefilm zusammenschneiden, der besser ist als „World War Z“. Das einzige was dieses Debakel entschuldigen könnte, wäre dass Brad Pitt 189,5 Mio. Dollar Gage bekommen hat und der Drehbuchautor mit Gummibärchen, Crack und chlamydienverseuchten Thainutten bezahlt wurde und das ein oder andere Chromosom zu viel im Bausatz hat. (Naja, oder halt Michael Bay, in irgend einer Form, aber der ist diesmal unschuldig…diesmal!)

Kommen wir kurz zur Handlung, die mich spontan wieder dazu brachte die Tastatur in die Hand zu nehmen und meine Hass in die Welt zu schreiben.

Brad Pitt, Familienvater, Regierungsangestellter, Superheld und Megahirn rettet die Welt vor der Zombieapokalypse weil er sieht, wie ein Kind von einer Zombiehorde nicht angegriffen wird und daraus folgert, dass die Zombies tödlich erkrankte Menschen nicht anfallen. Aus dieser Information gelingt es nun Ärzten aus Schweinegrippe-, Kinderlähmung- und Hepatitiserregern einen Impfstoff für die restliche Welt zu entwickeln.

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Das war es schon. Alles drumherum ist nur Füller, passt in fünf Zeilen und ist völlig irrelevant. Klingt eigentlich gar nicht so schlecht, oder? Ist es aber. Es ist ein Desaster! Man stelle sich vor, Brad Pitt und eine Frau fliegen in einem Flugzeug. Plötzlich springt ein Zombie aus dem Klokabuff (klar…) und schon geht das blutlose Offscreengemetzel los (Oh ja, glaubt nicht, dass ihr auch nur einen Tropfen Blut in diesem Film zu sehen bekommt. „Bambi“ ist brutaler als dieser Zombiefilm immerhin sieht man da die Mutter sterben) Was tut Brad Pitt? Das was jeder tun würde, er zündet eine Handgranate. das Flugzeug stürzt ab und alle Statisten sterben. Brad überlebt mit einer Fleischwunde und die Frau bleibt natürlich völlig unverletzt. (WTF?) Das Problem ist hier, würde dies in einem echten B-Movie passieren, wäre es überspitzter, surrealer vielleicht sogar comicartiger dargestellt worden. Man würde lachen und sich über die kranke Idee amüsieren. In „World War Z“ versucht der Regisseur allerdings das ganze real wirken zu lassen und verliert dabei völlig aus den Augen, dass er sich komplett lächerlich macht und er dem Film dadurch jegliche Glaubwürdigkeit raubt. Was bleibt ist ein identitätloser Haufen an Bildern ohne Charakter, Seele oder den geringsten Unterhaltungswert.

Außerdem, warum wird dem Zuschauer eigentlich vorenthalten, welche Rolle Brad Pitt in der amerikanischen Regierung spielt? Ist er ist einfach nur wichtig und rettet zufällig die Welt? Das ist zu dünn, selbst Ittenbach, der Meister der Schmalspurhandlung, erklärt seine Charaktere besser.

Von den lachhaften CGI mal abgesehen, bietet der Film ansonsten keinerlei Effekte. Die Zombies, die Kulissen und alle Explosionen sind komplett am PC entstanden und sehen bescheiden bis grottig aus.

