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DAFUQ!?

Warning: Explicit Content! This article may be not suitable for people younger than 18 years. Parental Advisory is recommended. Read at your own risk!

Dem aufmerksamen Leser dieses Blogs sollte in den letzten Wochen und Monaten aufgefallen sein, dass ich nicht gerade ein riesen Fan des „Rape and Revenge“- Genres bin. Die Faszination dieser Abart der Sexploitation hat mich nie packen können und ich gebe der regulären, augenzwinkernden Sexploitation jederzeit den Vorzug. Ich muss allerdings gestehen, dass sich meine Einstellung zu diesen Filmen in der Regel auf Werke der 1970er Jahre bezieht, da ich dazu neige mir eher originale als Remakes, kalte Aufgüsse und Fortsetzungen anzusehen.

Wie dem auch sei, Filme wie, „Im tiefen Tal der Superhexen“ oder auch „The Realm of Sense“, konnten mir weit mehr Freude bereiten als Streifen wie „The last house on the left“ oder „Ich spuck auf dein Grab“ (Ersterer brachte vor meinen Augen einen gestandenen Mann zum weinen…soll das wirklich unterhalten? …Ich zweifle…) Nichts desto trotz würde ich den beiden Filmen selbstverständlich einen gewissen kulturellen Wert nicht absprechen wollen. (Auch wenn man sich beim Schauen nichts sehnlicher wünscht als eine heiße Dusche…).

Die 1970er sind heute ja bereits ein paar Tage her und in der Weihnachtszeit letzten Jahres dachte so bei mir, dass es ja eigentlich keine schlechte Idee sei, mal zu sehen, was aus diesem Genre geworden ist. (Von den mannigfaltigen Remakes oben genannter Klassiker mal abgesehen) Ich besorgte mir also einen ganzen Stapel Filme, deren Namen bereits auf „Rape and Revenge“ oder Sexploitation hinweisen könnten und legte los. In meiner Auswahl befanden sich „Mistress Frankenstein“, „Run Bitch Run“, „I was a Teenage Strangler“, „Slaughtered vommit dolls“ und „Amateur Porn Star Killer“. Zwei dieser Filme sind schnell und harmlos abzuhandeln. “Mistress Frankenstein“ ist ein strunzdummer Sexfilm, der an Niveaulosigkeit kaum noch zu überbieten ist und dessen Erwähnung alleine sowohl meine als auch eure Zeit verschwendet.

“Run Bitch Run“ werde ich eventuell im laufe dieser dritten Staffel noch gesondert behandeln, aber es sei bereits soviel gesagt, dass das Filmchen ein ganz lau warmer Aufguss von „Ich spuck auf den Grab“ ist. Es wurden sogar die Charaktere eins zu eins kopiert, dazu ungefähr 10% Neuhandlung erschaffen und dann letztlich das Ganze für 25000$ mit Laiendarstellern abgedreht. (gähn)

Wirklich problematisch wird es dann allerdings bei den verbleibenden Filmen, die mich dazuveranlassten, den etwas ungewöhnlichen Titel für diesen Artikel zu wählen. Ich weiß gar nicht wie ich diese “Machwerke“, die mir da zur Ansicht vorlagen. überhaupt angemessen beschreiben soll. (Zumal oft nur der Schnellvorlauf ein drohendes Hirnaneurysma abwenden konnte)

*

Der erste gesichtete Film war „Slaughtered Vommit Dolls“. DaMaze hatte sich zu einem Besuch eingefunden und wir konnten uns der Anziehungskraft des doch sehr romantisch anmutenden Titels nicht entziehen. Was sich unserem Auge dann aber darbot war so grotesk und widerlich, dass das Anschauen in körperliche Anstrengung ausuferte. Der Film ist eine Aneinaderreihung von mit einer wackligen Handkamera gefilmten und mit Bildeffekten überladener Scheußlichkeiten der besonders gestörten Art.

Teils realer, teils gestellter Natur, widert der Film mit bulimischen Kotzorgien, pornografischen Bildern und ausufernden Gewaltdarstellungen den Zuschauer an. Der Sinn dieses Filmes blieb uns verborgen, aber sollte der Regisseur, der hier offenbar seine eigenen Fetische und Kindheitstraumata in bewegte Bilder setzte, einfach nur schockieren wollen, hat er dies mit Bravour gemeistert. Dieser Film, der übrigens noch ZWEI Fortsetzungen mit gleichsam wohlklingenden Titeln (“Slow Torture Puke Chamber“, “ReGoregitated Sacrifice“) erfahren hat, war bis dato das krankeste, was ich je gesehen hatte.

Aber es bleiben ja noch zwei weitere Filme übrig und man will es nicht glauben, selbst “Slaughtered Vommit Dolls“ lässt noch Luft nach unten: „Amateur Porn Star Killer“

Was genau diese Filmreihe darzustellen versucht, bleibt mir völlig unklar. Dem geneigten Zuschauer wird hier eigentlich nichts anderes Serviert als ein übel gedrehter Heimporno, dessen Sexszenen frei nach dem Motto „Headshot statt Cumshot“ enden. Insofern liefert der Film, der ebenfalls ZWEI Fortsetzungen erfuhr genau das, was der Titel verspricht: Porno, Pseudosnuff, Vergewaltigung und Misshandlung von Frauen (Juchhu, der Filmeabend mit der Freundin/Ehefrau ist gerettet!) Exorbitant übel ist hierbei die Vermischung der realen Sexszenen mit den gestelltenMisshandlungen, Vergewaltigungen und Ermordungen der Frauen, sodass man sich immer wieder daran erinnern muss, dass das gezeigte nicht echt ist und wahrscheinlich alle lachend vom Set gegangen sind am Ende. Ganz ehrlich, dieser Film hat mir mehr als Bauchschmerzen bereitet und hat mich mal wieder zu einem gewissen Grad an der Menschheit zweifeln lassen. Gibt es für diesen Schrott wirklich soviel Abnehmer? Eine Recherche in der IMDB ergab dann, dass die Streifen durch die Bank weg gute Bewertungen von weiblichen Konsumenten erhielten, wohingegen Männer für die negativen Bewertungen verantwortlich waren. Ich lasse das jetzt mal kommentarlos im Raum stehen und versuche nicht weiter über diese Entdeckung
nachzudenken und rate auch jedem ab, dies zu tun. (WTF!?)