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Und dann war da noch Moritz Bleibtreu, den ich eigentlich sehr schätze. In „Jud Süß – Film ohne Gewissen“ wurde er für seinen Goebbels von den Kritikern zerissen, von mir gefeiert. Vielleicht war ich außer Bleibtreu der einzige, der sich über das Wesen des Joseph Goebbels informiert hatte und deshalb die Performance, die Bleibtreu an den Tag legte, atemberaubend und von intensiver Bedrohlichkeit empfand. Aber das spielt heute kein Rolle mehr, da Bleibtreu offenbar mit seiner Karriere abgeschlossen hat und diese nun mit „World War Z“ zu Grabe trägt. Eine derart hölzerne schauspielerische Leistung habe ich seit Pinocchio nicht mehr gesehen. Emotionslos banal eiert Bleibtreu über den Bildschirm und man wünscht sich nichts sehnlicher, als dass einer dieser CG-Zombies ihn endlich aus seiner schauspielerischen Agonie erlöst und seinen Part in Milde euthanasiert. War es das Wert? Die Seele verkaufen um zehn Minuten Sidekick von Brad Pitt zu sein? Wahrscheinlich war er sogar vertraglich dazu verpflichtet die sprichwörtliche deutsche Eiche zu geben, damit die restlichen mindertalentierten Schauspieler in diesem Trauerspiel nicht völlig verblassen und obsolet würden.
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Dieser Film bietet einfach absolut nichts, was einen guten Zombiehorror oder Zombieactionhorror ausmacht. Weitere Anschlussfehler und Logikprobleme schneide ich gar nicht erst an, die kann jeder selber entdecken, sonst beginne ich wieder meine Nachbarn anzubrüllen.

Was bleibt über „World War Z“ zu sagen?

Schuster bleib bei deinen Leisten! So wie Independentfilmer nicht versuchen sollten, Mainstreamfilme zu kreieren (Asylum, ja ich meine Euch!) sollten Hollywood Pappnasen nicht versuchen sich an B-Moviematerial zu vergreifen. Es funktioniert nicht! Weder der Drehbuchautor, der Regisseur noch die Schauspieler fühlen sich in diesem Film wohl und das merkt man auch. Nichts wirkt natürlich, alles erzwungen, zusammengeflickt und auf den schneller Dollar an der Kinokasse zielend zusammengetrailert. IMDB gibt dem Film 7 Sterne, was wieder beweist, dass Schwarmintelligenz ein Mythos ist. Mir hat der Film auf jeden Fall gezeigt, dass es wieder Zeit ist, meine Arsch auf der Couch zu parken, mir B-Kost auf den Schirm zu legen und Euch, meinen Freunden des gepflegten Low-Budget Films, meine Empfehlungen und Warnungen mitzuteilen.

Ist „World War Z“ ein schlechter Film?

Pro:

Kontra:

+ der Film endet

+ teilweise gute Schauspieler…

+ die Blu-Ray ließ sich problemlos aus dem Player entfernen

– löchrige Handlung

– …allerdings in schlechten Rollen

– furchtbare CGI

– kein Blut

– unglaubwürdige Action

– unsympathische, schlecht entwickelte Charaktere

Werde ich ihn mir nochmal ansehen?

Wozu? Es gibt tonnenweise besseres Material.

Oli on Oktober 28th, 2013 | File Under Reviews | No Comments -

DAFUQ!?

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Dem aufmerksamen Leser dieses Blogs sollte in den letzten Wochen und Monaten aufgefallen sein, dass ich nicht gerade ein riesen Fan des „Rape and Revenge“- Genres bin. Die Faszination dieser Abart der Sexploitation hat mich nie packen können und ich gebe der regulären, augenzwinkernden Sexploitation jederzeit den Vorzug. Ich muss allerdings gestehen, dass sich meine Einstellung zu diesen Filmen in der Regel auf Werke der 1970er Jahre bezieht, da ich dazu neige mir eher originale als Remakes, kalte Aufgüsse und Fortsetzungen anzusehen.

Wie dem auch sei, Filme wie, „Im tiefen Tal der Superhexen“ oder auch „The Realm of Sense“, konnten mir weit mehr Freude bereiten als Streifen wie „The last house on the left“ oder „Ich spuck auf dein Grab“ (Ersterer brachte vor meinen Augen einen gestandenen Mann zum weinen…soll das wirklich unterhalten? …Ich zweifle…) Nichts desto trotz würde ich den beiden Filmen selbstverständlich einen gewissen kulturellen Wert nicht absprechen wollen. (Auch wenn man sich beim Schauen nichts sehnlicher wünscht als eine heiße Dusche…).

Die 1970er sind heute ja bereits ein paar Tage her und in der Weihnachtszeit letzten Jahres dachte so bei mir, dass es ja eigentlich keine schlechte Idee sei, mal zu sehen, was aus diesem Genre geworden ist. (Von den mannigfaltigen Remakes oben genannter Klassiker mal abgesehen) Ich besorgte mir also einen ganzen Stapel Filme, deren Namen bereits auf „Rape and Revenge“ oder Sexploitation hinweisen könnten und legte los. In meiner Auswahl befanden sich „Mistress Frankenstein“, „Run Bitch Run“, „I was a Teenage Strangler“, „Slaughtered vommit dolls“ und „Amateur Porn Star Killer“. Zwei dieser Filme sind schnell und harmlos abzuhandeln. “Mistress Frankenstein“ ist ein strunzdummer Sexfilm, der an Niveaulosigkeit kaum noch zu überbieten ist und dessen Erwähnung alleine sowohl meine als auch eure Zeit verschwendet.

“Run Bitch Run“ werde ich eventuell im laufe dieser dritten Staffel noch gesondert behandeln, aber es sei bereits soviel gesagt, dass das Filmchen ein ganz lau warmer Aufguss von „Ich spuck auf den Grab“ ist. Es wurden sogar die Charaktere eins zu eins kopiert, dazu ungefähr 10% Neuhandlung erschaffen und dann letztlich das Ganze für 25000$ mit Laiendarstellern abgedreht. (gähn)

Wirklich problematisch wird es dann allerdings bei den verbleibenden Filmen, die mich dazuveranlassten, den etwas ungewöhnlichen Titel für diesen Artikel zu wählen. Ich weiß gar nicht wie ich diese “Machwerke“, die mir da zur Ansicht vorlagen. überhaupt angemessen beschreiben soll. (Zumal oft nur der Schnellvorlauf ein drohendes Hirnaneurysma abwenden konnte)

*

Der erste gesichtete Film war „Slaughtered Vommit Dolls“. DaMaze hatte sich zu einem Besuch eingefunden und wir konnten uns der Anziehungskraft des doch sehr romantisch anmutenden Titels nicht entziehen. Was sich unserem Auge dann aber darbot war so grotesk und widerlich, dass das Anschauen in körperliche Anstrengung ausuferte. Der Film ist eine Aneinaderreihung von mit einer wackligen Handkamera gefilmten und mit Bildeffekten überladener Scheußlichkeiten der besonders gestörten Art.

Teils realer, teils gestellter Natur, widert der Film mit bulimischen Kotzorgien, pornografischen Bildern und ausufernden Gewaltdarstellungen den Zuschauer an. Der Sinn dieses Filmes blieb uns verborgen, aber sollte der Regisseur, der hier offenbar seine eigenen Fetische und Kindheitstraumata in bewegte Bilder setzte, einfach nur schockieren wollen, hat er dies mit Bravour gemeistert. Dieser Film, der übrigens noch ZWEI Fortsetzungen mit gleichsam wohlklingenden Titeln (“Slow Torture Puke Chamber“, “ReGoregitated Sacrifice“) erfahren hat, war bis dato das krankeste, was ich je gesehen hatte.