**

Mit „I was a teenage strangler“ wird das Niveau der besprochenen Filme zum Ende dieses Artikels noch mal leicht über das von „Slaughtered Vommit dolls“ angehoben, kann sich aber immer noch nicht gegen den intellektuellen Anspruch und den pädagogischen Wert einer Folge „Frauentausch“ behaupten. Auch hier werden pornografische Szenen mit entarteten Gewaltdarstellungen gepaart, allerdings wirkt das Ganze durch die mehr als schlechten Effekte eher lächerlich als verstörend. (Es ist traurig, dass das hier zu Gunsten des Filmes ausgelegt werden muss) Den Machern muss entgangen sein, dass Traubensaft zu dünn ist, um als glaubhaftes Blut durchzugehen und Schokomüsli menschlichen Exkrementen nicht im Entferntesten ähnlich sieht. Unterm Strich bleibt der Film harmlos, bietet aber weder Erotik, noch einen wenigstens rudimentären Unterhaltungswert.

Zeit für ein Fazit:

Die Sexploitation mit all ihren Spielarten hat in den 1970ern ihren absoluten Höhepunkt gehabt und hätte einfach in Frieden sterben sollen. Das was sich meinem Auge in den letzten Wochen bot war im besten Fall nur widerlich und in keiner Weise sehenswert. Was ist aus den guten, witzigen Sexploitation Filmen der 70er Jahre nur geworden? Wo sind die “Rape and Revenge“ Filme, die ein Zeichen GEGEN diese Art der Behandlung von Frauen setzt und sexuelle Gewallt nicht auch noch feiern geblieben? Ich kann nur jedem raten, sich die guten alten Streifen anzusehen und einen gigantischen Bogen um diese neuen Ausgeburten menschlicher Perversion zu schlagen. Um ein Zeichen zu setzen, werden die folgenden Wochen ganz der alten Schule der Sexploitation gewidmet sein, denn es gab auch mal eine Zeit, in der selbst Sexploitationfilme mehr zu bieten hatten als grenzdebile Dummheit in Dosen oder abartigen Pseudosnuff!

In diesem Sinne…

Zur Hölle mit der Kunst, runter mit den Blusen!

                          – Russ Meyer

*   Slaughtered Vomit Dolls (2006, Kingdom of Hell Productions, Lucifer Valentine)
** Amateur Porn Star Killer 3 (2009. Alter Ego Cinema, Shane Ryan)

Oli on April 25th, 2012 | File Under Allgemein | No Comments -

[REC I+II] (2007, 2009, Castelao Producciones, Jaume Balagueró, Paco Plaza) by bartWichtel PART II

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[Zu Part I]

Der zweite Teil steigt ungefähr dort ein, wo der Erste sein Ende fand. Nur mit dem Unterschied, dass jetzt keine hysterische Reporterin mit ihrem leibeigenen Kameramann für den geneigten Zuschauer unterwegs ist, sondern ein, bis unter die Zähne bewaffnetes S.W.A.T.-Team, das offensichtlich auch genügend Durchsetzungsvermögen hat, nicht ständig gegen Leute anlaufen zu müssen, die Ihnen vorschreiben, die Kamera aus zu machen. Diese harten Jungs filmen sich lieber gegenseitig und freuen sich einen Ast, endlich irgendwelchen hochgradig infizierten Hausbewohnern den Allerwertesten aufzureißen.
Das S.W.A.T.-Team betritt also das 85-stöckige Haus zusammen mit einem… nun ja… speziell ausgebildeten Honolulu-Mediziner, der nachdem er die erstbeste Blutlache begrabbelt hat direkt beurteilen kann, dass das Virus definitiv nie nicht niemals über die Luft, sondern nur durch Speichel übertragen werden kann. Dem versierten Zuschauer war dies, selbst ohne den ersten Teil gesehen zu haben, natürlich schon klar, schließlich lernt man aus Filmen wie 28 Days Later / 28 Weeks Later (oh wartet… eine Fortsetzungsgeschichte…) oder Breakout, dass diese Tatsache STÄNDIG der Fall ist.

Nach exakt 13 Minuten und 40 Sekunden stirbt dann endlich der erste unserer mutigen Kamera-S.W.A.T.‘ler. Nicht im Dachgeschosskabuff, wo Teil eins endete, sondern in der Wohnung darunter (hat eigentlich jemand mitgezählt, wie viele Stockwerke dieses Gebäude hat?), um dann 20 Sekunden später seine Rookie-Kollegen anzufallen. Zum ersten Mal tritt Verwirrung bei mir auf, weil der anwesende Honolulu-Mediziner anfängt, Gebete zu sprechen, auf die der „Infizierte“ reagiert. Das ist definitiv neu! Die Erklärung folgt prompt von der wandelnden Symbiose aus Mediziner und Priester: Wir haben es mit einer neuen Gattung von Zombie-Aids zu tun. Zombie-Aids gepaart mit (*beliebigen dramatischen Soundeffekt einfügen*) SAAAAAATAAAAAAN! Ein weiteres Mal frohlocke ich: JU-HU! Gerne hätte ich mir eine ähnliche Reaktion wie die, des S.W.A.T.‘lers gewünscht. Einer der Guten lacht den Honolulu-Priester geschmeidig aus, als dieser erklärt, es handle sich um „Besessene“. Mir konnte diese Feststellung leider nur ein leichtes Nase-rümpfen entlocken.