Aber es bleiben ja noch zwei weitere Filme übrig und man will es nicht glauben, selbst “Slaughtered Vommit Dolls“ lässt noch Luft nach unten: „Amateur Porn Star Killer“

Was genau diese Filmreihe darzustellen versucht, bleibt mir völlig unklar. Dem geneigten Zuschauer wird hier eigentlich nichts anderes Serviert als ein übel gedrehter Heimporno, dessen Sexszenen frei nach dem Motto „Headshot statt Cumshot“ enden. Insofern liefert der Film, der ebenfalls ZWEI Fortsetzungen erfuhr genau das, was der Titel verspricht: Porno, Pseudosnuff, Vergewaltigung und Misshandlung von Frauen (Juchhu, der Filmeabend mit der Freundin/Ehefrau ist gerettet!) Exorbitant übel ist hierbei die Vermischung der realen Sexszenen mit den gestelltenMisshandlungen, Vergewaltigungen und Ermordungen der Frauen, sodass man sich immer wieder daran erinnern muss, dass das gezeigte nicht echt ist und wahrscheinlich alle lachend vom Set gegangen sind am Ende. Ganz ehrlich, dieser Film hat mir mehr als Bauchschmerzen bereitet und hat mich mal wieder zu einem gewissen Grad an der Menschheit zweifeln lassen. Gibt es für diesen Schrott wirklich soviel Abnehmer? Eine Recherche in der IMDB ergab dann, dass die Streifen durch die Bank weg gute Bewertungen von weiblichen Konsumenten erhielten, wohingegen Männer für die negativen Bewertungen verantwortlich waren. Ich lasse das jetzt mal kommentarlos im Raum stehen und versuche nicht weiter über diese Entdeckung
nachzudenken und rate auch jedem ab, dies zu tun. (WTF!?)

**

Mit „I was a teenage strangler“ wird das Niveau der besprochenen Filme zum Ende dieses Artikels noch mal leicht über das von „Slaughtered Vommit dolls“ angehoben, kann sich aber immer noch nicht gegen den intellektuellen Anspruch und den pädagogischen Wert einer Folge „Frauentausch“ behaupten. Auch hier werden pornografische Szenen mit entarteten Gewaltdarstellungen gepaart, allerdings wirkt das Ganze durch die mehr als schlechten Effekte eher lächerlich als verstörend. (Es ist traurig, dass das hier zu Gunsten des Filmes ausgelegt werden muss) Den Machern muss entgangen sein, dass Traubensaft zu dünn ist, um als glaubhaftes Blut durchzugehen und Schokomüsli menschlichen Exkrementen nicht im Entferntesten ähnlich sieht. Unterm Strich bleibt der Film harmlos, bietet aber weder Erotik, noch einen wenigstens rudimentären Unterhaltungswert.

Zeit für ein Fazit:

Die Sexploitation mit all ihren Spielarten hat in den 1970ern ihren absoluten Höhepunkt gehabt und hätte einfach in Frieden sterben sollen. Das was sich meinem Auge in den letzten Wochen bot war im besten Fall nur widerlich und in keiner Weise sehenswert. Was ist aus den guten, witzigen Sexploitation Filmen der 70er Jahre nur geworden? Wo sind die “Rape and Revenge“ Filme, die ein Zeichen GEGEN diese Art der Behandlung von Frauen setzt und sexuelle Gewallt nicht auch noch feiern geblieben? Ich kann nur jedem raten, sich die guten alten Streifen anzusehen und einen gigantischen Bogen um diese neuen Ausgeburten menschlicher Perversion zu schlagen. Um ein Zeichen zu setzen, werden die folgenden Wochen ganz der alten Schule der Sexploitation gewidmet sein, denn es gab auch mal eine Zeit, in der selbst Sexploitationfilme mehr zu bieten hatten als grenzdebile Dummheit in Dosen oder abartigen Pseudosnuff!

In diesem Sinne…

Zur Hölle mit der Kunst, runter mit den Blusen!

                          – Russ Meyer

*   Slaughtered Vomit Dolls (2006, Kingdom of Hell Productions, Lucifer Valentine)
** Amateur Porn Star Killer 3 (2009. Alter Ego Cinema, Shane Ryan)

Oli on April 25th, 2012 | File Under Allgemein | 3 Comments -

[REC I+II] (2007, 2009, Castelao Producciones, Jaume Balagueró, Paco Plaza) by bartWichtel PART II

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[Zu Part I]

Der zweite Teil steigt ungefähr dort ein, wo der Erste sein Ende fand. Nur mit dem Unterschied, dass jetzt keine hysterische Reporterin mit ihrem leibeigenen Kameramann für den geneigten Zuschauer unterwegs ist, sondern ein, bis unter die Zähne bewaffnetes S.W.A.T.-Team, das offensichtlich auch genügend Durchsetzungsvermögen hat, nicht ständig gegen Leute anlaufen zu müssen, die Ihnen vorschreiben, die Kamera aus zu machen. Diese harten Jungs filmen sich lieber gegenseitig und freuen sich einen Ast, endlich irgendwelchen hochgradig infizierten Hausbewohnern den Allerwertesten aufzureißen.
Das S.W.A.T.-Team betritt also das 85-stöckige Haus zusammen mit einem… nun ja… speziell ausgebildeten Honolulu-Mediziner, der nachdem er die erstbeste Blutlache begrabbelt hat direkt beurteilen kann, dass das Virus definitiv nie nicht niemals über die Luft, sondern nur durch Speichel übertragen werden kann. Dem versierten Zuschauer war dies, selbst ohne den ersten Teil gesehen zu haben, natürlich schon klar, schließlich lernt man aus Filmen wie 28 Days Later / 28 Weeks Later (oh wartet… eine Fortsetzungsgeschichte…) oder Breakout, dass diese Tatsache STÄNDIG der Fall ist.

Nach exakt 13 Minuten und 40 Sekunden stirbt dann endlich der erste unserer mutigen Kamera-S.W.A.T.‘ler. Nicht im Dachgeschosskabuff, wo Teil eins endete, sondern in der Wohnung darunter (hat eigentlich jemand mitgezählt, wie viele Stockwerke dieses Gebäude hat?), um dann 20 Sekunden später seine Rookie-Kollegen anzufallen. Zum ersten Mal tritt Verwirrung bei mir auf, weil der anwesende Honolulu-Mediziner anfängt, Gebete zu sprechen, auf die der „Infizierte“ reagiert. Das ist definitiv neu! Die Erklärung folgt prompt von der wandelnden Symbiose aus Mediziner und Priester: Wir haben es mit einer neuen Gattung von Zombie-Aids zu tun. Zombie-Aids gepaart mit (*beliebigen dramatischen Soundeffekt einfügen*) SAAAAAATAAAAAAN! Ein weiteres Mal frohlocke ich: JU-HU! Gerne hätte ich mir eine ähnliche Reaktion wie die, des S.W.A.T.‘lers gewünscht. Einer der Guten lacht den Honolulu-Priester geschmeidig aus, als dieser erklärt, es handle sich um „Besessene“. Mir konnte diese Feststellung leider nur ein leichtes Nase-rümpfen entlocken.

Die folgenden Ereignisse fasse kurz und schmerzlos zusammen: Diverse Schießereien, diverse Zombies mit Zombie-Satan-Aids kommen und gehen (manche mehr, manche weniger blutig), diverse S.W.A.T.-Mitglieder segnen das Zeitliche und generell wirkt das Drehbuch wieder Mal, als wäre es aus diversen bekannten Zombie-Aids-Filmen zusammengeschrieben. Diverse Schockmomente kann man schon zehn Kilometer gegen den Wind riechen und eigentlich ist mir nach dieser abstrusen Mischung zwischen den unterschiedlichen Diversitäten aus Zombie-Aids-Filmen und Exorzisten-Filmen mehr nach gelangweilten Aufbrechen meiner Knabbersnacks, als nach Weiterschauen.