Die folgenden Ereignisse fasse kurz und schmerzlos zusammen: Diverse Schießereien, diverse Zombies mit Zombie-Satan-Aids kommen und gehen (manche mehr, manche weniger blutig), diverse S.W.A.T.-Mitglieder segnen das Zeitliche und generell wirkt das Drehbuch wieder Mal, als wäre es aus diversen bekannten Zombie-Aids-Filmen zusammengeschrieben. Diverse Schockmomente kann man schon zehn Kilometer gegen den Wind riechen und eigentlich ist mir nach dieser abstrusen Mischung zwischen den unterschiedlichen Diversitäten aus Zombie-Aids-Filmen und Exorzisten-Filmen mehr nach gelangweilten Aufbrechen meiner Knabbersnacks, als nach Weiterschauen.

… Da schau an, ein weiterer „Besessener“ stirbt und fällt durchs Treppenhaus gen Fliesenboden. Ein lächerlicher Versuch, dem Film etwas mehr Dramatik zu verleihen flimmert über die Mattscheibe, als eine Teenagergruppe im Haus auftaucht, denen _EIN_ S.W.A.T. Mitglied nachläuft. Wir erleben eine Reunion unserer Lady in Rosa aus dem ersten Teil, die gerade zum gefühlten 27. Male stirbt. (Oh, ich vergaß zu erwähnen, warum sich die S.W.A.T.-Truppe um den Honolulu-Priester eigentlich so lange im Haus aufhält. Eine originale Blutprobe von Medeiros muss gefunden werden, um aus dem Blut des Wirtes ein Gegenmittel herzustellen *gähn*)

Neue Gastschauspieler sollen also die Story aufpeppen. Die „Besessenen“ sprechen nun im Unterbewusstsein von unseren schießwütigen Freunden (warum das nun wieder?) und Regan MacNeil’s Zimmer befindet sich scheinbar auch in diesem Haus mit den unzähligen Stockwerken. Schade, dass Zombie-Satan-Aids-Kotze Kameras zerstört, weil mitten im Film die Kamera unserer mutigen Rettungstruppe versagt. Ein Glück, dass es die Gruppe Jugendlicher gibt, die, dank ihrer mitgeführten Kamera für einen Wechsel der Blickwinkel sorgt. Zumindest kurzfristig. Okay, ich gebe zu, ich musste durchaus recht herzhaft lachen, als einer “Besessenen“ der Kopf mit einer Silvesterrakete weggeblasen wurde.

Wir spulen wieder ein wenig vor und stoppen an dem Punkt, an dem etwas Hektik weiter unten im unendlich hohen Gebäude entsteht und (*Tusch*) unsere tapfere Reporterin Ángela aus einem der unzähligen Räume erscheint. Sie hat ihre Kamera in der Hand und erscheint gerade zufällig als alle anderen Kameras den Geist aufgegeben haben. (Das Leben schreibt schon komische Geschichten…) Wo auch immer Ángela war, zwischen dem ersten und zweiten Teil, sie hatte scheinbar genügend Zeit, um die Kamera wieder zum Laufen zu bringen, weil aus “nur-Nachtbild-Aufnahmen-möglich“ wurde mysteriöser Weise “Ich-filme-wo-ich-lustig-bin“. Egal – nach dem folgenden Exorzismus an einem der Jugendlichen finden die tapferen Überbleibsel heraus, wo sie Medeiros zu suchen haben: „In der F@!%& deiner Mutter…!“ also bitte! Fäkalsprache und diese auch noch aus dem Exorzisten geklaut… Jetzt rumpelt es aber im Geäst, oder so.

Ektoplasma sei Dank, kann Medeiros nur durch die Nachtsicht der Kamera erkannt werden. JU-HU! Einen stupideren Grund um Dunkelheit und Beklemmungszustände (vom unterdrücken des Brechreizes) bei den Zuschauern herbeizuführen ist Balagueró und / oder Plaza also nicht eingefallen. Ein wenig Rumpel und Gepumpel durch dunkle Räume, gefolgt von Rangeleien und Morbiditäten folgt zusammenhang- und emotionslos das Ende – Gott sei Dank. Noch mehr Stupiditäten und mein Kopf wäre implodiert.

Was bleibt zu sagen über „[REC]“ und „[REC²]“?

Nicht wirklich viel. Aber zu dem klugen Mann, der die Empfehlung aussprach, Fortsetzungen seien immer gut. Eben jenen Mann möchte ich lynch… äh… möchte ich danken, für diese Empfehlung und die damit verbundene Vergeu…süßung von insgesamt 160 Minuten Lebenszeit. Ich hätte mir diese 160 Minuten wirklich nicht schöner vorstellen können. Eventuell hätte ein weißes Einhorn, welches über eine grüne Wiese galoppiert und dabei Regenbögen erbricht dieser Fortsetzungstragödie noch das Wasser reichen können. Viel verhundsbeuteltere Dinge kann ich mir im Moment ernsthaft nicht mehr vorstellen. Obwohl… Ob bitte jemand eine Fortsetzung von Sucker-Punch drehen könnte?

Gerüchten zu Folge wird 2012 nach geraumer Verspätung das dritte Sequel mit dem faden Beinamen „Génesis“ erscheinen und Ende 2012/Anfang 2013 der vierte Anhänger mit dem Namen „Apocalypse“, um die Quadrillogie zu komplettieren. Abermals frohlocke ich mit einem dreifach kräftigen JU-HU! und freue mich auf diese Tage wie ein Schnitzel…

Sind [REC] und [REC]² gute Filme

Oh ja, sie sind sooooo schön, ich könnte Regenbögen brechen!

Werde ich mir „[REC]“ oder „[REC²]“ nochmals ansehen?

Oli on Februar 23rd, 2012 | File Under Reviews | 2 Comments -

Splatterday Night Fever – Olaf Ittenbachs “Legend of Hell” – Premiere

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Gestern war es endlich soweit. Nach drei langen Jahren Wartezeit wurde, pünktlich zu meines Bruders 24. Geburtstag, “Legend of Hell” der Welt und allen voran dem Saarland vorgestellt. Schon seit Wochen habe ich mit meinem Bruder diesem Tag mit Spannung und großer Vorfreude entgegengefiebert und als wir uns gestern Abend bei -13 Grad ins Auto begaben, um die 100 Kilometer nach St. Ingbert ins Regina-Kino zurück zu legen, fühlte ich mich wieder wie ein kleines Kind an Heiligabend.