… Da schau an, ein weiterer „Besessener“ stirbt und fällt durchs Treppenhaus gen Fliesenboden. Ein lächerlicher Versuch, dem Film etwas mehr Dramatik zu verleihen flimmert über die Mattscheibe, als eine Teenagergruppe im Haus auftaucht, denen _EIN_ S.W.A.T. Mitglied nachläuft. Wir erleben eine Reunion unserer Lady in Rosa aus dem ersten Teil, die gerade zum gefühlten 27. Male stirbt. (Oh, ich vergaß zu erwähnen, warum sich die S.W.A.T.-Truppe um den Honolulu-Priester eigentlich so lange im Haus aufhält. Eine originale Blutprobe von Medeiros muss gefunden werden, um aus dem Blut des Wirtes ein Gegenmittel herzustellen *gähn*)

Neue Gastschauspieler sollen also die Story aufpeppen. Die „Besessenen“ sprechen nun im Unterbewusstsein von unseren schießwütigen Freunden (warum das nun wieder?) und Regan MacNeil’s Zimmer befindet sich scheinbar auch in diesem Haus mit den unzähligen Stockwerken. Schade, dass Zombie-Satan-Aids-Kotze Kameras zerstört, weil mitten im Film die Kamera unserer mutigen Rettungstruppe versagt. Ein Glück, dass es die Gruppe Jugendlicher gibt, die, dank ihrer mitgeführten Kamera für einen Wechsel der Blickwinkel sorgt. Zumindest kurzfristig. Okay, ich gebe zu, ich musste durchaus recht herzhaft lachen, als einer „Besessenen“ der Kopf mit einer Silvesterrakete weggeblasen wurde.

Wir spulen wieder ein wenig vor und stoppen an dem Punkt, an dem etwas Hektik weiter unten im unendlich hohen Gebäude entsteht und (*Tusch*) unsere tapfere Reporterin Ángela aus einem der unzähligen Räume erscheint. Sie hat ihre Kamera in der Hand und erscheint gerade zufällig als alle anderen Kameras den Geist aufgegeben haben. (Das Leben schreibt schon komische Geschichten…) Wo auch immer Ángela war, zwischen dem ersten und zweiten Teil, sie hatte scheinbar genügend Zeit, um die Kamera wieder zum Laufen zu bringen, weil aus “nur-Nachtbild-Aufnahmen-möglich“ wurde mysteriöser Weise “Ich-filme-wo-ich-lustig-bin“. Egal – nach dem folgenden Exorzismus an einem der Jugendlichen finden die tapferen Überbleibsel heraus, wo sie Medeiros zu suchen haben: „In der F@!%& deiner Mutter…!“ also bitte! Fäkalsprache und diese auch noch aus dem Exorzisten geklaut… Jetzt rumpelt es aber im Geäst, oder so.

Ektoplasma sei Dank, kann Medeiros nur durch die Nachtsicht der Kamera erkannt werden. JU-HU! Einen stupideren Grund um Dunkelheit und Beklemmungszustände (vom unterdrücken des Brechreizes) bei den Zuschauern herbeizuführen ist Balagueró und / oder Plaza also nicht eingefallen. Ein wenig Rumpel und Gepumpel durch dunkle Räume, gefolgt von Rangeleien und Morbiditäten folgt zusammenhang- und emotionslos das Ende – Gott sei Dank. Noch mehr Stupiditäten und mein Kopf wäre implodiert.

Was bleibt zu sagen über „[REC]“ und „[REC²]“?

Nicht wirklich viel. Aber zu dem klugen Mann, der die Empfehlung aussprach, Fortsetzungen seien immer gut. Eben jenen Mann möchte ich lynch… äh… möchte ich danken, für diese Empfehlung und die damit verbundene Vergeu…süßung von insgesamt 160 Minuten Lebenszeit. Ich hätte mir diese 160 Minuten wirklich nicht schöner vorstellen können. Eventuell hätte ein weißes Einhorn, welches über eine grüne Wiese galoppiert und dabei Regenbögen erbricht dieser Fortsetzungstragödie noch das Wasser reichen können. Viel verhundsbeuteltere Dinge kann ich mir im Moment ernsthaft nicht mehr vorstellen. Obwohl… Ob bitte jemand eine Fortsetzung von Sucker-Punch drehen könnte?