Trotz arktischer Verhältnisse kamen wir gesund und pünktlich an und bereits 90 Minuten nachdem wir das Auto starteten, Schritt der Meister, Olaf Ittenbach himself, mit einem freundlichen “Hallo Leute” an uns und der wartenden Menge vorbei. Er war viel größer, als wir ihn uns vorgestellt hatten und seit “Familienradgeber II” hatte er wieder einige Pfunde von den Rippen verloren. Sichtlich gut gelaunt und reichlich angetrunken folgten ihm einige Darsteller und Crewmitglieder, die sich eigentlich kaum von der wartenden Menge abzeichneten. Einzig Martina Ittenbach und Wayne Darrin (No Reason, Familienradgeber II) stachen uns sofort ins Auge, da wir die beiden bereits aus anderen Ittenbachstreifen kannten (und Martina so oder so immer ein auffälliger Hingucker ist).

Der Einlass wurde endlich ausgerufen und wir betraten einen kleinen, aber gemütlichen Kinosaal, der eine überraschend große Leinwand zu bieten hatte. Es dauerte nicht lange bis sich Olaf, die Schauspieler und einige Crewmitglieder zu einer kleinen Ansprache vor der Leinwand aufgebaut hatten. Dabei kam nichts allzu Spektakuläres herum außer dem üblichen Gedanke, Geklatsche und Gefreue, das bei solchen Anlässen gepflogen ist. Zu bemerken sei lediglich, dass Olaf uns vorwarnte, dass der Film erst am Tag zuvor zu Ende gestellt worden sei und es deshalb noch einige Probleme mit dem Sound geben würde (ohja, die gab es) und dass Wayne besoffen-sentimental den Bruce Darnell zum Besten gab. (Die Freude ein volles Haus zu sehen, gepaart mit 5 Litern Sekt würde wahrscheinlich sogar ein Flusspferd zum Weinen bringen…) Nach Waynes Beteuerung, dass er eben nicht anfangen würde zu weinen, und Olafs Einladung aller Anwesenden zur Aftershowparty, lief der Film dann endgültig an.

Ausnahmsweise werde ich an dieser Stelle einmal darauf verzichten, den Film in voller Länge und im Detail zu besprechen, da ich zu dem wirklich kleinen Kreis derer gehöre, die schon die Ehre hatten diesen Streifen in seiner Gänze zu erleben und ich niemandem das Erlebnis des ersten Schauens verderben will.

Es sei nur soviel verraten, dass der Film grandios war. Olaf zieht wieder alle Register und kann diesmal sogar mit ausgefeilten Sets, CGI-Effekten, ansehnlichen Kostümen und einem epischen Soundtrack aufwarten. Wie gewohnt muss man natürlich bei den schauspielerischen Leistungen einige Schwächen in Kauf nehmen, aber auch auf dieser Ebene habe ich bereits wesentlich schwächere Streifen (nicht nur von Olaf) gesehen. Selbstverständlich gab es auch das ein oder andere Handlungsloch oder den ein oder anderen Anschlussfehler, aber sind wir doch mal alle ehrlich, das gehört im B-Movie Genre ja schon fast zum guten Ton und wenn ein Film Spass macht, interessiert das doch auch eigentlich überhaupt nicht mehr. Und Spass liefert Legend of Hell in großen Fäßern voller Kunstblut aus. Wer sich wie ich schon seit langem einen weiteren Film im Stile von “Premutos” gewünscht hat, wird endlich glücklich werden. Legend of Hell ist meiner Meinung nach der würdige Nachfolger von “Premutos” und wird einen ähnlichen Kultstatus erlangen. Olaf hat sich in diesem Streifen wieder mehr auf Massensplatter mit humoristischen Gewalteskapaden der Marke “Braindead” konzentriert, als auf ausufernde minutenlange Folter-/ Mord-/ Verstümmelungsszenen der besonders ekligen Art und sich dabei selbst übertroffen. Das ganze Splattergeschehen wird dann noch in eine obskure Fantasy/Horrorgeschichte gepackt, es wird munter durch die Dimensionen gereist und “Voilà”, fertig ist der meiner Meinung nach beste Ittenbachstreifen der letzten 15 Jahre. Außerdem wurde die längste Kettensäge präsentiert, die ich jeh gesehen habe. (Das alleine war es bereits wert!)

Sobald die DVD erhältlich ist, kann ich nur jedem Freund des gepflegten Splatters, jedem Unterstützer der ehrlichen Independence oder einfach nur jedem Filmfreund wärmstens empfehlen, sich diese Perle ins Haus zu holen!

Nach dem Film suchten mein Bruder und ich noch die Aftershowparty in einer örtlichen Gaststätte auf, um vielleicht noch ein paar Worte mit Olaf zu wechseln. Wie zu erwarten war Olaf auch hier sehr freundlich, geradezu liebenswürdig, und nahm sich Zeit für jeden, der gekommen war, um ihn noch einmal zu sehen, sich die Lieblings-DVDs signieren zu lassen oder ein Foto mit dem Star des Abends zu schießen. Wärend wir in der Schlage warteten fragte ein aufgeregter Gast des Lokals, wer denn die Person da vorne sei, zu der wir alle wollten. Der Name Olaf Ittenbach sagte ihm wohl nichts, aber nachdem wir ihm ein strenges “Ein deutscher Regisseur” entgegen raunten, setzte er sich zufrieden zurück auf seinen Platz. Als ich an der Reihe war, bat er mich kurz zu warten, da er seine Kehle anfeuchten musste, dann stand er auf, legte seinen Arm um meine Schulter und wir grinsten beide dämlich in die Kamera meines Bruders.

Bevor er sich wieder setze fragte er mich: “Und wie war es?” “Super, wirklich ein super Film, mach weiter so” antwortete ich und mit Olafs abschließenden Worten “Das freut mich, wenn es euch gefallen hat, denn nur dafür machen wir es ja” endete für meinen Bruder und mich diese Filmpremiere.

Oli on Februar 5th, 2012 | File Under Allgemein, Reviews | No Comments -

[REC I+II] (2007, 2009, Castelao Producciones, Jaume Balagueró, Paco Plaza) by bartWichtel PART I

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Ein kluger Mann sagte einst zu mir: „Fortsetzungen sind immer gut…“ Ist das so? Ich als Nicht-ständig-B-Movie-Schauer stehe solchen Aussagen immer recht skeptisch gegenüber. So war für mich persönlich Matrix ein guter Film, der durch seine Fortsetzungen kaputt gemacht wurde, nur um ein weitläufig bekanntes Beispiel zu nennen. Wie dem auch sei, es galt, dieser Aussage auf den Zahn zu fühlen und diesen klugen Mann zu bestätigen, oder ihn zu fragen, ob er ferm einen am Helm hat.
Nun – welcher Film (inklusive seiner Fortsetzung natürlich) könnte für dieses Vorhaben geeignet sein? Eben dieser kluge Mann, empfahl mir [REC] inklusive seiner Erweiterung [REC]² … (JU-HU! Fand ich doch den ersten Teil schon zum Brechen großartig.)
Okay, ich muss gestehen, den ersten Teil der beiden spanischen Joint Ventures aus dem Hause Balagueró / Plaza habe ich mir schon vor etwas längerer Zeit angesehen, unter der Vorankündigung, er sei einer DER Must-See Horror-Movies. Soweit ich weiss, wurde dies auch vor geraumer Zeit von „The Blair Witch Project“ behauptet. Ich persönlich teile diese Meinung nicht – dementsprechend hoch war meine Motivation, mir den ersten Part nochmals anzuschauen, um mein Gedächtnis aufzufrischen und nahtlos zum zweiten übergehen zu können. Aufgrund der Tatsache, dass die Review schlussendlich doch noch zu Stande kam, konnte ich mich offensichtlich dazu durchringen, es zu tun.
Da das Hauptaugenmerk dieser Review auf dem zweiten Teil liegt, möchte ich die Geschichte des ersten Teils nur kurz zusammenfassen. In beiden Filmen wird die Kameraführung übrigens von semiprofessionellen Kameramännern übernommen, die ins Geschehen eingebunden sind. Dies soll dem Zuschauer vermitteln, er sei mittendrin, statt nur dabei. (JU-HU! Blair Witch Project lässt grüßen.)


Einen wunderschönen guten Abend, ich bin Ángela Vidal. Heute zeigen wir in der Sendung „Während Sie schlafen“ eine Feuerwehrmannschaft und diese begleiten wir auf ihrem nächtlichen Einsatz… Ich hab den Faden verloren…

Irgendwie verspüre ich jetzt schon den Drang, mit diesem Moosgummi-Mikrofon-Pömpel dieses Perlweiß-Grinsen abzudecken…
Die Einleitung ist geschafft, fassen wir im Schnelldurchlauf zusammen:
Eine alte Frau (, die in ein hübsches rosa Nachthemd gehüllt ist, fällt inmitten eines hysterischen Anfalls (hysterischer Anfall, soso) einen Polizisten an, amputiert ihm oral fünf Pfund Fleisch aus dem Nackenbereich und wirft einen Feuerwehrmann gefühlte 38 Stockwerke durchs Treppenhaus des Hauses. (Ich agiere übrigens genau so, wenn ich wegen eines schlechten Filmes einen Anfall bekomme…). Zu allem Übel taucht nun der örtliche ABC-Schutzverein auf und stellt das gesamte Haus unter Quarantäne (JU-HU! – Seitenhieb. Vgl. Triple-Feature [REC] – Quarantine – [REC]²). Verständlicherweise schürt das ein wenig den Unmut der versammelten Mietergemeinschaft – die Ereignisse überschlagen sich.
Menschen laufen in Hysterie wild durch die Gegend (ohne Menschen umherzuwerfen), Zombies erwachen zum Leben (Menschen… umherwerfen), unbescholtene Mieter, die lediglich ihre Ruhe haben wollen, werden zerfleischt und prinzipiell wird dem geneigten Zuschauer recht schnell klar, dass hier eine weitere abgekaute Story á la 28 Days Later / 28 Weeks Later / Resident Evil und deren Vorreiter über den Bildschirm flimmert. Ursache für den Ausbruch des Zombie-Aids ist der Hund eines kleinen Mädchens, der den Einsatz der örtlich ansässigen ABC-Schutztruppe zu verantworten hat. So der O-Ton eines Mitglieds der Schutztruppe, welches mutiger weise ins Haus gekommen ist, um Blutproben aller Beteiligten zu nehmen. Unterwegs stolpert der Zuschauer ein paar Mal über unsere alte Dame in rosa, die partout nicht sterben möchte.

Spult man noch etwas weiter vor, bleiben am Ende lediglich nur noch einer der Feuerwehrmänner, Ángela und ihr Kameramann übrig. Von einem Bewohner des 54-stöckigen Hochhauses erfahren die drei, dass es im Dachgeschoss einen Ausgang geben soll (natürlich – Polizisten und eine komplette ABC-Schutztruppe vor der Tür schrecken ab, aber 768 Zombie-Aids Zombies die nach Blut lechzen sind ein kalkulierbares Risiko… ein Klacks für einen Hauch von Freiheit…)
Auf dem Weg dorthin fällt der Feuerwehrmann auch noch der Quote zum Opfer und Ángela und Pablo erreichen nur noch zu zweit die Dachwohnung. In dieser befindet sich allerhand merkwürdiges Zeug: Zeitungsausschnitte, Bilder, Tonbandmitschnitte und ein Chemiebaukasten für Fortgeschrittene. Nach Sichtung des Materials stellt sich heraus, dass von einem bestimmten Mädchen, Medeiros, immer wieder die Rede ist. Dieses Mädchen wurde als besessen oder infiziert abgestempelt und in mehreren Stätten erfolglos „behandelt“. Der Besitzer der Wohnung scheint einen großen Fehler begangen zu haben, weil Ángela und Pablo in Panik ausbrechen und feststellen, dass Medeiros sich im Dachgeschosskabuff über der Wohnung befinden muss um von dort aus vermutlich die rosa Dame angefallen hat (Hasso wurde also zu Unrecht eingeschläfert?). Nachdem die Lampe an der Kamera zu Bruch geht, gipfelt der Höhepunkt des Films darin, dass man mittels Nachtsichtaufnahmen den Tod von Pablo mit verfolgen kann und Ángela ins unendliche Dunkel des 73-stöckigen Hochhauses geschleppt wird.