Gerüchten zu Folge wird 2012 nach geraumer Verspätung das dritte Sequel mit dem faden Beinamen „Génesis“ erscheinen und Ende 2012/Anfang 2013 der vierte Anhänger mit dem Namen „Apocalypse“, um die Quadrillogie zu komplettieren. Abermals frohlocke ich mit einem dreifach kräftigen JU-HU! und freue mich auf diese Tage wie ein Schnitzel…

Sind [REC] und [REC]² gute Filme

Oh ja, sie sind sooooo schön, ich könnte Regenbögen brechen!

Werde ich mir „[REC]“ oder „[REC²]“ nochmals ansehen?

Oli on Februar 23rd, 2012 | File Under Reviews | 2 Comments -

Splatterday Night Fever – Olaf Ittenbachs „Legend of Hell“ – Premiere

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Gestern war es endlich soweit. Nach drei langen Jahren Wartezeit wurde, pünktlich zu meines Bruders 24. Geburtstag, „Legend of Hell“ der Welt und allen voran dem Saarland vorgestellt. Schon seit Wochen habe ich mit meinem Bruder diesem Tag mit Spannung und großer Vorfreude entgegengefiebert und als wir uns gestern Abend bei -13 Grad ins Auto begaben, um die 100 Kilometer nach St. Ingbert ins Regina-Kino zurück zu legen, fühlte ich mich wieder wie ein kleines Kind an Heiligabend.

Trotz arktischer Verhältnisse kamen wir gesund und pünktlich an und bereits 90 Minuten nachdem wir das Auto starteten, Schritt der Meister, Olaf Ittenbach himself, mit einem freundlichen „Hallo Leute“ an uns und der wartenden Menge vorbei. Er war viel größer, als wir ihn uns vorgestellt hatten und seit „Familienradgeber II“ hatte er wieder einige Pfunde von den Rippen verloren. Sichtlich gut gelaunt und reichlich angetrunken folgten ihm einige Darsteller und Crewmitglieder, die sich eigentlich kaum von der wartenden Menge abzeichneten. Einzig Martina Ittenbach und Wayne Darrin (No Reason, Familienradgeber II) stachen uns sofort ins Auge, da wir die beiden bereits aus anderen Ittenbachstreifen kannten (und Martina so oder so immer ein auffälliger Hingucker ist).

Der Einlass wurde endlich ausgerufen und wir betraten einen kleinen, aber gemütlichen Kinosaal, der eine überraschend große Leinwand zu bieten hatte. Es dauerte nicht lange bis sich Olaf, die Schauspieler und einige Crewmitglieder zu einer kleinen Ansprache vor der Leinwand aufgebaut hatten. Dabei kam nichts allzu Spektakuläres herum außer dem üblichen Gedanke, Geklatsche und Gefreue, das bei solchen Anlässen gepflogen ist. Zu bemerken sei lediglich, dass Olaf uns vorwarnte, dass der Film erst am Tag zuvor zu Ende gestellt worden sei und es deshalb noch einige Probleme mit dem Sound geben würde (ohja, die gab es) und dass Wayne besoffen-sentimental den Bruce Darnell zum Besten gab. (Die Freude ein volles Haus zu sehen, gepaart mit 5 Litern Sekt würde wahrscheinlich sogar ein Flusspferd zum Weinen bringen…) Nach Waynes Beteuerung, dass er eben nicht anfangen würde zu weinen, und Olafs Einladung aller Anwesenden zur Aftershowparty, lief der Film dann endgültig an.