[To be continued...]

Oli on Februar 1st, 2012 | File Under Reviews | No Comments -

Demnächst…[REC I+II]“

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bartwichtels “Doublefeature”:

Oli on Januar 25th, 2012 | File Under Trailer | No Comments -

Die Klasse von 1984 (1982, AWP, Mark L. Lester)

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Erinnert Ihr euch noch an eure Schulzeit? (Ich gehe einfach mal davon aus, dass der durchschnittliche Leser dieses Blogs schon seit ein paar Jährchen mit der Schule fertig ist)

Ich für meinen Teil erinnere mich noch sehr gut:

Es war eine chaotische Zeit damals in den 90ern. Punks soweit das Auge reichte, Heroin, Schutzgeld, Zuhälterei und Waffengeschäfte waren zumindest an meiner Schule in Downtown-Trier an der Tagesordnung. Da wurden Autos gesprengt, Lehrer erpresst und Schüler unterdrückt, dass es ein Grauen war. Am schlimmsten war noch daMaze, der crackabhängige Nuttenschläger, der eines Tages wärend einer Schulaufführung die Aula der Schule mit selbstgebasteltem Plastiksprengstoff in die Luft sprengte, um damit ein Zeichen gegen das Rauchverbot auf dem Schulhof und die Sparmaßnahmen an den belegten Käsebrötchen zu setzen. (Zwei Scheiben Gouda sind einfach zu wenig für heranwachsende Schwerverbrecher!)

Kommt euch diese Geschichte bekannt vor?

Nein?

Nun, mir auch nicht.

In den 1980er Jahren dachte man wohl allerdings, dass so die Zukunft in den Klassenzimmern aussehen würde und drehte merkwürdige Exploitationfilme wie “Die Klasse von 1984″. Der Streifen wurde im Jahre 1982 von Mark L. Lester in Canada realisiert und stellt eine dystopische Darstellung amerikanischer Jugendlicher und des amerikanischen Schulsystems dar. Prinzipiell ist gegen eine gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit kontroversen Themen und sozialen Problemen überhaupt nichts einzuwenden, aber leider übermittelt “Die Klasse von 1984″ hier eine mehr als fragwürdige Botschaft und lässt dadurch tief in die Moralvorstellungen und politischen Einstellungen der Macher blicken.

Aber, eins nach dem anderen.

Werfen wir zunächst einen genaueren Blick, auf den Film, der einen Bösewicht aufweist, der wie ein junger Michael Dudikoff aussieht, es aber nicht ist und sich sogar noch Michael Fox leisten konnte. ( Für das J. war er wohl noch zu a) arm, b) unbekannt c) jung…oder d) alle drei Antworten richtig)

Der Film beginnt an einer Interpretation einer typischen Schule in Tromaville Amerika, der “Lincoln High”. Wir lernen den neuen Musiklehrer Andrew Norris kennen, der wohl aus weit behüteteren Gefilden an diese Schule versetz wurde und mit dem Blick auf Punks und Metalldetektoren (ok, wenigstens hier hat Lester mit seiner Vision recht, solche sollen ja an amerikanischen Schulen heutzutage alltäglich sein…) etwas überfordert wirkt.

Nach etwas 30 Minuten relativ dröger Einführung ist klar:

  •  Es gibt eine böse Punkergang an der Schule, die von einem nach außen wie ein Milchbrötchen wirkenden Oberfiesewicht namens  Peter Stegman geführt wird
  •  Alle Lehrer sind total überfordert und teilweise schon reif für die Klappse
  •  Michael J. Fox spielt einen absoluten Jammerknilch
  •  Unser Protagonist wird versuchen dem Terrorregime der Stegmangang durch eine Schulaufführung ein Ende zu setzen

 

Nachdem Lester also die Welt praktischerweise wie ein Schachbrett in schwarz und weis aufgeteilt hat, beginnt sich die Handlungsspirale zu drehen. Stegman und seine Getreuen versuchen mit allen Mitteln Norris Bemühungen um einen normalen Unterricht zu unterwandern und betreiben nebenbei munter ihr kriminelles Spiel aus Drogenhandel, Zuhälterei, Vandalismus und Erpressung. (Hach ganz wie daMaze früher…) Lester zieht die Schlinge um Norris Hals immer weiter zu, in dem er Stegmans Gang mit ihren Übergriffen immer näher an Norris und tiefer in den Kreis seiner Vertrauten heranführt. Zunächst erwischt es Schüler, die Norris besonders am Herzen liegen, dann dreht sein befreundeter Kollege komplett durch, bedroht die Schüler mit einer Waffe und stirbt letztlich in einem von Stegman provozierten Autounfall. Getoppt wird das Ganze durch die Vergewaltigung und Entführung von Norris Frau am Abend der Schulaufführung. Hier nimmt der Film dann eine absolute Stilwendung und wird zu einem “Rape and Revenge Drama”. Norris metzelt auf der Suche nach seiner Frau jeden einzelnen der Stegmangang nieder, bis der Schüler im großen Finale im Zweikampf mit Norris durch die Glasdecke des Aufführungssaals bricht und sich vor den Augen des Schulaufführungspublikum an einem Deckentau (Ich hab keine Ahnung warum da Schiffstaue an der Decke hingen…) zu Tode stranguliert.

Der Film endet.

Was bleibt zu sagen über “Die klasse von 1984″?

Der Film macht es einem nicht wirklich leicht. Auf der einen Seite übt er berechtigte Kritik an der Gesellschaft, ist hervorragend besetzt und handwerklich ausgezeichnet umgesetzt. Auf der anderen Seite jedoch komme ich persönlich mit der Botschaft des Films absolut nicht klar. Wir haben einen Film, der als einzige Antwort auf Gewalt, Gewalt kennt. Einen Film der Drogendealer, Drogenkonsum und die Wirkung von Drogen so dämlich darstellt, dass in den betreffenden Szenen sofort klar wird, dass hier Nixons “War on Drugs” propagandiert werden sollte.
Also ernsthaft, wer glaubt den bitte noch, dass Kokain derartige Halluzinationen hervorruft, dass man sich einbildet man könne fliegen? Hier hat Lester definitiv Substanzen verwechselt und demonstriert eindrucksvoll, dass er keine Ahnung von der Materie hatte. Generell erscheint der Film wie eine große Werbeveranstalltung der konservativen Partei Amerikas. Slogans wie: “Auge um Auge, Zahn um Zahn”, “Die Jugend von heute ist verdorben” und “Wir brauchen schärfere Gesetze” poppen immer wieder vor dem geistigen Auge auf und hinterlassen einen üblen, faulen Nachgeschmack beim Schauen. (Außerdem wird immer wieder fleißig bei Kubricks “Clockwork Orange” geklaut…aber das nur am Rande)

Wäre der Film eine billige Exploitationproduktion, die sich einzig auf den Rachefeldzug Norris gegen die Gang fixirte, funktionierte er besser. Da er aber versucht eine tiefere Botschaft zu übermitteln und eine mehr als dubiose Lösung für ernsthafte gesellschaftliche Probleme der USA anbietet, kann ich nicht anders, als dem Film ein totales Versagen zu attestieren.

Ist “Die Klasse von 1984″ ein schlechter Film?

Er ist keine Wahnsinns Facepalm wert, aber trotz alledem nicht wirklich gut

Werde ich ihn mir nochmal ansehen?

Könnte passieren.

 

Oli on Januar 16th, 2012 | File Under Reviews | 2 Comments -

No Reason (2010, IMAS Filmproduktion , Olaf Ittenbach) by “Da Maze”

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Charlotte Roches große Schwester Jennifer (Irene Holzfurtner) hat auch Probleme! Ja ehrlich!

Wie, Sie wussten gar nicht, dass Herr/Frau/Fräulein Roche eine große Schwester hat, die ebenfalls aus Udelfangen stammt und früher auf der Dorfkirmes immer mit den ganz absonderlichen Typen rumgehangen hat? Na dann passen Sie mal auf – an der folgen Geschichte werden Sie ihre helle Freude haben!


Jennifer hat Probleme der etwas anderen Art.

Statt sich wie ihre kleine, leidlich talentierte Schwester in Feuchtgebieten, die maximal bis zum Knöchel reichen, mit schlüpfrigen Belanglosigkeiten herumzuschlagen, watet die Protagonistin von Olaf Ittenbachs neuem Streifen quasi permanent bis zum Hals durch die Tomatensauce des Grauens.
In einem Psychogramm der etwas anderen Art zeigt uns der Meister des schlechten Geschmacks nicht nur ihr tragisches Leben, Wirken und Dahinscheiden, sondern erklärt auch noch ganz am Rande – völlig selbstlos und mit der Ambition eines ausgebrannten Pädagogen – den Unterschied zwischen additiver und subtraktiver Farbmischung. Hä??

Verstörende Einblicke in Ittenbachs Vorstellung von psychologischem Tiefgang, Katharsis und menschlichem Seelenleben stehen bei „No reason“ ebenfalls auf dem Lehrplan und werfen schon sehr bald die berechtigte Frage auf, was der ganze Kappes in Anbetracht des Filmtitels soll?! Wenn man schon „No reason“ drauf schreibt, wo auch ganz offensichtlich no reason drin ist, warum versucht man dann überhaupt auf Teufel komm raus und völlig vergeblich, Sinnhaftigkeit und Kohärenz zu suggerieren? Ittenbach stolpert mal wieder dermaßen munter durch sein eigenes Plot und saut dabei mit Hackfleisch, Blumenkohl und Handlungsbröckchen herum, dass einem die Augen übergehen, doch sollte man deswegen noch lange nicht der Versuchung erliegen, zu erwarten, dass hier irgend etwas tatsächlich Sinn ergibt.


Der Postbote ist ein Spaßvogel.

Zum Beispiel bleibt gänzlich ungeklärt, warum Jennifer in 90% aller Szenen nackt herumlaufen muss, das wäre doch eher ein Job für Charlotte gewesen? Doch das sind nur die kleinen, unbedeutenden Spitzen gewaltiger Eisberge. Vielleicht kann Jennifer ja im Gegenzug gescheite Bücher schreiben?!

Aber genug der einleitenden Worte, kommen wir nun zum Inhalt und der erneut zentralen Frage, ob man mit „No reason“ schon wieder 70 Minuten Lebenszeit die Toilette runtergespült hat?

Ja!

Nein…?!

Vielleicht!

Was soll ich schreiben, der Olaf ist schon ne ganz eigene Marke: Nicht mehr ganz taufrisch, mittlerweile mit beiden Beinen fest im FX- und C bis F-Movie-Geschäft etabliert und dennoch nach wie vor meilenweit davon entfernt, alle Latten am Zaun zu haben, kombiniert er in vorliegendem Film munter – und mal wieder scheinbar völlig wahllos – Dinge, die er überhaupt nicht kann mit Dingen, die er meisterlich beherrscht.


Im Swingerclub geht die Luzi ab.