Ausnahmsweise werde ich an dieser Stelle einmal darauf verzichten, den Film in voller Länge und im Detail zu besprechen, da ich zu dem wirklich kleinen Kreis derer gehöre, die schon die Ehre hatten diesen Streifen in seiner Gänze zu erleben und ich niemandem das Erlebnis des ersten Schauens verderben will.

Es sei nur soviel verraten, dass der Film grandios war. Olaf zieht wieder alle Register und kann diesmal sogar mit ausgefeilten Sets, CGI-Effekten, ansehnlichen Kostümen und einem epischen Soundtrack aufwarten. Wie gewohnt muss man natürlich bei den schauspielerischen Leistungen einige Schwächen in Kauf nehmen, aber auch auf dieser Ebene habe ich bereits wesentlich schwächere Streifen (nicht nur von Olaf) gesehen. Selbstverständlich gab es auch das ein oder andere Handlungsloch oder den ein oder anderen Anschlussfehler, aber sind wir doch mal alle ehrlich, das gehört im B-Movie Genre ja schon fast zum guten Ton und wenn ein Film Spass macht, interessiert das doch auch eigentlich überhaupt nicht mehr. Und Spass liefert Legend of Hell in großen Fäßern voller Kunstblut aus. Wer sich wie ich schon seit langem einen weiteren Film im Stile von „Premutos“ gewünscht hat, wird endlich glücklich werden. Legend of Hell ist meiner Meinung nach der würdige Nachfolger von „Premutos“ und wird einen ähnlichen Kultstatus erlangen. Olaf hat sich in diesem Streifen wieder mehr auf Massensplatter mit humoristischen Gewalteskapaden der Marke „Braindead“ konzentriert, als auf ausufernde minutenlange Folter-/ Mord-/ Verstümmelungsszenen der besonders ekligen Art und sich dabei selbst übertroffen. Das ganze Splattergeschehen wird dann noch in eine obskure Fantasy/Horrorgeschichte gepackt, es wird munter durch die Dimensionen gereist und „Voilà“, fertig ist der meiner Meinung nach beste Ittenbachstreifen der letzten 15 Jahre. Außerdem wurde die längste Kettensäge präsentiert, die ich jeh gesehen habe. (Das alleine war es bereits wert!)

Sobald die DVD erhältlich ist, kann ich nur jedem Freund des gepflegten Splatters, jedem Unterstützer der ehrlichen Independence oder einfach nur jedem Filmfreund wärmstens empfehlen, sich diese Perle ins Haus zu holen!

Nach dem Film suchten mein Bruder und ich noch die Aftershowparty in einer örtlichen Gaststätte auf, um vielleicht noch ein paar Worte mit Olaf zu wechseln. Wie zu erwarten war Olaf auch hier sehr freundlich, geradezu liebenswürdig, und nahm sich Zeit für jeden, der gekommen war, um ihn noch einmal zu sehen, sich die Lieblings-DVDs signieren zu lassen oder ein Foto mit dem Star des Abends zu schießen. Wärend wir in der Schlage warteten fragte ein aufgeregter Gast des Lokals, wer denn die Person da vorne sei, zu der wir alle wollten. Der Name Olaf Ittenbach sagte ihm wohl nichts, aber nachdem wir ihm ein strenges „Ein deutscher Regisseur“ entgegen raunten, setzte er sich zufrieden zurück auf seinen Platz. Als ich an der Reihe war, bat er mich kurz zu warten, da er seine Kehle anfeuchten musste, dann stand er auf, legte seinen Arm um meine Schulter und wir grinsten beide dämlich in die Kamera meines Bruders.

Bevor er sich wieder setze fragte er mich: „Und wie war es?“ „Super, wirklich ein super Film, mach weiter so“ antwortete ich und mit Olafs abschließenden Worten „Das freut mich, wenn es euch gefallen hat, denn nur dafür machen wir es ja“ endete für meinen Bruder und mich diese Filmpremiere.

Oli on Februar 5th, 2012 | File Under Allgemein, Reviews | No Comments -