Zum Beispiel Tabus brechen: Lust auf Sadismus? Lust auf Folter, Strangulation und Amputation? Lust auf Kotze, Natursekt, Kindesmord, Postboten und vollgeschissene Toiletten? Auf Monstrositäten, abgetrennte Körperteile, kannibalische Naschereien, albtraumhafte Visionen von „hier unten“ und erstaunlich viele Besuche an der Wursttheke? Dann sind Sie bei „No reason“ goldrichtig!

Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal schreibe, aber Ittenbach toppt „Beyond the limits“ mit geradezu beängstigender Leichtigkeit und serviert ein Gratin des Ekels, das meinen bisherigen absoluten Zenit an Dingen darstellt, die ich am liebsten sofort wieder vergessen würde. Wer sich fragt, wie ich die vorliegenden 72 Minuten hinter mich gebracht habe, dem sei folgendes Bild zu Anschauungszwecken gereicht:

Wohlwollend nimmt der hartgesottene Splatterfreund im Verlauf von „No reason“ zur Kenntnis, dass die Effekte, angefangen vom Blut über diverse Körperprothesen bis hin zu surrealen Masken, die munter von Lovecraft bis Craven zusammen geklaut wurden, durchweg von hoher Qualität sind. Nie zuvor sah das muntere Aufteilen eines lebendigen Körpers in mundgerechte Häppchen so real aus, die Spielchen mit Messer, Gabel, Schere und Weißwurst …

- Stop! An dieser Stelle folgt ein dringender Aufruf: bitte Olaf, so etwas möchte ich NIE wieder sehen, ganz im Ernst! -

Also wo war ich? Achja … also die Spielchen mit Säge, Zange, Hammer, Zähnen, Peitsche, Stahlseil und sogar Eislöffel (!!) sehen durch die Bank weg real aus und zeigen, welches Handwerk Herr Ittenbach beherrscht. Dafür, ebenso wie für die am Budget gemessen ordentliche Sound- und Kameraarbeit, gebühren ihm Respekt.

Schimpf und Schande jedoch hat er sich für die Story verdient, die zu beschreiben ich mich nun seit bereits 646 Wörtern drücke!! Olaf, wozu versuchst du es überhaupt? Die ersten 10 Minuten gelingt deine Irreführung sogar halbwegs und man schaut dem Geschehen am Bildschirm zwar mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf zu, aber wenigstens fragt man sich noch, was das ganze soll und wie es wohl weitergeht. Je weiter deine Geschichte jedoch fortschreitet, die Geschichte eines weiblichen Junkies aus Udelfangen, die geraubt und gemordet hat und dafür von ihrem nach Vergebung suchenden, abgespaltenen Persönlichkeitsanteil durch die sadistischsten Abgründe menschlicher Grausamkeit geführt wurde, um Läuterung zu erfahren, desto mehr drängen sich mir quälende Fragen auf. Fragen, die nach Antworten verlangen: Olaf, warum musstest du als Inspirationsquell unbedingt deine letzten zwei Weihnachtsgeschenke – ein Fremdwörterlexikon und ein Buch über Farbenlehre – herbei zerren, anstatt es einfach bei sinnfreiem Horromonsterkillerquark mit einer Prise Stacheldraht zu belassen? Warum hast du auch nur eine Sekunde an ein Drehbuch verschwendet, dass so absurd und nutzlos ist, dass man sich hinterher regelrecht ärgert, auch nur für einen kurzen Augenblick an dessen Sinnhaftigkeit geglaubt zu haben? Und am allerwichtigsten: wenn du schon glaubst, deine Therapiethemen filmisch verarbeiten zu müssen, warum hörst du in den Sitzungen nicht wenigstens zu??


Cthulhu höchstpersönlich kümmert sich um Jennifers Seelenheil.

Kurzum: die arme Jennifer wurde gar nicht verraten, betrogen, hintergangen und in das irre Treiben eines Psychokillers verwickelt, der all ihre Nachbarn und Freunde ermordet hat, nein, sie hat nur die Blutbahn voller Heroin, raubt gerne mal ne Bank aus oder schießt ihrer kleinen Tochter frontal in den Kopf, weil sie nervt. Der Psychokiller mit der aufgeschlitzten Kehle war auch in Wirklichkeit gar kein Killer, sondern wie zuvor angedeutet der personifizierte gute Teil von Jennifer, der sie bei der Hand nehmen wollte, um sie zu Läuterung zu führen. Doch Pech gehabt, am Ende wartet trotzdem die Hölle auf unsere Protagonistin – und übrigens nicht nur auf sie, sondern ebenso den Zuschauer, der die letzten, grottenschlechten Storymomente nebst Denglisch brabbelndem Gerichtsmediziner ertragen muss und vergeblich darauf wartet, dass sich doch noch ein Licht am Ende des Storytunnels zeigen möge.

Ist „No reason“ ein schlechter Film:

Olaf hat sich eine eigene Parallelwelt jenseits von gut und schlecht erschaffen, die zu beschreiben mir die Worte fehlen.

Würde ich ihn mir noch einmal ansehen:

Lassen Sie mich nachdenken … nein.

Oli on Januar 5th, 2012 | File Under Reviews | 1 Comment -

Coming in January… Olaf Ittenbachs “No Reason”

Warning: Explicit Content! This article may be not suitable for people younger than 18 years. Parental Advisory is recommended. Read at your own risk!

DaMaze ist endlich zurück und präsentiert gleichmal den neusten Ittenbach aus dem Jahre 2010.

Vorsicht! Der Trailer ist nur für Hartgesottene gedacht und sollte wirklich AUSSCHLIEßLICH von Erwachsenen gesehen werden!

Oli on Dezember 31st, 2011 | File Under Trailer | No Comments -

Demnächst…. “Die Klasse von 1984″

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Oli on Dezember 16th, 2011 | File Under Allgemein, Trailer | No Comments -

Full Movie: Teenage Zombies (1959, Public Domain, Jerry Warren)

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Oli on Dezember 12th, 2011 | File Under Public Domain Filme | No Comments -